90min
·14. Juli 2026
Schalke flirtet mit Ndiaye und Gosens: Entscheidung hängt auch von Becker ab

In partnership with
Yahoo sports90min
·14. Juli 2026

Die Ausgangslage ist soweit klar: Mit Moussa Ndiaye und Robin Gosens hat der FC Schalke gleich zwei Kandidaten für die gleiche Rolle. Es geht um den Linksverteidiger beziehungsweise wohl eher um den linken Schienenspieler, der zusammen mit dem Counterpart auf der rechten Seite die Dreierkette umrahmen soll.
Sämtliche Outlets sind sich soweit einig: Sowohl mit Ndiaye als auch mit Gosens führt Königsblau konkrete Gespräche. Der eine hat bereits beim S04 überzeugt und müsste vom RSC Anderlecht regelrecht losgeist werden, der andere käme als erfahrener Routinier sowie ausdrücklicher Schalke-Sympathisant und würde von der AC Florenz vielleicht sogar zum Nulltarif abgegeben werden. Hindernisse, Fragezeichen und Vor- wie Nachteile gibt es bei beiden Optionen. Deshalb müssen die Verantwortlichen vorsichtig abwiegen, für welchen der beiden sie sich schlussendlich entscheiden. Denn das Szenario, dass sie sogar beide verpflichten, dürfte wohl auszuschließen sein.
Der Knackpunkt wird wohl Vitalie Becker sein. In ihm hat Schalke ein 21-jähriges Eigengewächs, das aus Bottrop kommt und bereits seit 2013 und damit seit dem achten Lebensjahr der Knappenschmiede angehörte.

Becker im Einsatz beim Testspiel gegen den FC Gütersloh | Christof Koepsel/GettyImages
Grundsätzlich, so macht es den Eindruck, würde Schalke gerne an Becker festhalten. Daher sind auch die Bemühungen, seinen bereits zum nächsten Sommer auslaufenden Vertrag zu verlängern, keine Überraschung. Das Problem: Laut Sky stocken die Verhandlungen zurzeit, die Gespräche liegen zurzeit auf Eis. Die bisherigen Angebote sollen von der Spielerseite abgelehnt worden sein.
Zu den Hintergründen gibt es bislang keine weiteren Informationen. So wäre möglich, dass das Angebot eine Ausstiegsklausel beinhalten soll oder das Gehaltsangebot zu niedrig ausfällt. Gleichzeitig wäre aber ebenso denkbar, dass Becker noch keine Sicherheit hinsichtlich der Planungen mit ihm hat. Immerhin würden sich gänzlich unterschiedliche Perspektiven für ihn ergeben, je nachdem ob der Fokus auf Ndiaye und Gosens fällt.
So hängt die Zukunft von Becker eben maßgeblich mit den weiteren Transferplanungen zusammen. Kurzum: Bleibt Becker auf Schalke und soll ihm nicht die (zukünftige) Perspektive auf regelmäßige Einsatzzeit verbaut werden, wäre Gosens mit seinen 32 Jahren wohl der geeignete Kandidat. Er könnte sich einen guten Konkurrenzkampf mit dem Youngster liefern, zudem würden sie sich gut in ihren Profilen ergänzen. Ndiaye hingegen wäre sicherlich als klarer Stammspieler eingeplant, sodass Becker entweder fest auf die Bank rücken oder gar den Verein verlassen müsste.

Für Florenz wird Robin Gosens nicht weiter aufspielen | Insidefoto/GettyImages
So einfach diese Rechnung auf den ersten Weg auch klingen mag, so kompliziert ist ihre Ausführung. Die übergeordnete Frage: Wer bringt den ersten Dominostein zum Fallen? Wenn Becker mit seiner Vertragsverlängerung wartet, muss Schalke sich zwischen Ndiaye und Gosens und damit auch zwischen den zwei unterschiedlichen Pfaden entscheiden. Entscheidet sich das Eigengewächs jedoch für oder gegen eine Vertragsverlängerung, bevor diese Entscheidung getroffen wurde, wird sie einen entscheidenden Einfluss haben.
Es ist also eine einfach wirkende, schlussendlich aber doch weitaus kompliziertere Ausgangslage. Die zwei Aspekte, also die Becker-Zukunft und der Schienenspieler-Neuzugang, hängen direkt voneinander ab. Und trotzdem ist bislang kaum abzusehen, welche Seite die andere Seite zu einem entsprechenden Entschluss bringt. Eines dürfte jedoch klar sein: Um einen ablösefreien Abgang nicht zu riskieren, wird Becker ohne einen ausgeweiteten Vertrag noch in diesem Sommer verkauft werden müssen.
Weitere Nachrichten rund um Schalke:
Live







































