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·29. Juli 2026
Schalkes „koreanischer Messi“: Heute der beste Spieler seiner Liga

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Dong-gyeong Lee kam bei Schalke kaum zum Zug. Heute zählt der frühere S04-Profi zu den besten Spielern Südkoreas und dominiert die K-League.
Als Dong-gyeong Lee im Februar 2022 zum FC Schalke 04 wechselte, überschlugen sich die Medien. Bild, Sport1 und Ruhr24 titelten vom „koreanischen Messi“, Sportdirektor Rouven Schröder schwärmte vom „ausgezeichneten Techniker“ und erklärte, der ehemalige Club-Scout André Hechelmann sei extra nach Südkorea gereist, um Lee live zu beobachten.
Doch Lee absolvierte in der Rückrunde der Saison 2021/22 lediglich einen einzigen Pflichtspieleinsatz im Schalker Trikot. Beim 3:1-Sieg gegen Fortuna Düsseldorf stand der Südkoreaner rund 30 Minuten auf dem Platz und deutete sein Potenzial an. Eine Woche später folgte jedoch der Rückschlag: Lee brach sich den Mittelfuß und fiel bis zum Saisonende aus. Schalke stieg als Zweitliga-Meister in die Bundesliga auf, der Offensivspieler konnte daran jedoch kaum mitwirken. Entsprechend entschieden sich die Königsblauen gegen die vereinbarte Kaufoption.
Auch nach seinem Abschied aus Gelsenkirchen verlief die Karriere zunächst nicht geradlinig. Eine Leihe zu Hansa Rostock brachte in zwölf Pflichtspielen lediglich eine Torvorlage. Anschließend folgte die Rückkehr nach Südkorea, wo Lee über eine weitere Station bei Gimcheon Sangmu schließlich bei Ulsan HD endgültig zu alter Stärke zurückfand.
Und bei Ulsan entwickelte sich der 28-Jährige sogar zu einem der besten Offensivspieler des Landes. In der Saison 2024 wurde Lee mit 13 Toren und zehn Vorlagen zum Spieler der Saison in der K-League 1 gewählt und führte Ulsan zum dritten Meistertitel in Folge. Bereits vor seinem Wechsel nach Schalke hatte er mit dem Klub 2020 die asiatische Champions League gewonnen.

Foto: IMAGO
Auch in der laufenden Spielzeit bestätigt Lee seine starke Form. Mit sieben Toren und fünf Vorlagen in 19 Ligaspielen ist er bester Scorer und wertvollster Spieler seines Vereins. Für die südkoreanische Nationalmannschaft absolvierte er bislang 18 Länderspiele und erzielte vier Tore. Bei der vergangenen Weltmeisterschaft gehörte er zwar zum Kader, blieb jedoch ohne Einsatz.
Auch privat läuft es für den ehemaligen Schalker. Lee ist inzwischen verheiratet und Vater. Seine Zeit auf Schalke bleibt zwar eine der unglücklichsten Transfergeschichten der vergangenen Jahre. In seiner Heimat hat der einstige Hoffnungsträger jedoch eindrucksvoll bewiesen, warum die Verantwortlichen in Gelsenkirchen einst so große Stücke auf ihn hielten. Heute zählt Dong-gyeong Lee zu den prägenden Gesichtern der K-League und hat die Rolle gefunden, die ihm auf Schalke verwehrt blieb.
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