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·14. Januar 2026
Rekordjoker Petersen: „RBL macht richtig Bock“

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·14. Januar 2026

Klarer Blick, klare Worte – so kennt man Nils Petersen. Der Bundesliga-Rekordjoker (34 Treffer nach Einwechslungen) blickt vor dem Mittwochspiel auf die Horror-Serie der Freiburger in der Red Bull Arena.

Für Petersen ist die Ausgangslage eindeutig: „Ich habe Leipzig zuletzt mehrfach gesehen, zum Beispiel in Augsburg. Diese Kombination aus Offensivpower und defensiver Stabilität schaffen nicht viele Mannschaften. Das ist für Freiburg ein brutales Brett.“
Dass RBL zuhause noch ungeschlagen gegen die Breisgauer ist und Freiburg seit 13 Spielen auf einen Sieg gegen Leipzig wartet, passt für ihn ins Bild: „Freiburg tut sich gegen Top-Mannschaften traditionell schwer. In Leipzig gab es, wenn überhaupt, mal einen Punkt – ansonsten aber wenig zu holen. Der Respekt vor solchen Gegnern ist oft sehr groß – manchmal über die 90 Minuten hinweg zu präsent. Dann geht ein bisschen der Mut verloren.“
Taktisch erwartet der 37-Jährige einen kompakten Auftritt der Gäste: „Freiburg wird sehr tief und eng verteidigen. Sie wissen, dass sie Leipzigs Umschaltspieler nicht ins Laufen kommen lassen dürfen. Vielleicht begreift man es mal als Bonuspunkt-Spiel – mit etwas mehr Leichtigkeit und Mut, ohne die eigene Kompaktheit zu verlieren.“
Die Entwicklung der Roten Bullen in dieser Saison beeindruckt den Olympia-Silbermedaillengewinner von Rio 2016 sichtbar: „Für mich macht RB Leipzig dieses Jahr richtig Bock. Nach dem 6:0 in München wurde der Verein belächelt – aber dann so zurückzukommen, mit dieser entspannten Art, ist beeindruckend.“ Ein Faktor dabei ist für ihn Cheftrainer Ole Werner: „Er trägt mit seiner ruhigen, klaren Art viel dazu bei, dass keiner durchdreht.“
Auch individuell sieht Nils Petersen enorme Qualität im RBL-Kader: „Baumgartner, Nusa und Diomande haben brutale Qualität. Freiburg würde sich nicht beschweren, wenn da am Mittwoch der ein oder andere fehlen sollte.“
Dazu kommt für ihn die Leipziger Achse: „Raum, Orbán und Gulácsi sind Spieler, die den Verein leben. Sie bringen eine konstante Grundqualität mit und halten den Rücken frei für die Ausnahmespieler, die Spiele entscheiden können.“

Dass Freiburg trotz personeller Abgänge gut unterwegs ist und nach dem 2:1-Sieg über Hamburg am Samstag aktuell auf Platz 8 in der Bundesliga steht, überrascht Petersen nicht: „Defensiv sind sie extrem stabil, taktisch gegen den Ball hervorragend organisiert. Es ist wahnsinnig schwer, gegen sie Tore zu erzielen.“
Offensiv fehle zwar der eine große Tor-Garant – abgesehen von Grifo bei Standards – doch genau darin liege auch die Stärke: „Sie verteilen die Verantwortung auf viele Schultern und sind dadurch schwer auszurechnen.“
Entscheidend ist für den Ex-Knipser die personelle Kontinuität: „Lienhart, Ginter, Höfler, Eggestein, Höler, Grifo, Kübler – das sind Spieler mit extrem langer Verweildauer. Diese Automatismen, diese Eingespieltheit, dieser enge Block gegen den Ball: keine Mannschaft steht so kompakt wie Freiburg.“

Natürlich blickt Petersen auch auf die gemeinsame Historie zurück: „Das Pokalfinale 2022 war extrem bitter, das Halbfinale 2023 genauso. Diese Niederlagen gegen Leipzig tun weh.“
Er hofft deshalb, dass für seinen Ex-Verein am Mittwoch etwas Zählbares rausspringt. „Ich fordere ja für Mittwoch keinen Sieg – aber ein Punkt wäre schon ein richtig gutes Ergebnis.“
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