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·18. Januar 2026

RB Leipzig scheitert immer an sich selbst: Gute Ansätze reichen gegen Bayern nicht

Artikelbild:RB Leipzig scheitert immer an sich selbst: Gute Ansätze reichen gegen Bayern nicht

RB Leipzig verliert zum zweiten Mal diese Saison deutlich gegen Bayern München. Nach früher Führung kassiert das Team fünf Gegentore in 38 Minuten.

Die Wahrheit über RB Leipzig steht in zwei Zahlen: 1:5 und 0:6. Beide Male gegen Bayern München, beide Male in dieser Saison. Dazwischen liegen ein paar Monate, viele Trainingseinheiten und offenbar kein Fortschritt, wenn es darauf ankommt.


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David Raum hat nach dem Debakel am Samstagabend die richtigen Worte gefunden. Der Kapitän sprach von fehlender Reife, davon, dass die Mannschaft den Kopf verliere, sobald Gegentore fallen. Das ist eine schonungslose Analyse, die den Kern des Problems trifft. Leipzig kann mithalten, solange alles nach Plan läuft. Doch wenn der Gegner zurückschlägt, bricht das Gerüst zusammen.

Das Bittere an diesem Abend war ja nicht die Niederlage an sich. Bayern München ist die beste Mannschaft der Liga, das überrascht niemanden. Das Bittere war die Art und Weise. Nach Romulos Führungstreffer in der 20. Minute sah es lange so aus, als könnte Leipzig die Revanche für das 0:6 vom Saisonauftakt gelingen. Die erste Halbzeit war stark, die Sachsen hatten einen Plan und setzten ihn um. Dann kam die zweite Hälfte, Serge Gnabry traf zum Ausgleich, und danach war es vorbei mit der Leipziger Herrlichkeit.

Fünf Gegentore in 38 Minuten. Gnabry, Kane, Tah, Pavlovic, Olise – die Bayern zeigten, was sie können, wenn sie müssen. Und Leipzig zeigte, was passiert, wenn mentale Stabilität fehlt. Das ist kein taktisches Problem, das ist ein Charakterproblem.

Durchhalteparolen bei RB Leipzig

Trainer Ole Werner versuchte nach dem Spiel, das Positive zu betonen. Die ersten 70 Minuten hätten gezeigt, wie man Bayern wehtun könne. Das stimmt. Aber es zeigt auch, dass 70 gute Minuten gegen diesen Gegner nicht reichen. Wer gegen München bestehen will, muss 90 Minuten konzentriert bleiben. Jeder Aussetzer wird bestraft.

Die nächste Gelegenheit kommt schnell. Am 11. Februar gastiert Leipzig im DFB-Pokal-Viertelfinale erneut in München. Werner kündigte an, den dritten Anlauf zu nehmen und nicht vorzeitig die weiße Fahne zu hissen. Das ist die richtige Haltung. Aber Haltung allein gewinnt keine Spiele.

Was Leipzig braucht, ist genau das, was Raum einfordert: eine knallharte Analyse, Selbstkritik und dann die Umsetzung auf dem Platz. Die Mannschaft hat Qualität, das hat sie in der ersten Halbzeit bewiesen. Was ihr fehlt, ist die Fähigkeit, diese Qualität auch dann abzurufen, wenn es schwierig wird.

Im Kampf um die Champions-League-Plätze ist die Niederlage ein Rückschlag. Bayern zieht weiter einsam seine Kreise an der Tabellenspitze. Leipzig muss aufpassen, nicht den Anschluss zu verlieren. Dafür braucht es mehr als gute Ansätze. Dafür braucht es Ergebnisse.

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