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·20. April 2026
Reese, Rettung, Rasen: Hoffmanns „fatales“ Elfer-Erlebnis

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Beim Spiel zwischen Eintracht Braunschweig und Hertha BSC gab es bereits früh im Spiel einen Strafstoß, bei dem besonders BTSV-Keeper Ron-Thorben Hoffmann im Fokus stand.
Es sind keine zehn Minuten gespielt da kommt es schon zu einer spielbestimmenden Szene. Herthas Winkler schickt Schuler mit einem Steilpass auf die Reise, der gleichzeitig die komplette Braunschweiger Hintermannschaft überrumpelt. Schuler taucht somit frei vor Schlussmann Hoffmann auf. Der Berliner versucht den Torhüter zu umkurven, wird von dem aber getroffen und zu Fall gebracht. Schiedsrichter Patrick Alt zeigt sofort auf den Punkt und spricht der Hertha einen berechtigten Strafstoß zu. „Er macht es dann sehr clever, legt sich den Ball in vollem Tempo vorbei, schlägt dann so ein bisschen mit dem Bein aus und macht er dann einfach gut“, analysiert Hoffmann, der in der Jugend selbst für die Berliner spielte, die Szene nach dem Spiel.
An der Tatsache, dass er Schuler foult und zurecht die gelbe Karte sieht, hat der 27-Jährige keinen Zweifel. Vielmehr ägert ihn die Entstehung der Situation und die fehlende Kompaktheit seiner Vorderleute. „[Es] war einfach katastrophal verteidigt vorher, das darf natürlich so nicht passieren. Dass dann ein flacher Ball 50 Meter durch fünf von unseren Ketten kommt und keiner ist in der Lage, den Ball irgendwie zu verteidigen“. Der gebürtige Rostocker spricht insgesamt von einer „doofen Szene.“
Den fälligen Strafstoß trat Fabian Reese. Der Kapitän der Alten Dame konnte in der laufenden Spielzeit drei seiner vier Versuche vom Punkt mit einem Torerfolg krönen, ist also für seine platzierten Elfmeter bekannt. Herthas Topscorer schoss den Ball diesmal aber eher unplatziert, Hoffmann hatte die Ecke erahnt und konnte parieren. Allerdings prallte die Kugel direkt vor die Füße von Reese, der aus fünf Metern locker einschieben konnte. Der Torhüter gab im Nachinein zu, dass er mehr vom Gegenspieler erwartet hatte. Der Schuss wäre „fast schon zu schlecht“ geschossen worden, weswegen Hoffmann, der mit voller Sprungkraft in die Torecke gesprungen sei, „nicht richtig hinter den Ball“ gekommen sei.
Bemengeln tut Hoffmann aber auch die Platzverhältnisse. Er kam nicht darum herum, einzelne Mitarbeiter des Vereins direkt zu kritisieren: „Es ist Wahnsinn. Ich weiß gar nicht, was unsere Platzwärte da die letzten Wochen gemacht haben. Es ist wirklich fatal, muss ich echt gestehen. Darf uns eigentlich so nicht angeboten worden werden“. Hoffmann schien zu glauben, dass Reeses Nachschuss auf besserem Untergrund nicht zustande gekommen wäre. „Auf dem Geläuf da hinten springt natürlich der Ball auch nicht so wie auf einem guten Rasen. Ich finde, es ist halt ärgerlich“, so der bediente Keeper.
Am Ende steht aus Sicht der Eintracht zumindest ein 1:1-Unentschieden zu Buche, welches für die Löwen im Abstiegskampf auf der Zielgeraden der Saison noch sehr wertvoll sein könnte. Mit 31 Punkten steht man auf dem Relegationsplatz, ein Sieg gegen Hertha hätte der 14. Rang bedeutet. In Liga zwei ist noch alles drin, vor allem wenn Platz zehn bis 18 eine Differenz von sieben Punkten vorzeigen, dem gleichen Abstand, wie der der sechstplatzierten Hertha zu Elversberg auf dem dritten Platz.









































