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·4. April 2025
Sané, Dier, Ulreich: Beim FC Bayern bahnt sich ein Vertrags-Hattrick an

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·4. April 2025
Nach den Verlängerungen ist vor den Verlängerungen. Auch wenn Max Eberl derzeit gehörig unter Druck beim FC Bayern steht, scheint der 51-Jährige im Hintergrund fleißig an weiteren Deals zu arbeiten.
Während rund um Thomas Müller Chaos herrscht, zeigt sich bei anderen Vertragsfragen ein anderer FC Bayern – leise und effektiv. Eric Dier soll bleiben, Sven Ulreich ein weiteres Jahr dranhängen und auch bei Leroy Sané stehen die Zeichen immer mehr auf Verlängerung.
Wie BILD-Chefreporter Tobi Altschäffl im Podcast Bayern-Insider berichtet, sieht es mittlerweile „sehr gut aus“ bei Sané. Der 29-Jährige hat seine Leistungen in den letzten Wochen stabilisiert und bereits signalisiert, dass er für weniger Geld weitermachen will. Demnach steht ein neuer 3-Jahresvertrag bis 2028 im Raum. Sein aktuelles Arbeitspapier läuft am Saisonende aus.
Dem Vernehmen nach kassiert der DFB-Star aktuell noch 20 Millionen Euro pro Saison. Sein neues Fix-Gehalt soll bei 10 bis 11 Millionen Euro liegen. Hinzukommen variable Bonuszahlungen in Höhe von 3 bis 4 Millionen Euro.
Und das Besondere: Max Eberl kann diese Deals theoretisch allein durchziehen. Grund: Der FCB hat eine neue 50-Millionen-Grenze für Vertragsentscheidungen verabschiedet. Heißt im Klartext: Verträge, welche mit Blick auf ihre Gesamtkosten diese Grenze nicht überschreiten, können ohne Zustimmung des Aufsichtsrats abgeschlossen werden. Bisher lag die Wertgrenze für den Vorstand bei 25 Millionen Euro.
Während bei den jüngsten Verlängerungen von Jamal Musiala, Alphonso Davies und Joshua Kimmich der Aufsichtsrat eine tragende Rolle eingenommen hatte, allen voran Klub-Patron Uli Hoeneß, hat Eberl bei Ulreich, Dier und Sané deutlich mehr Freiräume.
Die neue 50-Millionen-Grenze ist ein strategisches Instrument, das Eberl helfen könnte, sich wieder als Macher zu positionieren. Sané verzichtet auf Gehalt, Dier bringt Stabilität, Ulreich Loyalität. Drei Deals, drei Botschaften. Und: ein Signal in Richtung Aufsichtsrat – Eberl agiert, nicht nur reagiert.
Doch die Gefahr bleibt: Wer diese neue Macht zu selbstbewusst nutzt, riskiert Reibung. Gerade bei sensiblen Personalien wie Sané, dessen Marktwert von seiner Form abhängt. FCB-intern herrscht nach wie vor Uneinigkeit, ob man den auslaufenden Vertrag wirklich verlängern sollte. Eberl gilt als klarer Befürworter und droht damit, einen weiteren internen Zwist auszulösen.