REAL TOTAL
·1. September 2026
Rüdiger beendet DFB-Karriere: „Voll auf Verein konzentrieren“

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Antonio Rüdiger DFB Nationalmannschaft Deutschland – Foto: Michael Reaves/Getty Images
MADRID. Der Neustart unter Jürgen Klopp beginnt ohne einen Profi von Real Madrid: Antonio Rüdiger hat am Dienstagnachmittag seinen Rücktritt aus der deutschen Nationalmannschaft erklärt. Der 33 Jahre alte Innenverteidiger wird damit künftig nur noch den Königlichen zur Verfügung stehen. „Nach einiger Zeit des Nachdenkens ist für mich der Zeitpunkt gekommen, meine Karriere in der Nationalmannschaft zu beenden und den Weg für die junge Generation frei zu machen“, gab Rüdiger über seine Social-Media-Profile bekannt.
„Als ich 2014 das erste Mal das DFB-Trikot getragen habe, hätte ich es mir in meinen Träumen nicht ausmalen können, dass daraus am Ende 86 Länderspiele werden. Auch wenn der große Titel bei den letzten Turnieren ausblieb und wir manche schmerzhafte Niederlage hinnehmen mussten, war diese Zeit für mich ein extrem besonderes Kapitel, das mich für immer prägen wird“, so der gebürtige Berliner.
Er richtete zudem seinen Dank aus. „Meine Teamkollegen: Für jeden gemeinsamen Zweikampf und den Zusammenhalt in Kabine und Quartier – und vor allem für die Freundschaften, die weit über den Fußball hinaus bleiben werden. Das gesamte Trainer- und Betreuerteam: Danke für das jahrelange Vertrauen und die Arbeit hinter den Kulissen. Ein besonderer Dank geht an Jogi Löw, Hansi Flick und Julian Nagelsmann, die mich auf meiner Reise beim DFB begleitet und geprägt haben. Aber auch an meinen Förderer in der U-Nationalmannschaft Horst Hrubesch. Und natürlich euch Fans: Danke für eure Unterstützung – ganz besonders für die einmalige Atmosphäre bei unserer Heim-EM 2024. Für mich beginnt jetzt ein neues Kapitel, in dem ich mich voll und ganz auf meinen Verein konzentrieren werde. Danke für die gemeinsame Reise. Euer Toni.“
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Rüdiger wird die Nationalmannschaftsunterbrechungen nun nutzen können, um in Madrid zu bleiben und neue Energie zu tanken. In den vergangenen Spielzeiten klagte er angesichts der Dauerbelastung, der er vor allem wegen der Verletztenmisere in der Real-Defensive ausgesetzt war, immer wieder über Wehwehchen – bis er selbst mit ernsthafteren Verletzungen ausfiel. Im Frühsommer 2025 hatte er sich beispielsweise nach monatelangen Beschwerden einer Meniskus-Operation unterzogen.
Im DFB-Team verlor er zuletzt seinen Stammplatz im Abwehrzentrum. Dass er bei der Weltmeisterschaft 2026 in den USA, Kanada und Mexiko dennoch in allen vier Partien zum Zug und auf zwei Startelf-Berufungen kam, lag vordergründig an dem verletzungsbedingten Wegbrechen von Nico Schlotterbeck. Seine Nationalmannschaftskarriere verlief unter dem Strich wenig erfolgreich. Rüdiger hatte bereits die beiden WM-Turniere (2018, 2022) mitgemacht, in denen bereits mit dem Abschluss der Vorrunde Schluss war. Dieses Jahr scheiterte Deutschland im Sechzehntelfinale an Paraguay. Bei der Europameisterschaft 2021 war im Achtelfinale Endstation, 2024 im Viertelfinale. Ein Halbfinale erlebte der Routinier mit dem DFB nie.
Seinen Vertrag in Madrid hat er diesen Sommer um eine Saison bis zum 30. Juni 2027 verlängert, unter José Mourinho scheint er aber nur noch die Rolle des Rotationsspielers inne zu haben. An den ersten beiden Spieltagen gehörte er der Anfangself nicht an, gegen den FC Málaga entlastete Rüdiger dafür Ibrahima Konaté. Die Nummer 22 kam 2022 ablösefrei vom FC Chelsea zu den Merengues, für die er auf 183 Pflichtspiele kommt.
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