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·1. Oktober 2026
Rooney will die Meisterschaft von 2012 nicht geschenkt haben

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Wayne Rooney würde eine nachträglich zugesprochene Meistermedaille für die Saison 2011/12 nicht annehmen – und stellt sich damit gegen seine früheren Mitspieler Rio Ferdinand und David de Gea, die nach dem Schuldspruch gegen Manchester City genau das fordern. Das berichten BBC und dpa übereinstimmend; über Sanktionen ist noch nicht entschieden.
Der Hintergrund: Eine unabhängige Kommission hat City am 25. September in 114 von 115 Anklagepunkten für schuldig befunden, wie The Athletic zuerst berichtete. Laut BBC will der Klub Berufung einlegen. Welche Strafe folgt, steht aus – und damit auch, ob Titel überhaupt angetastet werden.
Ferdinand und de Gea meldeten sich noch am Tag des Urteils in den sozialen Medien. Ferdinand kündigte eine weitere Medaille für seine Vitrine an, de Gea fragte auf X, wie viele Meistertitel er denn nun gewonnen habe. Der Spanier stand 2011/12 und 2017/18 im Tor, beide Male wurde United hinter City Zweiter.
Rooney sieht das anders. Im Podcast „Stick to United“ sagte er: „I don’t think we deserve it.“ Seine Begründung laut BBC: United habe in jener Saison nicht genug getan, um Meister zu werden, und sei schlicht nicht Erster geworden. Mit seinen fünf Titeln sei er zufrieden. Mehr dazu im Bericht von Sports Illustrated.
Bemerkenswert ist ein zweiter Punkt. Rooney äußerte Mitgefühl für die damaligen City-Profis: Wenn Spieler nicht wüssten, was über ihren Köpfen geschehe, wäre der Verlust ihrer Medaillen für sie verheerend. Milde gegenüber dem Klub ist das nicht – er rechnet laut BBC mit einem Zwangsabstieg.
Rooneys Argument hat eine sportliche Grundlage. United führte die Tabelle im April 2012 mit acht Punkten Vorsprung an und verspielte ihn in den letzten sechs Spielen. Am Ende standen beide Klubs bei 89 Zählern; Citys Tordifferenz von +64 schlug Uniteds +56. Sergio Agüeros Tor gegen QPR in der Nachspielzeit des letzten Spieltags entschied die Meisterschaft.
Betroffen wären nach dpa-Angaben drei City-Titel aus dem Zeitraum der Vorwürfe:
Die Tabelle zeigt, warum die Debatte an 2011/12 hängt: Knapper kann ein Titel nicht vergeben werden. 2017/18 dagegen wäre United mit 19 Punkten Rückstand Meister geworden.
Die Frage „Gehört der Titel jetzt United?“ überspringt zwei Schritte. Erst müsste die Kommission Titel aberkennen, dann müsste die Liga sie neu vergeben. Das eine folgt nicht aus dem anderen.
Der bekannteste Vergleichsfall ist Calciopoli. Juventus verlor 2006 zwei Meisterschaften: Die von 2005/06 ging an Inter, die von 2004/05 wurde nicht neu vergeben und steht bis heute ohne Meister in den Büchern. Beide Varianten sind also denkbar – und in der Premier League gibt es keinen Präzedenzfall.
Über Medaillen entscheidet zuerst das Strafmaß, danach die Berufung, für beides gibt es noch keinen Termin. Bis dahin streiten drei frühere Mitspieler über einen Titel, den niemand angeboten hat – und der Einzige, der ihn ablehnt, hat das sportliche Argument auf seiner Seite.
Soll United den Titel von 2012 bekommen?
Ja
oder
Nein
50 % Ja
50 % Nein







































