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·15. März 2026

Remis vor Rekordkulisse: Jena und HSV trennen sich 1:1

Artikelbild: Remis vor Rekordkulisse: Jena und HSV trennen sich 1:1

Im Kampf um den Klassenverbleib in der Google Pixel Frauen-Bundesliga gab es am 20. Spieltag zwischen dem FC Carl Zeiss Jena und dem Hamburger SV keine Gewinnerinnen. Der Tabellenletzte und der Aufsteiger, der direkt über dem Strich rangiert, trennten sich nach einer umkämpften Begegnung 1:1 (1:1). Damit trennen beide Teams weiterhin fünf Punkte.

Die 4125 Fans im Ernst-Abbe-Sportfeld bedeuteten dabei für eine neue Rekordkulisse für die FCC-Frauen. Für die bisherigen Bestmarke hatten 3074 Zuschauer*innen vor etwas mehr als zwei Jahren im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den FC Bayern München (0:3) gesorgt.


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Olivia Alcaide (2.) brachte Jena bereits in der Anfangsphase in Führung. Paulina Bartz (17.) gelang aber nur wenig später der Ausgleich. Obwohl der HSV nach der Roten Karte für Annaleen Böhler wegen einer Notbremse (57.) lange Zeit in Unterzahl spielen musste, blieb es letztlich beim 1:1. Dadurch vergrößerten die Hamburgerinnen den Abstand zu einem Abstiegsplatz auf drei Punkte.

Trainer Kästner: "War mehr drin"

"Es war mehr für uns drin", sagte Florian Kästner, Trainer des FC Carl Zeiss Jena, im Interview. "Wir sind gut ins Spiel gestartet, die erste Halbzeit war insgesamt ausgeglichen. Nach der Pause hätten wir in Überzahl einige Situationen besser ausspielen müssen. Es war jedoch ein couragierter Auftritt, die Einstellung hat gestimmt. In dieser Verfassung können wir es jedem Gegner schwer machen."

HSV-Torschützin Paulina Bartz erklärte: "Wir hatten uns mehr vorgenommen. Nach dem frühen Rückstand waren wir meiner Meinung nach die bessere Mannschaft, haben es auch in Unterzahl gut gemacht. Dass ich mein erstes Tor erzielt habe, macht mich glücklich. Drei Punkte wären mir allerdings lieber gewesen."

Hamburgs Kapitäin Pauline Machtens meinte: "Wie erwartet war es ein sehr kampfbetontes Spiel. Durch die lange Unterzahl können wir mit dem 1:1 zufrieden sein."

Fußverletzung bei Lisa Gora

Nach dem Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals durch den 4:1-Heimsieg gegen den Zweitligisten SC Sand hatte Jenas Trainer Florian Kästner keinen Grund für zahlreiche Umstellungen. Daher ließ er auch nur auf zwei Positionen rotieren. Für Noemi Gentile und Gwendolyn Mummert liefen Josephine Bonsu und Elena Mühlemann von Beginn an auf.

Insgesamt konnten die Thüringerinnen personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Lediglich Lisa Gora, die mit einer Fußverletzung vorerst ausfällt, sowie die beiden Rekonvaleszentinnen Fiona Gaißer und Hannah Mesch, die noch Trainingsrückstand aufweisen, stehen aktuell nicht zur Verfügung.

Beim Hamburger SV entschied sich Trainerin Liese Brancao gegenüber dem DFB-Pokalspiel gegen den Titelverteidiger FC Bayern München (0:3) für drei Veränderungen in ihrer Anfangsformation. Jonna Wrede, Sophie Hillebrand und Melanie Brunnthaler kehrten in die Startelf zurück. Dafür nahmen Nigar Mirzaliyeva, Victoria Schulz und Maria Mikolajova zunächst auf der Bank Platz.

Blitzstart dank Olivia Alcaide

Die Gastgeberinnen legten einen Blitzstart hin. Nach Vorarbeit von Isabella Jaron und Melina Reuter traf Jenas Winterzugang Olivia Alcaide aus kurzer Entfernung zum 1:0 (2.). Für die 28 Jahre alte Schwedin war es beim sechsten Einsatz für den FCC bereits das fünfte Tor. Allein im Pokalspiel gegen Sand war sie dreimal erfolgreich.

Der HSV hatte kurz darauf Glück, nicht noch deutlicher in Rückstand zu geraten. Als Melina Reuter von der Strafraumgrenze abgezogen hatte, prallte der Ball von der Unterkante der Latte ins Spielfeld zurück. Stattdessen glichen die Hanseatinnen aus. Eine Flanke von Camilla Linberg von der linken Seite verlängerte Paulina Bartz mit dem Fuß zum 1:1 (17.) ins lange Eck. Für die 20-Jährige, die vom Ligakonkurrenten Bayer 04 Leverkusen ausgeliehen wurde, war es das erste Tor in der höchsten deutschen Spielklasse.

Nach dem Ausgleich bekamen die Gäste Oberwasser. Die auffällige Lotta Wrede und Camilla Linberg scheiterten mit ihren Abschlüssen jedoch an Jenas Torfrau Jasmin Janning. Erst kurz vor der Pause tauchte der FCC noch einmal gefährlich vor dem gegnerischen Tor auf. Olivia Alcaide verzog jedoch aus vielversprechender Position knapp.

Annaleen Böhler sieht Rot

Auch in der zweiten Halbzeit lieferten sich die beiden Teams ein intensives Duell mit zahlreichen Zweikämpfen, aber nur noch wenig Spielfluss. Ab der 57. Minute war der FC Carl Zeiss Jena dann in Überzahl, weil Annaleen Böhler gegen die alleine auf das Tor zulaufende Olivia Alcaide kurz vor dem Strafraum die Notbremse gezogen und von Schiedsrichterin Selina Menzel die Rote Karte gesehen hatte.

Dennoch hielt der HSV die Begegnung offen, suchte auch weiterhin den Weg nach vorne. Dadurch kamen die Gastgeberinnen sogar mehrfach zu schnellen Kontern. Klare Tormöglichkeiten blieben allerdings lange Zeit Mangelware.

Erst in der Schlussphase sorgte eine Jenaer Freistoßvariante für Gefahr. Die eingewechselte Noemi Gentile legte flach für Josephine Bonsu auf, die den Ball jedoch knapp über das Tor setzte. In der Nachspielzeit hatte die eingewechselte HSV-Stürmerin Christin Meyer noch die große Chance zum Siegtreffer für die Gäste. Aus rund 30 Metern hob sie den Ball etwas überhastet über Torhüterin Jasmin Janning, aber auch über die Latte.

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