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·23. September 2026

Rot-Weiß Oberhausen: Die Sehnsucht wird größer

Artikelbild:Rot-Weiß Oberhausen: Die Sehnsucht wird größer

Rot-Weiß Oberhausen eroberte vor dem Testspiel am Donnerstag (23.9.) gegen den S04 in der Regionalliga West die Tabellenspitze. Die aktuelle Form der Mannschaft von Chef-Trainer Sebastian Gunkel spricht dafür, dass sie wieder bis zum Ende um den Aufstieg mitspielt. Dieser gehört zu den langfristigen Zielen des Traditionsclubs, der sich anlässlich des 100-jährigen Jubiläums des Stadions Niederrhein viel vornimmt. Passend dazu verkündeten die Verantwortlichen Anfang September die Verpflichtung eines prominenten Namen, der einst beim S04 zum Profi wurde.

Neun Partien sind in der Regionalliga West absolviert – kein Team gewann bisher so viele wie RWO: Der 3:1-Heimsieg gegen die Reserve von Borussia Mönchengladbach am zurückliegenden Samstag (19.9.) markierte den siebten Streich. Chef-Coach Sebastian Gunkel hob anschließend vor allem die Einstellung seiner Elf hervor: „Wir mussten gerade in der zweiten Halbzeit sehr viel arbeiten. Das hat noch einmal gezeigt, dass diese Liga sehr eng ist und viel Qualität hat. Deshalb muss man Woche für Woche alles aus sich rausholen, um diese Spiele erfolgreich zu gestalten.“


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Gunkel, seit Sommer 2024 im Amt, weiß um die Tücken des Wettbewerbs, in dem jede Saison nur der Meister als Aufsteiger hervorgeht. In der abgelaufenen Spielzeit erfuhren die Oberhausener diese Bürde als Zweitplatzierter hinter Fortuna Köln noch einmal schmerzlich. Mittlerweile drehen sie so inmitten des Ruhrgebiets seit 14 Jahren dieselben Kreise. Für einen Verein, der lange Bestandteil der Zweiten Liga war und zwischen 1969 und 1973 sogar dem deutschen Oberhaus angehörte, wirkt das Rad der Viertklassigkeit bloß auf Dauer zu klein.

Das verdeutlichten die Verantwortlichen um den Vorstandsvorsitzenden Marcus Uhlig im Frühjahr mit der Präsentation der Kampagne: „Wo Wille gewinnt! – #RWO2030“. Diese sieht vor, dass der Club spätestens bis 2030 wieder zu den 50 besten Fußballmannschaften der Republik gehört und somit in jedem Fall zur Dritten Liga. Es wäre eine lang ersehnte Rückkehr.

Die Ambitionen rund ums Stadion Niederrhein unterstrichen die Kleeblätter Anfang September mit der Vorstellung eines besonderen Neuzugangs: Der gebürtige Oberhausener Max Meyer unterschrieb in seiner Heimatstadt. Ausgerechnet gegen seinen Ex-Verein Schalke, bei dem er 2013 den Sprung in die Bundesliga schaffte und insgesamt 192 Mal auf nationaler und internationaler Ebene zum Einsatz kam, soll er nun sein Debüt für Rot-Weiß feiern.

Zu den erfahrenen sowie bekannten Gesichtern gehört neben Meyer auch das von Alexander Mühling. Der 34-Jährige kommt auf immerhin 221 Spiele in der 2. Bundesliga für Holstein Kiel und den SV Sandhausen. Er sowie seine Kollegen freuen sich abseits des Regionalliga-Alltags auf das Kräftemessen mit Königsblau. Das betont Mittelfeld-Dauerbrenner Kerem Yelcin: „Wir haben auf jedes Spiel Bock, aber wenn einer der größten Traditionsvereine Deutschlands nach Oberhausen kommt, ist das natürlich etwas ganz Besonderes.“

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