Schlotterbeck raus, Nübel rein, Ebnoutalib vorn: Klopps zweite Elf sieht anders aus als die erste | OneFootball

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·27. September 2026

Schlotterbeck raus, Nübel rein, Ebnoutalib vorn: Klopps zweite Elf sieht anders aus als die erste

Artikelbild:Schlotterbeck raus, Nübel rein, Ebnoutalib vorn: Klopps zweite Elf sieht anders aus als die erste

Augsburg. Die erste Elf der Ära Klopp hielt genau ein Spiel. Für das Heimdebüt am Sonntagabend gegen Griechenland (20.45 Uhr, ARD) verändert der Bundestrainer seine Mannschaft auf mehreren Positionen – teils gezwungen, teils gewollt. Die auffälligste Entscheidung steht schon seit Samstag fest, die zweite kam am Sonntagmittag dazu.

Nübel im Tor – und Klopps ungewöhnliche Begründung

Alexander Nübel ersetzt Marc-André ter Stegen. Das hatte Klopp bereits auf der Pressekonferenz angekündigt, bemerkenswerterweise ohne jede Kritik am Vorgänger: Er sei „nullkommanull kritisch, sondern sehr happy“ mit ter Stegens Leistung in Amsterdam, sagte der Bundestrainer und verwies darauf, dass sogar der gegnerische Trainer gesagt habe, ter Stegen habe Deutschland „den Arsch gerettet“. Nübel bekommt die Chance trotzdem – die Nummer eins ist unter Klopp offenbar keine Festlegung, sondern eine Rotation.


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Schlotterbeck fehlt komplett

Die Überraschung des Tages: Nico Schlotterbeck steht nicht im Spieltagsaufgebot. Der Dortmunder ist damit jener Spieler, den Klopp aus seinem 24-köpfigen Kader streichen musste – die UEFA lässt pro Partie nur 20 Feldspieler und drei Torhüter zu.

Die Begründung liegt nahe: Schlotterbeck ist gerade erst von einer Verletzung genesen und war einer der drei Spieler, die Klopp bewusst über die gesamte Länderspielphase bei der Mannschaft behalten wollte, um sie durchgehend betreuen zu lassen. Eine Pause nach 90 Minuten in Amsterdam passt zu diesem Plan. In der Innenverteidigung dürfte Yann Aurel Bisseck neben Jonathan Tah rücken – der Inter-Profi wäre damit der vierte Spieler, der unter Klopp neu in die Startelf kommt.

Vorn ersetzt ein Debütant einen Verletzten

Kai Havertz ist mit einer Muskelzerrung abgereist, Jamal Musiala mit einem Muskelfaserriss. Im Sturmzentrum spricht damit vieles für Younes Ebnoutalib, der in Amsterdam für Havertz eingewechselt wurde und mit seinem ersten Ballkontakt den ersten deutschen Torschuss des Abends abgab. Als Alternative steht Jonathan Burkardt bereit, der am Freitag aus dem zweiten Kader vorgezogen wurde.

Im Mittelfeld hat Klopp ebenfalls Optionen: Nach Musialas Ausfall könnte Anton Stach anstelle von Nadiem Amiri beginnen, dessen Auftritt in Amsterdam unauffällig blieb. Auf der rechten Abwehrseite hat sich Philipp Treu mit seinem Debüt und der Vorlage zum 1:0 empfohlen; Josha Vagnoman wäre die Alternative.

Die voraussichtlichen Aufstellungen

Deutschland: Nübel – Treu, Tah, Bisseck, Brown – Kimmich, Amiri, Nmecha – Adeyemi, Ebnoutalib, Schade

Griechenland: Tzolakis – Vagiannidis, Mavropanos, Koulierakis, Tsimikas – Zafeiris, Kourbelis – Karetsas, Kostoulas, Tzolis – Pavlidis

Worauf es ankommt

Griechenland führt die Gruppe A2 an, nach dem 2:1 in Belgrad mit einem Kopfballtreffer in der fünften Minute der Nachspielzeit. Ivan Jovanović bringt eine Mannschaft mit, die zwei BVB-Profis in der Offensive aufbietet: Christos Tzolis und Konstantinos Karetsas, letzterer der zweitteuerste Zugang der Dortmunder Vereinsgeschichte. Kostas Tsimikas schlug in Belgrad die entscheidende Flanke.

Klopp hatte auf der Pressekonferenz zwei Dinge betont: Die Mannschaft müsse zunächst defensiv stabil stehen – eine Reaktion auf die zweite Halbzeit in Amsterdam, als die Niederlande acht Ecken traten und Deutschland keine. Und er hat den Anspruch klar formuliert: „Wir sind in einem Ergebnissport und wollen nicht die nächsten 500 Spiele unentschieden spielen, sonst kann ich zurück zum Padel gehen.“

Die WWK Arena ist ausverkauft. Erstmals seit 25 Jahren wird ein deutsches Länderspiel wieder von Stehplätzen aus verfolgt.

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