„Reiche Ex-Profis“-Debatte: Kahn widerspricht Hoeneß entschieden | OneFootball

„Reiche Ex-Profis“-Debatte: Kahn widerspricht Hoeneß entschieden | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: FCBinside.de

FCBinside.de

·29. November 2025

„Reiche Ex-Profis“-Debatte: Kahn widerspricht Hoeneß entschieden

Artikelbild:„Reiche Ex-Profis“-Debatte: Kahn widerspricht Hoeneß entschieden

Uli Hoeneß löste mit seinen jüngsten Aussagen im „OMR Podcast“ eine lebhafte Debatte aus. Der Ehrenpräsident des FC Bayern stellte die These auf, dass Top-Spieler der heutigen Generation aufgrund ihrer enormen Verdienste kaum noch Motivation hätten, nach der Karriere einen Vollzeitjob wie den des Bayern-Bosses anzunehmen. Für Oliver Kahn, der selbst bis 2023 Vorstandschef des Rekordmeisters war, ist diese Sichtweise allerdings zu pauschal – und schlicht falsch.

Hoeneß argumentiert, dass frühere Profis wie er selbst noch den Druck verspürten, nach dem Karriereende weiterzuarbeiten, um sich ihren Lebensstandard zu erhalten. „Top-Spieler haben heute 60, 70 Millionen auf der Bank. Denen fehlt der Druck“, so der 73-Jährige. Als Beispiel verwies er auf seine eigenen Jahre an der Säbener Straße – geprägt von Arbeitstagen mit bis zu zwölf Stunden. Eine Mentalität, die aus seiner Sicht vielen Profis der Gegenwart fehle.


OneFootball Videos


Doch Oliver Kahn wollte diese Pauschalkritik so nicht stehen lassen. In der Sky-Sendung „Triple – der Hagedorn-Fußballtalk“ antwortete der frühere Torwart-Titan überraschend deutlich: „Ich will jetzt nicht über jedes Stöckchen von Uli Hoeneß springen, aber: Jeder, der 60 Millionen auf dem Konto als ehemaliger Spieler hat, der arbeitet nix mehr? Was ist das für eine Beziehung zwischen einem Kontostand und Motivation?“ Für Kahn ist das Argument schlicht nicht logisch.

Kahn stellt klar: Anspruch bleibt – unabhängig vom Vermögen

Artikelbild:„Reiche Ex-Profis“-Debatte: Kahn widerspricht Hoeneß entschieden

Foto: IMAGO/Kirchner-Media

Kahn widersprach der Unterstellung, Ex-Profis würden aus Bequemlichkeit keine Führungsjobs mehr annehmen. Viel entscheidender sei für diese Generation der eigene Anspruch – nicht das finanzielle Polster. „Ich glaube, jeder, der mal ein Top-Spieler war, der hat doch weiterhin auch einen hohen Anspruch“, betonte er. Viele seiner ehemaligen Kollegen würden nach ihrer aktiven Karriere bewusst Führungsverantwortung suchen, um sich neuen Herausforderungen zu stellen.

Hoeneß hingegen glaubt, dass genau dieser Ehrgeiz oft fehle. Für ihn sei es „schwierig, heutzutage jemanden zu finden, der zehn Jahre Top-Spieler war und dann diesen Topjob annimmt für viel weniger Geld“. Ein indirekter Hinweis darauf, weshalb frühere Vereinsikonen – wie etwa Philipp Lahm oder Bastian Schweinsteiger – nie in die Münchner Chefetage gewechselt sind.

Impressum des Publishers ansehen