Schalke 04 trauert um Manfred Ritschel | OneFootball

Schalke 04 trauert um Manfred Ritschel | OneFootball

In partnership with

Yahoo sports
Icon: FC Schalke 04

FC Schalke 04

·29. Juni 2026

Schalke 04 trauert um Manfred Ritschel

Artikelbild:Schalke 04 trauert um Manfred Ritschel

Manfred Ritschel, der von 1977 bis 1978 als Fußballprofi beim FC Schalke 04 aktiv war, verstarb kurz nach seinem 80. Geburtstag. Dies teilte sein ehemaliger Verein Kickers Offenbach mit. In den letzten Jahren war sein Lebensweg von schweren gesundheitlichen Prüfungen geprägt. Doch trotz mehrerer Herzoperationen und einer Darmkrebs-Erkrankung verlor er nie seinen Lebensmut.

Ende September 1977 wechselte der gebürtige Mittelfranke vom 1. FC Kaiserslautern zum FC Schalke 04. Für die Königsblauen bestritt der gelernte Rechtsaußen – vorwiegend als Rechtsverteidiger eingesetzt – fortan 26 Pflichtspiele, davon 22 in der Bundesliga und vier im DFB-Pokal. Seine letzte Partie gegen 1860 München im Pokal sollte zeitgleich seine einzige in der Saison 1978/1979 im blau-weißen Dress sein.


OneFootball Videos


Am längsten in seiner Karriere spielte Manfred Ritschel zuvor bei Kickers Offenbach, für die er nach deren Bundesliga-Aufstieg auflief. Gemeinsam mit Sigfried Held und Erwin Kostedde bildete er für die Hessen ein gefürchtetes Offensivtrio. In 144 Pflichtspielen erzielte er 28 Tore und empfahl sich mit seinen Leistungen auch für die deutsche Nationalmannschaft.

Für die DFB-Elf lief Ritschel insgesamt dreimal auf – alle Spiele fanden im Frühjahr 1975 statt. Dabei gelang ihm ein Tor, das als das große Highlight in seine Karriere eingehen sollte: Am 27. April lag die deutsche Auswahl im EM-Qualifikationsspiel in Bulgarien mit 0:1 zurück, als dem Team in der 75. Minute ein Elfmeter zugesprochen wurde. Berichten zufolge drückten sich etablierte Stars wie Franz Beckenbauer und Paul Breitner vor der Ausführung. Und so war es Neuling Ritschel, der Verantwortung übernahm, sich den Ball schnappte und eiskalt zum 1:1-Endstand einnetzte.

Im November 1978 wechselte Manfred Ritschel von Gelsenkirchen in seine Heimat zur SpVgg Fürth (heute: SpVgg Greuther Fürth), wo er 1982 seine Karriere nach insgesamt 231 Bundesliga- und 108 Zweitliga-Spielen beendete. Dabei verbuchte er 33 Treffer im Oberhaus und neun in der Zweiten Liga.

Der FC Schalke 04 wird Manfred Ritschel stets ein ehrendes Andenken bewahren.

Impressum des Publishers ansehen