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·27. April 2026

Saragossas Keeper Andrade entschuldigt sich für Ausraster

Artikelbild:Saragossas Keeper Andrade entschuldigt sich für Ausraster

Torhüter Esteban Andrade von Real Saragossa bat Gegenspieler Pulido um Verzeihung. Ihm drohen bis zu 16 Spiele Sperre und Konsequenzen durch den Klub.

Nach seinem aufsehenerregenden Ausraster hat Torhüter Esteban Andrade vom spanischen Fußball-Zweitligist Real Saragossa sich für seinen gewalttätigen Kontrollverlust auf dem Feld entschuldigt. "Ich bereue zutiefst, was passiert ist. Das wirft kein gutes Licht auf den Verein, auf die Menschen und auf einen Profi wie mich", sagte der Argentinier am Tag nach seinem Schlag ins Gesicht eines Gegenspielers in einer öffentlichen Erklärung.


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Andrade hatte bei Saragossas 0:1-Niederlage im Abstiegsderby bei SD Huesca Innenverteidiger Jorge Pulido aus dem Team der Hausherren nach einem Wortgefecht wegen einer Schiedsrichterentscheidung zu Boden geschubst. Nach dem fälligen Platzverweis versetzte der 35 Jahre alte Leihspieler von CF Monterrey dem inzwischen wieder aufgestandenen Abwehrspieler mit voller Kraft einen Schlag ins Gesicht. "Ich möchte Jorge um Verzeihung bitten, denn wir sind Kollegen", erklärte Andrade nun am Montag.

Trotz seiner späten Einsicht dürfte der Schlussmann den Endspurt seines Klubs um den Klassenerhalt nur noch als Zuschauer erleben. Das Disziplinarreglement des spanischen Verbandes lässt eine Sperre zwischen elf und 16 Spielen möglich erscheinen.

Auch durch Real muss der Routinier Konsequenzen befürchten: "Wir wurden Zeugen von Szenen, die diesem Sport nicht würdig sind und niemals hätten passieren dürfen", erklärte Saragossas Vereinsführung. Der Klub verurteile "aufs Schärfste, was in diesem Moment geschehen ist, denn dies hat ein für unsere Region besonders wichtiges Fußballspiel in unzumutbarer Weise getrübt - etwas, das nicht hinnehmbar ist. Was unseren Spieler Esteban Andrade betrifft, so wird der Verein die Geschehnisse untersuchen und entsprechende disziplinarische Maßnahmen ergreifen."

Andrade begründete seinen Gewaltausbruch mit einer "Extremsituation". Er habe "die Beherrschung verloren" und letztlich überreagiert: "Ich würde das nicht wieder tun, denn ich bin eine Person des öffentlichen Lebens und ein Profi mit langjähriger Karriere."

Offenbar will der Keeper bei der Festlegung der Strafe für sein Verhalten gar nicht auf sportjuristische Spitzfindigkeiten setzen: "Ich bin bereit", sagte Andrade, "mich den Entscheidungen zu fügen."

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