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·23. Juni 2026
Ronaldo lässt die Kritiker verstummen: Portugal überrollt Usbekistan und holt ersten WM-Sieg

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·23. Juni 2026

Schafft Mitfavorit Portugal die Wiedergutmachung? Nach dem enttäuschenden 1:1-Unentschieden zum WM-Auftakt gegen die DR Kongo und einigen Unruhen rund um Galionsfigur Cristiano Ronaldo wollte die Selecao im zweiten Gruppenspiel eine Reaktion zeigen und einen wichtigen Schritt in Richtung Weiterkommen gehen. Gegen Gegner Usbekistan ging das Team von Trainer Roberto Martinez erneut als klarer Favorit in die Partie.
„Dieses Unentschieden wird uns nicht unterkriegen. Im Gegenteil, es wird uns stärken. Wir werden mehr Chancen kreieren und mehr Tore schießen.“ Martinez zeigte sich im Vorfeld des Spiels vom ernüchternden Turnierauftakt seines Teams unbeirrt. Dennoch nahm der Spanier zwei Veränderungen in der Startelf vor. Für Tomas Araujo begann in der Innenverteidigung der wieder genesene Ruben Dias, statt Bernardo Silva startete Joao Felix und sollte dabei helfen, die biedere Offensive in Gang zu bringen.
Der Plan ging direkt zu Beginn auf. Portugal verschwendete keine Zeit und startete auf Anhieb die ersten gefährlichen Angriffe. Nach zwei gespielten Minuten bediente Joao Neves im Sechzehner Bruno Fernandes, der Schuss des Spielmacher rauschte nur knapp über die Latte.
Wenige Minuten später war es dann soweit. Joao Cancelo startete über die rechte Seite einen explosiven Antritt und brachte eine scharfe Flanke in Richtung des ersten Pfostens. Dort war Ronaldo clever eingelaufen und vollstreckte aus kurzer Distanz per technisch anspruchsvollem Halb-Volley zur Führung. Die Kritiker waren vorerst verstummt (6.).

Foto: Getty Images
Portugal trat nicht auf die Bremse, sondern übte weiter großen Druck aus. Pedro Neto holte einen Freistoß kurz vor der Sechzehnerkante heraus. Während alle Welt mit einem Versuch des in typischer Manier positionierten Ronaldo rechnete, nahm sich stattdessen Nuno Mendes der Sache an, und jagte das Spielgerät humorlos ins linke untere Toreck, Usbekistan-Keeper Abduvokhid Nematov konnte den Einschlag nicht verhindern (17.).
Die 2:0-Führung war beruhigend, der Spielfluss der Portugiesen wurde jedoch durch die übliche Hydration Break unterbrochen. Die Selecao wurde etwas nachlässig, und überstand einen Schreckmoment. Azizjon Ganiev schweißte nach Balleroberung aus 18 Metern traumhaft zum vermeintlichen Anschlusstreffer ein, das Tor wurde allerdings aufgrund eines vorangegangenen Fouls an Joao Cancelo zurückgenommen (29.).
Stattdessen bekam Ronaldo seinen zweiten großen Auftritt an diesem Abend. Im Zuge eines Konters bediente Fernandes per traumhaftem Steckpass seinen Kapitän, von halbrechts legte CR7 den Ball clever an Nematov vorbei ins lange Eck zum 3:0 (39.). Kurz vor der Halbzeit war im Prinzip die Vorentscheidung bereits gefallen.
Genau mit diesem Wissen ging Roberto Martinez in die Pause und nahm zu Beginn der zweiten Halbzeit zwei Wechsel vor. Francisco Conceicao und Nelson Semedo ersetzten Neto und Cancelo. Nach Wiederanpfiff wurden jedoch zunächst die Usbeken mutiger. Abbosbek Fazyullayev prüfte Diogo Costa (52.), kurz darauf verfehlte Otabek Shukurov das Gehäuse nur knapp (55.).
Grundsätzlich gefährdete das den portugiesischen Sieg allerdings nicht. Besiegelt wurde das eindeutige Ergebnis durch das 4:0. Eine flache Ecke auf den kurzen Pfosten lenkte Joao Felix per Hacke gefährlich vors Tor, im Getümmel traf ManCity-Star und Innenverteidiger Abdukodir Khusanov unglücklich ins eigene Netz (60.).

Foto: Getty Images
Die Messe war zu diesem Zeitpunkt natürlich gelesen, in der Folge prägten viele Wechsel das Bild. Dazu gesellten sich vereinzelte portugiesische Angriffe. Ronaldo prüfte noch einmal Nematov, für den dritten Tagestreffer reichte sein satter Abschluss allerdings nicht (74.). Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Rafael Leao. Eine flache Hereingabe von Semedo landete abgefälscht beim Mann vom AC Mailand, der aus knapp elf Metern sehenswert ins linke obere Kreuzeck zum 5:0-Endstand traf (87.).
Portugal gelingt am Ende eindrucksvoll die Wiedergutmachung und ist nun endgültig im Turnier angekommen. Mit vier Punkten nach zwei Spielen sollte es nun um ein Weiterkommen gut stehen, viel hängt in der Konstellation der Gruppe K aber vom Duell zwischen Kolumbien und der DR Kongo (Mittwoch, 04:00 Uhr) ab. Am letzten Spieltag trifft Portugal dann auf die Kolumbianer, die Usbeken haben nach der zweiten Niederlage im zweiten Spiel und einer Tordifferenz von -7 nur noch theoretische Chancen auf das Sechzehntelfinale.







































