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·29. Januar 2026

Schnelligkeit im Großformat – Das ist Abdoul Kone

Artikelbild:Schnelligkeit im Großformat – Das ist Abdoul Kone

Es gibt diese Spielszenen, die man nie vergisst, obwohl sie selten in Highlight-Clips landen: Ein Pass rutscht durch, hinter der Viererkette ist zu viel Raum, das Stadion hält kurz den Atem an – und dann kommt im letzten Moment ein Innenverteidiger im Vollsprint angerauscht, als hätte er den Turbo-Knopf gedrückt.

Genau dieser Spielertyp wird im kommenden Sommer in der Red Bull Arena auflaufen. Sein Name: Abdoul Kone.


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In 1.800 Minuten zum U20-Nationalspieler

Kone, geboren am 22. April 2005, macht seine ersten Profischritte nicht bei den großen französischen Glanz-Adressen – sondern dort, wo Talente oft am schnellsten reifen müssen: in der zweiten Liga; im Fall von Kone bei Stade Reims. Kein Rampenlicht wie in Paris, sondern harter Alltag, viele Duelle, viel Verantwortung. Genau hier sammelt der junge Innenverteidiger als Youngster 26 Profi-Einsätze und steht insgesamt rund 1.800 Minuten auf dem Platz.

Kone wurde zunächst beim Paris FC ausgebildet, ehe er in den Nordosten Frankreichs wechselte – ein Transfer, der sich als bedeutender Karriereschritt entpuppte.

Denn seine Leistungen bleiben nicht lange unentdeckt: Kone spielt sich in den Fokus und wird in die französische U20-Nationalmannschaft berufen. Am 20. März 2025 folgt schließlich sein Debüt im Trikot der Équipe Tricolore.

Nur wenige Monate später steht er bereits zum dritten Mal für Frankreich auf dem Platz – und erlebt dabei eine besondere Premiere: Erstmals läuft er gemeinsam mit seinem neuen Leipziger Teamkollegen Tidiam Gomis auf, der in der Partie den Siegtreffer gegen Ghana (1:0) erzielte.

Ein Verteidiger, der nicht nur „zerstört“

In Reims spielt Kone überwiegend rechts in der Innenverteidigung – mal in der Viererkette, mal als rechter Halbverteidiger in einer Dreierkette.

Klingt nach einem Detail, ist aber ein wichtiger Schlüssel: Wer diese unterschiedlichen Rollen beherrscht, steht nicht nur „hinten drin“. Es geht darum, das Spiel zu lesen und anzuschieben, zur richtigen Zeit abzusichern, rauszurücken – und im Aufbau die passenden Lösungen zu finden.

Genau darin liegt eine seiner spannendsten Eigenschaften: Kone ist kein „Zerstörer“, der nach dem Ballgewinn einfach hofft, dass andere übernehmen. Er fordert Bälle, dreht auf und setzt saubere erste Kontakte in Richtung gegnerisches Tor.

Dazu kommt ein Profil, das in Leipzig besonders gefragt ist: Tempo und Intensität. Mit einem Top-Speed von über 35 km/h gehört Kone zu den schnellsten Innenverteidigern seiner Altersklasse in Frankreich.

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Parallelen zu Upamecano & Konaté

Abdoul Kone bringt eine Veranlagung mit, die wir in Leipzig schon gut kennen: jung, talentiert, extrem athletisch – Physis und Geschwindigkeit in einer seltenen Kombination. Genau dieses Paket macht Verteidiger im Spiel der Roten Bullen wertvoll: großräumig verteidigen, Eins-gegen-eins lösen, Tiefe absichern.

Dass Kone unter anderem Dayot Upamecano als Vorbild nennt, passt ins Bild. „Upa“ stand in Leipzig genau für diese Mischung aus Athletik, Intensität und Mut im Spielaufbau – Eigenschaften, die auch Kone mitbringt.

Die deutlichste Parallele führt allerdings zu einem anderen ehemaligen Innenverteidiger: Ibrahima Konaté kam einst ebenfalls aus der Ligue 2, damals vom FC Sochaux. Er gehörte zu den schnellten Abwehrkanten bei den Roten Bullen, überzeugte mit einer Kombination aus purer Kraft und Speed.

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Worauf ihr euch freuen dürft

Auf einen Spieler, der noch längst nicht am Ende seiner Entwicklung ist – aber bereits jetzt elektrisiert. Kone bringt Intensität in Zweikämpfe, er verteidigt aggressiv und mit hoher Entschlossenheit, manchmal impulsiv. Das gehört zu seinem Paket. Die Roten Bullen bekommen keinen fertigen Abwehrchef, sondern einen, der sich entwickelt – mit einem Skillset, das verdammt selten ist.

Unter seinem ehemaligen Trainer bei Stade Reims, Luka Elsner, entwickelte er sich in der Saison 2025/26 zum absoluten Abwehrchef: „Was mich an Abdoul am meisten beeindruckt, ist seine Reife unter Druck. In einer physisch so starken Liga behält er die Ruhe eines 30-Jährigen. Er ist unser Fels – aber einer, der Fußball spielen kann.“

Und wenn man es ganz einfach sagen will: Kone ist der Typ Innenverteidiger, bei dem du im Stadion merkst, dass Tempo auch hinten Spaß machen kann.

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