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·21. Februar 2026

Remis im hitzigen Derby zwischen HSV und Bremen

Artikelbild: Remis im hitzigen Derby zwischen HSV und Bremen

Ohne Siegerinnen endete das Nordderby in der Google Pixel Frauen-Bundesliga. Aufsteiger Hamburger SV und der SV Werder Bremen trennten sich am 19. Spieltag nach einem intensiven Duell 1:1 (1:0). Während der HSV den Abstand zu einem Abstiegsplatz zumindest vorerst auf drei Punkte vergrößerte, verpassten die Gäste durch ihr drittes Remis nacheinander den möglichen Sprung auf Rang drei.

Vor 12.276 Zuschauer*innen, die im Volksparkstadion für einen neuen Vereinsrekord der HSV-Frauen für ein Ligaspiel sorgten, gelang Sophie Hillebrand (18., Foulelfmeter) das Führungstor für die Gastgeberinnen. Noch vor der Pause hatte die Österreicherin bei einem weiteren Strafstoß die Chance, auf 2:0 zu erhöhen, scheiterte diesmal jedoch an Bremens Torhüterin Mariella El Sherif (42.). Nach der Pause erzielte Werder-Torjägerin Larissa Mühlhaus (63.) ebenfalls per Foulelfmeter den Ausgleich.


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In der Schlussphase sah die bereits ausgewechselte Bremer Kapitänin Lina Hausicke wegen einer Unsportlichkeit außerhalb des Spielfeldes die Gelb-Rote Karte (90.+4). Sie wird ihrem Team in der nächsten Meisterschaftspartie fehlen.

Victoria Schulz: "Viel Action"

"Es war ein sehr hitziges Spiel mit vielen Zweikämpfen und vielen Fouls", sagte die gebürtige Hamburgerin und frühere HSV-Spielerin Larissa Mühlhaus im Interview. "Nachdem wir zwischenzeitlich 0:1 in Rückstand geraten waren, müssen wir mit dem Remis zufrieden sein. Wir haben in der Offensive oft den einen Haken zu viel gemacht."

Werder-Abwehrspielerin Michelle Ulbrich erklärte: "Es ging von Beginn an hin und her, es war ein Hauen und Stechen um jeden Ball."

HSV-Torschützin Sophie Hillebrand meinte: "Es war ein geiles Derby. Das Unentschieden ist aus meiner Sicht gerecht, das Spiel hätte aber auch in beide Richtungen kippen können. In der zweiten Halbzeit haben wir ein wenig den Zugriff verloren. Deshalb ist es unter dem Strich positiv für uns, einen wichtigen Zähler geholt zu haben."

Hamburgs Defensivspielerin Victoria Schulz betonte: "Es war viel Action im Spiel, die Fans wurden gut unterhalten. Es ist schade, dass wir den zweiten Elfmeter nicht verwerten konnten. Aber wir nehmen den Punkt gerne mit."

Beide Teams unverändert

HSV-Trainerin Liese Brancao hatte nach dem 4:0-Auswärtscoup bei der TSG Hoffenheim keinen Grund, Umstellungen vorzunehmen. Die Brasilianerin setzte deshalb im Nordderby auf eine unveränderte Anfangsformation.

Kurios: Wegen der witterungsbedingten Absagen der beiden geplanten Heimspiele gegen den VfL Wolfsburg und den FC Bayern München war auch der SV Werder zuletzt gegen Hoffenheim im Einsatz (0:0). Auch Bremens Trainerin Friederike "Fritzy" Kromp verzichtete auf Veränderungen in ihrer Startelf.

Nicht mitwirken konnten beim SV Werder neben Rieke Dieckmann, die an Knieproblemen laboriert, auch weiterhin Michaela Brandenburg und Sharon Beck, die sich im Aufbautraining befinden. Tuana Mahmoud (Kreuzbandriss) und Caroline Siems (Knieverletzung) fallen noch für längere Zeit aus.

