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·7. Juli 2026
Rot-Skandal, Trump und „make WM-Gastgeber great again“ – Es ging schief

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·7. Juli 2026

USA gegen Belgien 1:4 (1:2) in der Nacht zum Dienstag im Achtelfinale der WM in Seattle– Die Partie wurde durch den Skandal um die zurückgenommene Rote Karte von USA-Stürmer Folarin Balogun überschattet. Diese Pikanterie änderte aber nichts daran, dass der WM-Gastgeber weiterhin früh raus ist.
Die Fußballwelt dürfte das „Aus“ der USA nach dem Eingriff von US-Präsident Donald Trump (80 / Republikaner) und dem von ihm selbst zugegebenen Anruf bei FIFA-Boss Gianni Infantino mit Erleichterung zur Kenntnis genommen haben.
„Le Jour de Coupe est arrivé“, der Tag des Pokals ist da, so jubelte die französische Zeitung Le Monde am 14. Juli 1998.
Mit ihrem überzeugenden Finalsieg gegen die Brasilianer zogen „Les Bleus“ in die Reihe der siegreichen WM-Gastgeber ein.
Aber: Eine Bevorteilung der Gastgeber wie nun in den USA ließ sich auch 1934 im faschistischen Italien, 1966 mit dem „dritten Tor“ von Wembley durch Sir Geoff Hurst und 1978 in der Militärdiktatur Argentinien nicht von der Hand weisen.
Seit 1998 war mit einem WM-Titelgewinn eines Gastgebers allerdings nur bedingt zu rechnen.
Japan und Südkorea begeisterten ihre Fans 2002 mit mutigen Auftritten.
Auch die Asien-WM ging nicht ohne fragwürdige Entscheidungen zugunsten der Koreaner ab.
2006 lieferte Deutschland bei der Heim-WM ein „Sommermärchen“ und riss ein ganzes Land mit.
Das denkwürdigste „Aus“ eines WM-Gastgebers erlebte aber das hoch favorisierte Brasilien.
Südafrika (2010) und Katar (2022) scheiterten in der Vorrunde.
Dafür brüllte der russische Bär 2018 laut.
Tschertschessow nach dem Spiel gegen Kroatien: „Im Sport gibt es nur einen Pokal. Und wir haben jetzt keine Chance mehr, diesen Pokal zu gewinnen. Wir haben das Land auf den Kopf gestellt, das freut uns.“
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