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·18. Juli 2026

Schalke schießt gegen die DFL: „Das werden wir nicht mehr akzeptieren“

Artikelbild:Schalke schießt gegen die DFL: „Das werden wir nicht mehr akzeptieren“

Der FC Schalke 04 geht bei der Verteilung der TV-Gelder auf Konfrontationskurs. Vorstandschef Matthias Tillmann hält die aktuelle Regelung für ungerecht und kündigt an, sich künftig für einen anderen Verteilungsschlüssel starkzumachen.

Der FC Schalke 04 will die Verteilung der TV-Gelder in der Bundesliga künftig nicht mehr widerspruchslos hinnehmen. Nach dem Wiederaufstieg sieht sich der Verein gestärkt und kündigt an, sich bei der nächsten Vergaberunde für einen anderen Verteilungsschlüssel einzusetzen. Vorstandsvorsitzender Matthias Tillmann machte auf der Mitgliederversammlung deutlich, dass die aktuelle Regelung aus Schalker Sicht die Strahlkraft des Klubs nicht ausreichend berücksichtigt.


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Schalke fordert mehr TV-Geld

„Wir stehen in der TV-Geld-Tabelle vor Elversberg, aber hinter Paderborn und allen anderen Vereinen auf dem vorletzten Platz in der Bundesliga.“ Besonders der Abstand zu Vereinen wie Mainz, Hoffenheim oder Union Berlin sei aus Sicht der Königsblauen nicht nachvollziehbar. Laut Tillmann beträgt die Differenz rund 25 Millionen Euro. Als Begründung verweist Schalke auf seine enorme Reichweite: Der Klub zählt zu den mitgliederstärksten Vereinen Deutschlands, lockt regelmäßig Zehntausende in die Arena und sorgt auch auswärts sowie bei den TV-Einschaltquoten für großes Interesse.

Tillmann verwies zudem auf internationale Beispiele. „In anderen Topligen werden 25 Prozent der Gelder nach Interesse verteilt, in der Bundesliga sind es drei Prozent. Das werden wir nicht mehr akzeptieren.“ Schalke wolle deshalb eigene Vorschläge für eine künftige TV-Geld-Verteilung erarbeiten, die die Attraktivität einzelner Klubs stärker einbezieht.

Finanziell bleibt der Verein trotz der Rückkehr in die Bundesliga allerdings unter Druck. Der Absturz in der TV-Geld-Rangliste infolge der Zweitliga-Jahre macht sich weiterhin bemerkbar. Während Schalke nach dem Bundesliga-Abstieg 2021 noch mehr als 70 Millionen Euro aus den Fernseherlösen erhielt, werden für die kommende Saison nur noch rund 35 Millionen Euro erwartet.

TV-Geld: Schalke sieht sich benachteiligt

Hinzu kommt das weiterhin hohe negative Eigenkapital. Finanzchefin Christina Rühl-Hamers bezeichnete die Verbindlichkeiten von 96 Millionen Euro als „schwerer Stein im Rucksack“. Deshalb muss der Klub weiterhin den Spagat zwischen sportlichen Investitionen und wirtschaftlicher Konsolidierung meistern. Trotz der Fortschritte sieht sich Schalke auf dem richtigen Weg – und will künftig auch bei der Verteilung der TV-Millionen deutlich mehr Einfluss nehmen.

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