Rodri hat schon jetzt das Herz von Barça erobert 🔵🔴 | OneFootball

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·23. September 2026

Rodri hat schon jetzt das Herz von Barça erobert 🔵🔴

Artikelbild:Rodri hat schon jetzt das Herz von Barça erobert 🔵🔴

391 Pässe, 368 davon angekommen. 94,12 Prozent Passquote. Kein Mittelfeldspieler in La Liga kommt in dieser Saison auch nur in die Nähe dieser Zahl. Und das nach gerade mal ein paar Wochen im neuen Trikot des FC Barcelona. Ehrlich gesagt: Hat irgendjemand ernsthaft daran gezweifelt, dass Rodri das kann?

Vom Ballon d’Or zum Härtefall zum Weltmeister-Kapitän

Kleine Erinnerung, falls sie irgendwie verblasst ist: Rodri gewann 2024 den Ballon d’Or, riss sich dann fast im selben Atemzug das Kreuzband und fiel den Großteil der folgenden Saison aus. Kommt bei Manchester City wieder rein, führt Spanien im Sommer als Kapitän durch die XXL-WM in Nordamerika, nimmt den Pokal von Infantino entgegen – und wechselt danach für rund 65 Millionen Pfund (umgerechnet etwa 75 Millionen Euro) zu Barça, nachdem er City klipp und klar gesagt hatte: nur Barcelona. Real Madrid guckt in die Röhre, obwohl man dort früh mitgeboten hatte. Diese Geschichte hätte man sich kaum besser ausdenken können.


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Warum niemand ihm den Ball abnimmt

Hansi Flick hat ihn behutsam eingeführt, das war schon vorher klar. Aber was seitdem passiert ist, ist trotzdem beeindruckend. 28 Minuten gegen Athletic Club, 22 von 24 Pässen angekommen. 27 Minuten gegen Rayo Vallecano, 30 von 30 – perfekte Quote, keine einzige Fehlpass. Gegen Valencia dann schon eine gute Stunde: 82 von 83. Und gegen Levante, mit steigender Spielzeit: 105 von 109 Pässe, dazu alle zwölf versuchten langen Bälle im Ziel. Das ist nicht nur Ballbesitz-Kosmetik im Mittelfeld – das ist einer, der das Spiel von hinten komplett umschalten kann, wann immer er will.

Und dann Sevilla: 66 von 67 Pässen, 86 Ballkontakte beim 3:1-Sieg. Macht in Summe 26 akkurate lange Bälle und fünf Chancen kreiert – Rodri liefert also nicht nur sicheres Rumgeschiebe, sondern auch echte Wege, gegnerische Abwehrreihen zu knacken.

Pedri und Rodri – die Debatte, die keine sein sollte

Kurz vor dem Transfer wurde ja munter diskutiert, ob zwei so ballsichere, eher tempolose Sechser/Achter überhaupt zusammenpassen. Pedri hat das nach dem 5:0 gegen Valencia selbst beantwortet: Es sei „sehr angenehm“, mit Rodri zu spielen, beide könnten problemlos zusammen auf dem Platz stehen. Und ganz ehrlich, die Zahlen sprechen für sich: Barça startete mit sieben Pflichtspiel-Siegen in Serie in die Saison – Vereinsrekord –, dazu 28 Ligatore aus sechs Spielen. Wer da noch von „Kompatibilitätsproblemen“ redet, hat vermutlich die Tabelle nicht gesehen.

Der Haken an der Sache

Aber – und das ist ein großes Aber – Rodris Verletzungshistorie ist real, und Flicks Spielstil ist alles andere als schonend. Hohe Abwehrkette, aggressives Anlaufen, ständige Umschaltmomente: körperlich brutal teuer, und zwar für jeden im Kader. Ob ein 30-Jähriger mit Kreuzbandriss in der Vorgeschichte eine komplette Saison in allen Wettbewerben so durchsteht, ist tatsächlich die offene Frage. Genau deshalb managt Flick seine Minuten bislang so vorsichtig, auch wenn’s dem Auge manchmal fast übertrieben vorsichtig vorkommt.

Am 24. oder 25. Oktober kommt Real Madrid ins Camp Nou – der Klub, der Rodri im Sommer nicht bekommen hat. Bis dahin warten noch Getafe und Real Betis. Fünf Wochen, die zeigen werden, ob diese Harmonie im Mittelfeld eine Eigenschaft dieser Mannschaft ist – oder nur eine Eigenschaft eines bislang gnädigen Spielplans. Aber wenn man sieht, wie mühelos Rodri sich reingefügt hat: Wetten würde ich gegen ihn aktuell nicht.

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