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·30. Juni 2026
Sadio Mane: Ein Anführer auf der letzten Mission

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Auf Sadio Mané wartet eine neue Erfahrung. Champions-League-Sieger war er schon, zweimal wurde er zu Afrikas Fußballer des Jahres gewählt, gewann Meisterschaften in England, Deutschland, Österreich, Saudi-Arabien, den Afrika-Cup. Aber ein K.o.-Spiel bei einer WM? Das war dem 34-Jährigen bislang verwehrt geblieben.
2018 in Russland: Wegen der Fairplay-Wertung schied der Senegal in der Vorrunde aus. 2022 in Katar: Mané sah verletzt dabei zu, wie seine Kollegen ins Achtelfinale einzogen. Nun, in Nordamerika, ist sein Moment gekommen – am Mittwoch (22.00 Uhr MESZ/ARD und MagentaTV) im Sechzehntelfinale gegen Belgien. Seine Rolle? Unverändert.
Auch mit 34 Jahren, bei seiner wohl letzten WM, trägt Mané die Hoffnungen des Senegal auf seinen Schultern. Natürlich sei der ehemalige Bayern-Stürmer „nicht mehr ganz so flink wie mit 25“, sagte der frühere senegalesische Nationalspieler El Hadji Diouf über seinen Nachfolger. Aber: „Mit ihm auf dem Platz steigen unsere Chancen, ein Spiel zu gewinnen, auf 60 Prozent.“
Nicht, weil Mané noch immer zuverlässig für jene Glanzmomente sorgen könnte, die ihm allen voran beim FC Liverpool Legendenstatus einbrachten. Sondern, weil er als Anführer und Vorbild vorangeht. Er könne über Mané „fast ein Buch schreiben“, schwärmte Trainer Pape Thiaw nach dem letzten Gruppenspiel gegen den Irak: „Er macht wirklich außergewöhnliche Dinge.“
Beim WM-Viertelfinalisten von 2002 scheinen sie akzeptiert zu haben, dass von Mané selbst keine Kunststücke mehr zu erwarten sind. Umso mehr sei er „für die Mannschaft da, nimmt Einfluss, ist der technische Anführer dieses Teams“, so Thiaw: „Sadio ist wirklich ein Vorbild für den gesamten afrikanischen und den Weltfußball.“
Und für die nächste Generation des Senegal. Ähnlich wie bei Gegner Belgien, wo die einstigen Stars um Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku ihrem Ende entgegengehen, läuft auch im Senegal bereits ein Umbruch. Spieler wie Mané, Innenverteidiger Kalidou Koulibaly (35) oder Rekordnationalspieler Idrissa Gueye (36) stehen vor dem Abschied, von unten stoßen bereits Talente wie der 18 Jahre alte Ibrahim Mbaye nach.
Vor allem für ebensolche jungen Spieler sei es „wichtig, Charakter zu zeigen“, sagte Mané einmal: „Wenn sie mich entspannt, fokussiert und von Anpfiff an bereit sehen, werden sie meinem Beispiel folgen.“ Nicht zuletzt seine Aktionen beim skandalumwobenen Afrika-Cup-Finale gegen Marokko, als Mané seine Mitspieler bei drohendem Spielabbruch auf den Platz zurückbeorderte, brachten dem Rekordtorschützen auch international viel Respekt ein.
Er selbst spiele jedenfalls „mit nur einem Ziel“, sagte Mané: „Wenn meine Karriere zu Ende geht, möchte ich keinen einzigen Zweifel daran haben, was ich für mein Land geleistet habe.“ Für den Senegal zu spielen sei für ihn schließlich „eine Mission – weit mehr als nur ein Fußballspiel.“







































