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·2. Mai 2026

Rückkehr nach drei Jahren: SV Meppen steigt in die 3. Liga auf

Artikelbild:Rückkehr nach drei Jahren: SV Meppen steigt in die 3. Liga auf

Nach drei Jahren Abstinenz ist der SV Meppen zurück in der 3. Liga. Am Nachmittag unterlagen die Emsländer in letzter Sekunde zwar mit 2:3 gegen den Bremer SV, doch weil der VfB Oldenburg am Abend ebenfalls als Verlierer vom Platz, war der vorzeitige Aufstieg mit etwas Verzögerung dann doch noch perfekt. 

Ein souveräner Rückkehrer in die 3. Liga

In den vergangenen Wochen war deutschlandweit insbesondere ein Spieler in aller Munde: Deniz Undav. Die Frage, ob der derzeit in Höchstform auftretende Stürmer des VfB Stuttgart mit zur Weltmeisterschaft in Kanada, Mexiko und den USA darf, wurde von den rund 80 Millionen Bundestrainern hierzulande rauf und runter diskutiert, vom derzeit einzig wahren DFB-Cheftrainer – Julian Nagelsmann – bislang aber nur unzureichend beantwortet. Dass eben jener Stürmer einstmals seine ersten Schritte im Profifußball beim SV Meppen gemacht hat, ist da bereits größtenteils in Vergessenheit geraten. Es war in einer Phase, in der der SVM von 2017 an für sechs Jahre in der 3. Liga kickte (aus dieser Zeit ist nur noch Kapitän und Innenverteidiger Jonas Fedl übrig), ehe es für die Emsländer 2023 als 17. zurück in die Regionalliga Nord ging – da war Undav aber auch schon längst weitergezogen.


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In der Hänsch-Arena könnte nun vielleicht der nächste große Star heranwachsen, zumindest dürfen sich die Meppener Spieler ab der kommenden Saison wieder auf Drittliganiveau beweisen. Souverän drehte das von Lucas Beniermann trainierte Team in den vergangenen Wochen seine einsamen Kreise an der Tabellenspitze und musste bis dato erst drei Niederlagen verkraften. Dem gegenüber stehen ganze 24 Siege (zuletzt zehn am Stück) und starke 77 Zähler nach 32 Spielen. Sehen lassen kann sich auch das Torverhältnis, die Emsländer stellen sowohl den besten Angriff (92 Tore), als auch die beste Defensive (32 Gegentore) und haben mit Julian Ulbricht (25 Treffer) und Oliver Schmitt (16 Tore) zwei echte Torgaranten in ihren Reihen. Vielleicht kommt ja einer von ihnen auch irgendwann mal für die DFB-Elf in Frage – nichts ist unmöglich.

Ein Coach mit Stallgeruch sorgt für den Erfolg

Dass die Meppener nach drei Jahren den Weg zurück in die 3. Liga finden würden, war dabei nach gut einem Drittel der Saison noch nicht unbedingt abzusehen. Zwar stimmte von Beginn an die Form, und auch die Auftritte waren überzeugender Natur, das konnte aber auch der große Konkurrent aus Oldenburg von sich behaupten. Nach elf Spieltagen hatte der VfB unglaubliche zehn Siege gesammelt und den Vorsprung auf den SVM auf vier Zähler ausgebaut. Die Meppener sollten in der Folge aber die höhere Beständigkeit beweisen und für die eine oder andere Machtdemonstration sorgen. So gab es beispielsweise zwei 6:0-Erfolge beim SV Werder Bremen II und gegen den HSC Hannover, einen 5:0-Sieg (erneut gegen die Niedersachsen) und ganze fünfmal ein 4:0.

Beständig zeigte sich der Verein zuletzt aber auch neben dem Platz, als trotz schwacher Rückrunde 2024/25 an Trainer Beniermann festgehalten wurde. Der 35-Jährige entstammt der Region und war von 2019 an zunächst für fünfeinhalb Jahre für die Koordinierung der vereinseigenen Nachwuchsschmiede "JLZ Emsland" beschäftigt. Beniermann, ausgestattet mit dem Lizenzniveau A+  – das entspricht dem höchsten Trainergrad im Nachwuchsbereich – kennt den Verein also wie seine Westentasche und kann sich voll mit dem SVM identifizieren. Das kommt an beim Publikum.

Drittliga-Rückkehr unter Auflagen

Nun darf sich der Coach mit dem Team also in der  3. Liga beweisen, wobei die Lizenz des DFB nur unter Auflagen erteilt wurde. "Die im Rahmen des Lizenzierungsverfahrens formulierten Auflagen sind für den Verein realistisch umsetzbar. Die Entscheidung ist bei uns sehr positiv aufgenommen worden, schafft Klarheit und ermöglicht den vollen Fokus auf den sportlichen Wettbewerb", ließ der ehemalige Zweitligist kürzlich verlauten, ohne näher auf Details einzugehen. Die Euphorie im Emsland ist in jedem Fall groß, das beweist auch der Zuschauerschnitt von über 7.000 Fans pro Partie. Die 3. Liga darf sich also auf einen Rückkehrer mit starker Anhängerschaft freuen.

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