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·30. Juli 2026
SC Freiburgs Transfernews: Noah Atubolu wartet auf die Königslösung

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Noah Atubolu trainiert weiterhin getrennt vom Team des SC Freiburg und wartet auf den passenden neuen Klub. Trotz einer starken Vorsaison und zweier DFB-Nominierungen ist der Wechsel des Torhüters kurz vor Ende Juli noch nicht perfekt.

SC-Freiburg-Torwart Noah Atubolu konzentriert beim Bundesliga-Spiel gegen 1. FC Union Berlin im Europa-Park Stadion am 15. März 2026 in Freiburg im Breisgau. Daniela Porcelli / Getty Images
Noah Atubolu gilt als große Zukunftshoffnung für das deutsche Tor. Dennoch erlebt der 24-Jährige derzeit eine ungewöhnliche Vorbereitung. Während seine Mannschaftskollegen vor der beeindruckenden Alpenkulisse im Trainingslager in Schruns arbeiten, absolviert der langjährige Stammtorhüter seine Einheiten allein auf dem Freiburger Vereinsgelände, rund 260 Autokilometer nordwestlich vom österreichischen Trainingsort entfernt.
Bereits in weiten Teilen der Vorbereitung gehörte Atubolu nicht zum Kader des SC Freiburg. Ein Jahr vor dem Vertragsende hatte der gebürtige Freiburger seinen Wunsch nach einem Vereinswechsel hinterlegt. Er möchte sich bei einem Spitzenklub der Premier League für die deutsche Nationalmannschaft empfehlen.
Der Sport-Club stellte sich früh auf den Abgang ein und verpflichtete Mio Backhaus von Werder Bremen. Für den Torhüter zahlte Freiburg die Vereinsrekordsumme von zwölf Millionen Euro. Gemeinsam mit Florian Müller und Jannik Huth bildet Backhaus inzwischen das Torhütertrio der Breisgauer. Das Problem aus Freiburger Sicht: Atubolu ist auch Ende Juli noch beim Europa-League-Finalisten unter Vertrag.
Eine neue Adresse hat der Keeper trotz einer famosen vergangenen Saison und zweier Nominierungen für die deutsche Nationalmannschaft bislang nicht gefunden. SC-Sportdirektor Klemens Hartenbach sieht den Grund vor allem in der besonderen Dynamik des Marktes.
„Vielleicht haben wir alle ein bisschen unterschätzt, wie spät Tempo in diesen besonderen Torwartmarkt kommt“, sagte Hartenbach dem kicker. „Gerade in einem WM-Jahr wollen sich viele Klubs auf der neuralgischen Torhüter-Position nicht so früh festlegen. Die Dominosteine sind noch nicht so gefallen.“
Damit bleibt beiden Seiten nur Geduld. Atubolu trainiert fernab seiner Teamkollegen, während Freiburg auf eine Ablöse von ungefähr 20 Millionen Euro hofft. Medienberichten zufolge lehnte der Schlussmann Angebote der Aufsteiger Hull City und Coventry City ab. Er wartet auf die für ihn bestmögliche Lösung.
Zuletzt wurden Europa-League-Sieger Aston Villa und der AFC Bournemouth mit dem Freiburger in Verbindung gebracht. Auch Juventus Turin soll Interesse gezeigt haben. Atubolu favorisiert jedoch offenbar einen Wechsel nach England. Der Premier League fühle er sich besonders verbunden, da er „von klein auf großer Fan“ der englischen Elite-Liga sei, wie er einst der Sport Bild sagte.
Nach Angaben Hartenbachs könnte die Suche nun konkreter werden. „Gerade ist so ein bisschen der Übergang, dass Noah nach Vorgesprächen der Berater auch selbst persönliche Gespräche mit Vereinen führt“, erklärte der Sportdirektor.
Aus diesem Grund blieb Atubolu für „eine größere Flexibilität“ in Freiburg und reiste nicht mit der Mannschaft nach Schruns. Den Kontakt zu seinem bisherigen Klub beschreibt Hartenbach trotz der schwierigen Situation als eng. Der Austausch sei „weiter wirklich sehr eng und vertrauensvoll“, betonte der Freiburger Funktionär.
Dennoch wollen sowohl der Spieler als auch der Verein möglichst bald Klarheit. Atubolu würde sich nur zu gerne schnell in der Premier League und damit am Sehnsuchtsort seiner Karriere dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp präsentieren. Im deutschen Tor ist die Position zwischen den Pfosten vakant.
Der erneut zurückgetretene Manuel Neuer hatte bereits im vergangenen Jahr lobende Worte für den Freiburger gefunden: „Ihm stehen alle Türen offen für die Zukunft.“ Zunächst muss Atubolu jedoch den passenden Verein finden.







































