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·8. Juni 2026
Schalke-Legende Asamoah bekennt: Das sind meine WM-Favoriten

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Er weiß, wie WM geht. Gerald Asamoah (47) lief 43-mal für die deutsche Nationalmannschaft, stand bei den Turnieren 2002 und 2006 im Kader des DFB. Jetzt sprach die Schalke-Legende über die anstehende Fußball-WM in Kanada, Mexiko und den USA.
Als die Fußball-Welt 2006 zu „Gast bei Freunden“ war, so das offizielle Motto, zählte auch Asamoah zu den Auserwählten. Beim 3:0-Erfolg im abschließenden Gruppenspiel gegen Ecuador stand der Stürmer 17 Minuten auf dem Platz. Im Gedächtnis geblieben sind auch seine Fähigkeiten als Kabinen-DJ. Vier Jahre zuvor absolvierte er als Einwechsler drei weitere Begegnungen, darunter das Finale gegen Brasilien (0:2).
Asamoah kennt die Erfolgsformel. „Jeder hatte das Gefühl, wichtig zu sein – auch die Spieler, die nicht regelmäßig auf dem Platz standen“, erinnert er sich im Gespräch mit Absolut Fussball an die WM 2006. Eine wichtige Rolle habe damals Jürgen Klinsmann (61) eingenommen, ist der ehemalige Leiter des S04-Lizenzbereichs überzeugt. Der damalige Bundestrainer habe „eine klare Vision“ gehabt und „es geschafft, uns davon zu überzeugen, dass wir Großes erreichen können“. Der Weg des deutschen Teams führte bis auf Platz drei.
Nicht unbedingt die besten Spieler müssten im Aufgebot stehen, betont Asamaoh. Es komme auf die richtige Zusammenstellung an. „Qualität allein reicht nicht“, sagt der 47-Jährige daher auch. „Wenn die Chemie nicht stimmt, bekommst du Probleme. Ein Trainer muss deshalb genau überlegen, welche Charaktere er mitnimmt. Die erfolgreichsten Mannschaften sind meist die, die als Einheit auftreten.“
Die Entscheidung von Julian Nagelsmann (38) auf Manuel Neuer (40) im Tor zu setzen, hält Asamoah für richtig. Der Keeper des FC Bayern München habe eine „starke Saison hinter sich“ und biete „der Mannschaft Sicherheit“. Und weiter: „Allein seine Präsenz macht etwas mit den Mitspielern, aber auch mit den Gegenspielern. Es stimmt schon: Wenn der Stürmer auf ihn zuläuft, wird das Tor ein Stück weit kleiner.“

Foto: imago images
Das Erreichen des Viertelfinales halte er für „realistisch“, meint Asamoah. Doch die Runde der letzten Acht müsse noch nicht Endstation sein, denn „Deutschland ist eine Turniermannschaft. Wenn die Mannschaft ins Rollen kommt, kann auch mehr möglich sein.“
Die Favoritenrolle schanzt er aber Frankreich und Spanien zu. „Beide Mannschaften haben enorme Qualität“, bekräftigt Asamoah. Doch auch England habe „einen sehr starken Kader“.
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