liga2-online.de
·25. Mai 2026
Relegation: Paderborn steigt auf! Wolfsburg erlebt Super-GAU

In partnership with
Yahoo sportsliga2-online.de
·25. Mai 2026

Der VfL Wolfsburg erlebt den Fußballhorror: Nach 29 Jahren steigen die Wölfe erstmals aus der Bundesliga ab. Gleichzeitig steht fest, dass der SC Paderborn 07 zum dritten Mal seit 2014 ins Oberhaus aufsteigen wird. Nach einem torlosen Remis im Hinspiel der Bundesliga-Relegation war das 2:1 nach Elfmeterschießen am Montagabend entscheidend für den Saisonausgang, der Freude und Tränen zugleich garantiert.
Unter Willi Reimann stieg der VfL Wolfsburg in der Saison 1996/97 erstmals in seiner Vereinsgeschichte in die Bundesliga auf. Dort etablierten sich die Wölfe - und holten mit Cheftrainer Felix Magath im Jahr 2009 sogar die Meisterschaft. Die Offensivpower von Stars wie Edin Dzeko, Grafite oder Zvjezdan Misimovic bleibt bis heute unvergessen, aber der Glanz der Wolfsburger ist längst vergangen. Zwei Mal musste sich der VfL in den letzten Jahren bereits in der Bundesliga-Relegation retten, danach gab es noch einmal einen Aufschwung und die Teilnahme an der Champions League. Doch jetzt ist das Schicksal der Wölfe besiegelt, denn nach 29 Jahren steigt Wolfsburg aus dem Oberhaus ab. Und zwar - wie sollte es anders sein - ausgerechnet nach der dritten Teilnahme an der Bundesliga-Relegation.
Obwohl der VfL fast 70 Millionen Euro in Transfers investierte, entstand bei den Niedersachsen kein Team. Spieler wie Konstantinos Koulierakis oder Mohamed Amoura werden auf einen Marktwert jenseits der 20-Millionen-Grenze geschätzt, aber gerade der algerische Mittelstürmer fiel in den letzten Wochen vermehrt durch Disziplinlosigkeiten auf und wurde zwei Mal aus den Spieltagskadern gestrichen. Vielversprechende Youngsters wie Dzenan Pejcinovic, Saël Kumbedi oder Jeanuël Belocian konnten den Verein genauso wenig retten wie erfahrene Persönlichkeiten wie Christian Eriksen oder auch Kapitän Maximilian Arnold. Am Ende war es nur noch das Rückspiel in Paderborn, das den Wölfen zum Verhängnis wurde. Ein 2:1 nach Elfmeterschießen sorgte für den Aufstieg der Ostwestfalen. Dabei war Wolfsburg noch nach drei Minuten durch Dzenan Pejcinovic in Führung gegangen. Nach der frühen Gelb-Roten Karte für Joakim Maehle (14.) glich Filip Bilbija in der 39. Minute aus. Den entscheidenden Treffer für die Gastgeber erzielte dann Laurin Curda in der zehnten Minute der Verlängerung.
Vor sechs Jahren spielte der SC Paderborn 07 unter Steffen Baumgart in der Bundesliga. Nach dem Abstieg machte der Coach im Unterhaus weiter, bevor Lukas Kwasniok das Vertrauen bekam - und die Ostwestfalen stets in die Spitzengruppe führte. Aber Ralf Kettemann ist nun derjenige, der den SCP07 wieder zurück in die Beletage geführt hat! Der Trainernovize, der bislang im Nachwuchsbereich unterwegs gewesen war, schafft den großen Sprung direkt in seinem ersten Jahr als Cheftrainer einer Profi-Mannschaft. Und dabei überzeugte der 39-Jährige nicht nur mit Taktik und Sachverstand, sondern auch mit Lockerheit und Authentizität. Und die Basis für den Aufstieg wurde bereits in der ersten Saisonhälfte gelegt, als die Ostwestfalen gleich acht Siege am Stück feierten.
Darunter war ein furioser 4:3-Sieg gegen Arminia Bielefeld, aber schon zu dem Zeitpunkt war auffällig, dass Paderborn besonders mit der nötigen Effizienz glänzte. Insgesamt holte die Kettemann-Elf nur zwei Mal in dieser Saison einen Sieg mit einem Unterschied von drei Treffern - aber dafür gab Paderborn auch nur selten die Spielkontrolle aus der Hand. Einziges Manko? Ausgerechnet in den Spielen gegen die direkten Konkurrenten siegte der SCP07 nie. Andernfalls wäre der Aufstieg womöglich schon früher klar gewesen. So geht es nun für die Ostwestfalen wieder in die Bundesliga rauf, obwohl der SCP07 vor Saisonbeginn noch Cheftrainer Kwasniok (1. FC Köln) und kurz darauf auch noch Sportchef Benjamin Weber (FC Augsburg) verlor. Kettemann und Lange heißen nun die Erfolgsmacher.







































