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·24. Juli 2026

Sarah Mattner & die Ruhe zwischen den Gipfeln

Artikelbild:Sarah Mattner & die Ruhe zwischen den Gipfeln

Bevor Sarah Mattner über Taktik spricht, über Positionen oder Titel, spricht sie auch gerne über Stille. Über Bergseen. Über das Gefühl, das Handy in den Flugmodus zu versetzen. Über Orte, an denen nichts laut ist. Wer der 23-Jährigen zuhört, merkt schnell: Die neue Spielerin der FC Bayern Frauen sucht nicht den großen Auftritt. Sie sucht Klarheit. Im Denken, im Leben – und auf dem Platz.

Die ersten Wochen in München beschreibt sie als äußerst positiv. Vieles sei neu, vieles ungewohnt, doch eines habe sie sofort gespürt: Dieses Umfeld passt zu ihr. „Es ist sehr professionell, sehr strukturiert – und trotzdem familiär“, sagt sie. Genau diese Mischung hatte sie sich von ihrem Wechsel versprochen. Dass sie bereits einige Mitspielerinnen aus den deutschen Nachwuchsnationalmannschaften kannte, erleichterte den Einstieg zusätzlich. Viel wichtiger sei aber gewesen, wie selbstverständlich sie die gesamte Mannschaft aufgenommen habe.


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Ein Sonnenmensch mit reichlich positiver Energie

„Ich würde mich als Sonnenmensch bezeichnen.“ Es ist einer dieser Sätze, die zunächst schlicht wirken und doch erstaunlich viel über Sarah erzählen. Mattner beschreibt sich als stetig positiv und als jemanden, der gerne lacht. Schlechte Stimmung scheint nicht zu ihrem Wesen zu gehören. Stattdessen strahlt sie eine ruhige Zuversicht aus, eine Eigenschaft, die sich durch viele Bereiche ihres Lebens zieht.

Abschalten bedeutet für Sarah nicht immer automtisch Netflix oder Social Media. Es sind die Berge. Schon als Kind war sie mit ihrer Familie häufig in den Alpen unterwegs. Heute sucht sie dort noch immer genau das, was im Alltag eines Profis oft fehlt: Ruhe. „Wenn ich in der Natur bin, schalte ich mein Handy auf Flugmodus.“ Während viele Erholung am Meer suchen, zieht es sie dorthin, wo nur Wind, Wasser und Wälder zu hören sind. Diese Momente seien für sie mehr als Erholung, sie seien ein Ausgleich.

Zwischen Wien und München

Geboren wurde Mattner am 11. Mai 2003 in Wien. Ihre Heimatstadt trägt sie bis heute im Herzen. Die Architektur, das viele Grün, die Lebensqualität. Für sie bleibt Wien eine der schönsten Städte Europas. Für ihre Karriere nahm sie dennoch lange Pendelstrecken in Kauf. Während ihrer Zeit beim SKN St. Pölten fuhr sie regelmäßig zwischen Wien und St. Pölten hin und her. Rund eineinhalb Stunden pro Strecke gehörten zum Alltag, allen voran wegen ihres Medizinstudiums, das sie ganz nebenbei zur Profikarriere absolvierte. Nun beginnt in München ein neues Kapitel. Noch ist ihre Wohnung eher spartanisch eingerichtet. Eine Matratze steht bereits, vieles andere fehlt noch. Kein Sofa, kein Esstisch. Mattner erzählt davon mit einem Lächeln. Es sind die kleinen Geschichten, die zeigen, wie ein neues Leben langsam Form annimmt.

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Profifußball und Medizin – zwei Leidenschaften

Kaum etwas beschreibt Sarah Mattner besser als ihr außergewöhnlicher Weg neben dem Fußball. Schon früh wusste sie, dass sie Medizin studieren möchte. Drei Jahre lang absolvierte sie deshalb parallel zum Profifußball ihr Studium. Ein Balanceakt, der Disziplin und Organisation verlangte. Den Bachelor hat sie bereits abgeschlossen. Das Studium pausiert derzeit bewusst, um sich voll auf den FC Bayern konzentrieren zu können.

Dabei betont sie immer wieder, wie sehr beide Welten voneinander profitiert hätten. Lief es auf dem Platz einmal nicht optimal, fand sie im Studium neue Motivation. War der Kopf nach langen Lerntagen voll, half ihr der Fußball beim Abschalten. Sie weiß bereits heute, was sie nach ihrer Karriere machen möchte – ein Privileg, das längst nicht jede Profisportlerin hat.

Drei Kulturen, eine klare Identität

Geboren in Österreich. Französische Mutter. Deutscher Vater. Sarah Mattner spricht fließend Französisch, ist in Wien aufgewachsen und fühlt sich dennoch eindeutig Deutschland verbunden. Dass sie überhaupt ihren Weg in die deutschen Nachwuchsnationalmannschaften fand, war beinahe Zufall. Erst als bei einer Aufnahme an der ÖFB-Akademie auffiel, dass sie gar keine österreichische Staatsbürgerschaft besitzt, wurde der DFB auf sie aufmerksam. Seitdem durchlief sie nahezu alle deutschen Nachwuchsteams, gewann den Nordic Cup, wurde mit der Fritz-Walter-Medaille ausgezeichnet und erhielt im Frühjahr 2026 erstmals eine Nominierung für die A-Nationalmannschaft.

Der nächste Schritt beim FC Bayern

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Vom First Vienna FC über den SKN St. Pölten bis zum FC Bayern führte Sarah Mattners Weg nie geradlinig, sondern stets über bewusste Entscheidungen. Mit 23 Jahren bringt sie Titel, internationale Erfahrung, taktische Flexibilität und bemerkenswerte Reife nach München.  Doch wer Sarah Mattner kennenlernt, erinnert sich oft nicht zuerst an ihre Erfolge. Sondern an die junge Frau, die lieber von Bergseen erzählt als von Statistiken. Die lieber über Ruhe spricht als über Ruhm. Vielleicht liegt genau darin ihre größte Stärke. Denn in einer Welt, die immer schneller wird, hat Sarah Mattner ihren eigenen Rhythmus gefunden. 

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Wir stellen euch Regina van Eijk und Sophie Proost etwas genauer vor: 

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