Sophie Hillebrand souverän

Die Bremerinnen, die das Hinspiel vor 37.000 Fans im ausverkauften Weserstadion durch zwei Elfmetertore von Larissa Mühlhaus 2:0 gewonnen hatten, verzeichneten auch beim erneuten Aufeinandertreffen die ersten beiden Abschlüsse durch Maja Sternad. Wirklich gefährlich wurde es dabei aber nicht. Auf der Gegenseite prüfte die einmal mehr sehr auffällige U 19-Nationalspielerin Lotta Wrede mit einem Distanzschuss Werder-Torhüterin Mariella El Sherif.

Der erste Strafstoß der Begegnung führte zur Hamburger Führung. Im Zweikampf mit Bremens Innenverteidigerin Michelle Ulbrich kam HSV-Angreiferin Melanie Brunnthaler zu Fall. Den folgenden Foulelfmeter verwandelte Sophie Hillebrand souverän zum 1:0 (18.).

Die Gäste reagierten mit wütenden Angriffen, hatten deutlich mehr Ballbesitz und drängten auf den Ausgleich. Ernsthaft in Verlegenheit bringen konnten sie Hamburgs Torhüterin Lea Paulick aber nur selten. So war ein Kopfball von Larissa Mühlhaus nicht wuchtig genug, um Lea Paulick zu beeindrucken. Ein Drehschuss von Medina Desic, ebenfalls nach Vorlage von Kapitänin Lina Hausicke, ging deutlich über den Kasten. Bei einem weiteren Abschluss von Medina Desic von der Strafraumkante bekam Lea Paulick aber noch die Finger an den Ball.

Zweiter Strafstoß pariert

In der Schlussphase der ersten Halbzeit bot sich dem HSV die große Chance, auf 2:0 zu erhöhen. Lotta Wrede, die sich mit einem sehenswerten Solo durch den Bremer Strafraum gedribbelt hatte, wurde beim Klärungsversuch von Michelle Weiß am Fuß getroffen, so dass Schiedsrichterin Karoline Wacker erneut auf den Punkt zeigte. Diesmal konnte Sophie Hillebrand ihre österreichische Landsfrau und Nationalmannschaftskollegin Mariella El Sherif aber nicht überwinden. Die Torhüterin hatte die Ecke geahnt und den Strafstoß pariert (42.).

So blieb es bis zur Pause bei der knappen HSV-Führung. Wermutstropfen für die Gastgeberinnen: Kapitänin Pauline Machtens musste nach einem Kopftreffer schon während der ersten Halbzeit verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Für sie kam Victoria Schulz nach abgesessener Rotsperre in die Partie.

Lea Paulick hält Punkt fest

Zu Beginn des zweiten Durchgangs ging es zunächst ohne weitere Wechsel weiter. In der Anfangsphase spielte sich das Geschehen weitgehend im Mittelfeld ab. Das änderte sich aber nach einer knappen Stunde. Zunächst konnte Lea Paulick einen Schuss von Medina Desic noch aus dem rechten Eck fischen. Kurz darauf brachte jedoch Paulina Bartz an der Strafraumgrenze Larissa Mühlhaus zu Fall. Diesmal durfte der SV Werder vom Punkt antreten - und die gefoulte Spielerin selbst ließ Lea Paulick beim 1:1 (63.) keine Chance. Es war bereits ihr zehnter Saisontreffer, acht davon per Strafstoß.

Im weiteren Spielverlauf blieben die Gäste von der Weser am Drücker, waren aber oft beim letzten Abspiel oder beim Abschluss zu ungenau. Die beste Bremer Chance in der Schlussphase hatte die aufgerückte Abwehrspielerin Michelle Ulbrich, die nach einem Eckball von Larissa Mühlhaus den Hamburger Kasten mit einem Volleyschuss nur knapp verfehlte. Nahezu im Gegenzug hatte Sophie Hillebrand das Hamburger Siegtor auf dem Fuß, verzog aber freistehend vor Mariella El Sherif deutlich. In der Nachspielzeit hielt Hamburgs Torfrau Lea Paulick das Remis mit einer Fußabwehr gegen die eingewechselte Verena Wieder fest.

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