90min
·31. Juli 2026
Rückschlag für Schalke 04: Wechsel von königsblauem Ladenhüter geplatzt

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·31. Juli 2026

Ein finanzieller und personeller Befreiungsschlag für den FC Schalke 04 schien bereits zum Greifen nah, doch nun folgt für den Bundesliga-Aufsteiger der nächste herbe Rückschlag auf dem Transfermarkt. Der geplante und bereits weit fortgeschrittene Transfer des aussortierten Anton Donkor zum griechischen Erstligisten OFI Kreta ist endgültig vom Tisch. Wie die WAZ und die BILD einstimmig berichten, ist der Deal ausgerechnet auf den allerletzten Metern geplatzt. Der kuriose Grund dafür: Zunächst soll der 28-jährige Linksverteidiger selbst mit seiner finalen Zusage gezögert haben. Als Donkor dann schließlich grünes Licht für den Wechsel auf die Mittelmeerinsel geben wollte, habe Kreta plötzlich bereits fest geklärte Vertragsdetails nachträglich zu eigenen Gunsten anpassen wollen. Infolgedessen sind die zähen Verhandlungen endgültig gescheitert.
Für die sportliche Führung in Gelsenkirchen ist diese plötzliche Kehrtwende extrem ärgerlich. Wie 90min bereits in der vergangenen Woche berichtete, hätte der ablösefreie Abgang den Königsblauen einen dringend benötigten finanziellen Spielraum für neue Verstärkungen verschafft. Schließlich muss der Kader für die Herausforderung Bundesliga an einigen Stellen noch dringend optimiert werden.Obwohl Schalke sogar bereit gewesen sein soll, dem Spieler eine lukrative Abfindung in Höhe von rund 100.000 Euro zu zahlen, hätte der Verein durch den Wechsel noch immer über 800.000 Euro an laufenden Gehaltskosten einsparen können. Donkor zählte im Unterhaus mit einem kolportierten Brutto-Gehalt von knapp einer Million Euro zu den absoluten Großverdienern im Kader, spielte sportlich jedoch überhaupt keine Rolle mehr. In der abgelaufenen Aufstiegssaison stand er wettbewerbsübergreifend gerade einmal magere sechs Minuten auf dem Platz – eine desaströse Bilanz für einen Spieler, der zuvor bei Eintracht Braunschweig noch als unangefochtener Stammspieler glänzte. Unter dem aktuellen S04-Trainer Miron Muslic besitzt der Linksfuß folgerichtig keinerlei sportliche Perspektive mehr. Er wurde zuletzt zusammen mit weiteren aussortierten Profis sogar in die U23-Regionalligamannschaft versetzt, wo er sich aktuell fit hält und auf einen neuen Arbeitgeber wartet.
Dass Donkor, dessen laufender Vertrag in Gelsenkirchen noch bis Sommer 2027 Gültigkeit besitzt, in der kommenden Bundesliga-Saison wieder für die Profis der Knappen auflaufen wird, ist praktisch ausgeschlossen. Das Tischtuch zwischen dem Spieler und dem Verein scheint endgültig zerschnitten zu sein. Laut WAZ-Informationen gibt es für den Linksfuß zwar noch weitere Interessenten aus dem europäischen Ausland, konkret sei derzeit allerdings noch keine dieser Spuren. Sportdirektor Frank Baumann und Transferdirektor Max Lüftl müssen somit weiterhin intensiv nach einem Abnehmer für den ausgemusterten Defensivspieler suchen, um das Gehaltsbudget nachhaltig zu entlasten und dringend benötigten Platz für frische Neuzugänge zu schaffen.
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