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·28. Februar 2026
"Schlagen uns selbst": Aue verzweifelt an den eigenen Fehlern

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Beim 1:3 gegen den VfL Osnabrück hielt Erzgebirge Aue das Spiel lange offen, stand aber am Ende wieder mit leeren Händen da. Angesichts der nächsten verpassten Chance auf Punkte wird die Verzweiflung bei den Sachsen immer größer.
Nach dem Schlusspfiff wussten die Auer nicht so recht, wie sie die Partie einordnen sollten. Trotz einer über weite Strecken ordentlichen Leistung ging der FCE zum zweiten Mal in Folge als Verlierer vom Platz. "Im Endeffekt verlierst du 1:3. Deswegen ist wieder nichts gut heute", resümierte Julian Günther-Schmidt bei "MagentaSport". Der Torschütze rang um Worte. Er tat sich nicht leicht, die Niederlage zu erklären. "Seit Wochen tun wir uns ganz ganz schwer, haben Probleme. Dementsprechend kannst du erneut nicht zufrieden sein."
Aue begegnete dem Tabellenzweiten phasenweise auf Augenhöhe, brachte sich aber durch unglückliche Fehler ins Hintertreffen. Sinnbildlich dafür war die Entstehung des ersten Gegentors. Bei einem hohen Ball in Richtung des Auer Strafraums behinderten sich Ryan Malone und Tristan Zobel gegenseitig, was Osnabrücks Badjie zur Führung nutzte. "Wir schlagen uns momentan fast ein bisschen selbst. Das müssen wir abstellen", machte Günther-Schmidt klar. "Wir hatten einen guten Plan, der größtenteils auch aufgegangen ist. Gegen den Ball war das relativ stabil. Wir knocken uns dann leider selbst mit diesem Slapstick-Tor aus", beklagte Trainer Christoph Dabrowski die vermeidbaren Fehler, nachdem die Gegentore zum 1:2 und 1:3 jeweils aus Einwürfen resultierten. "Da sind die Spieler einfach in der Pflicht, noch mehr Konsequenz zu haben."
Mit dem Trainerwechsel sollte eigentlich die Kehrtwende eingeleitet werden. Doch aus vier Spielen haben die Sachsen noch keinen Sieg geholt, generell konnte Aue in der Rückrunde noch noch nicht gewinnen. "Da kann kein Trainer der Welt etwas dafür, wenn man schaut, was wir für Gegentore kriegen. Wenn du gefühlt jedes Spiel drei, vier Tore schießen musst, um zu gewinnen, wird es einfach schwer", nahm Günther-Schmidt seinen Coach in Schutz. Denn es war auch nicht alles schlecht, ganz im Gegenteil. "Wir hatten trotzdem ordentliche Phasen im Spiel. Es stand lange 1:1 und am Ende verlierst du trotzdem. Das ärgert einen enorm." Gleiches erlebte Aue auch schon in der Vorwoche gegen Energie Cottbus.
Für die Veilchen wird die Situation immer dramatischer. Weiterhin fehlen vier Punkte zum rettenden Ufer, wobei der 1. FC Saarbrücken am Sonntag beim Tabellenletzten eine gute Chancen auf einen Dreier hat. "Du musst schauen, dass du endlich mal einen Dreier holst. Weil sonst läufst du irgendwann der Musik hinterher", machte Günther-Schmidt klar. Dabrowski muss die Köpfe nun schnell wieder aufrichten, denn schon am Dienstag gastiert Aue bei 1860 München. "Ich in meiner Situation werde versuchen, meiner Mannschaft zu erzählen, dass wir das Spiel schnell abhaken, denn wir müssen weitermachen." Die Mannschaft müsse die Einstellung entwickeln, dass sie nichts mehr zu verlieren habe. "Aufgeben ist keine Option. Wir werden so lange weitermachen, bis wir den Bock umstoßen."
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