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·14. September 2026
Schock trotz 5:0! RB Leipzig sorgt sich um Top-Talent Assan Ouedraogo

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·14. September 2026

RB Leipzig hat sich mit einem 5:0 gegen den HSV eindrucksvoll von zwei Niederlagen erholt. Der klare Heimsieg wurde jedoch von der Verletzungssorge um Assan Ouedraogo überschattet.
Daniel Svensson vom BVB und Assan Ouedraogo von RB Leipzig in der Bundesliga 2025 (Foto Depositphotos.com)
Antonio Nusa glänzte mit einem Treffer und zwei Vorlagen, Willi Orban traf ebenfalls. Nach dem Abpfiff richtete sich der Blick bei den Sachsen aber vor allem auf den angeschlagenen Ouedraogo, dessen genaue Diagnose noch aussteht.
Martin Demichelis sah in dem deutlichen Erfolg die erhoffte Antwort seiner Mannschaft auf die vorangegangenen Rückschläge. „Siege sind immer wichtig, aber nach zwei harten Niederlagen war das eine wichtige Reaktion. Nicht nur, um zu gewinnen, sondern auch fünf Tore zu machen und am Ende zu null zu spielen.“
Gleichzeitig machte der Leipziger Chefcoach keinen Hehl daraus, wie sehr ihn die Szene um Ouedraogo beschäftigte. Noch vor den medizinischen Untersuchungen wollte Demichelis keine Diagnose vorwegnehmen. „Wir müssen die Untersuchung abwarten, aber es sah nicht gut. Ich muss ehrlich sagen: Seit langer Zeit habe ich keinen so guten Achter auf dieser Position mit so einem Talent gesehen. So einen jungen Spieler mit einem so brutalen Talent. Deswegen hoffe ich, dass es nicht so schlimm ist.“
Den Spielverlauf bewertete der Argentinier differenziert. Seine Mannschaft habe zunächst Probleme gehabt, sei dann aber mit dem ersten konsequenten Angriff in Führung gegangen und anschließend immer dominanter aufgetreten. „Am Anfang war es schwer. Aber mit der ersten richtigen Aktion nach vorne haben wir unser Tor gemacht. Von da an hatten wir immer mehr Kontrolle. Nach den ersten Minuten der zweiten Halbzeit haben wir etwas geändert und danach wieder die Ruhe und die Positionierung gehabt. Ich bin top zufrieden, auch mit der Leistung. Am Ende hatten wir mit unseren Fans einen verdienten Sieg.“
Bereits vor der Partie hatte Demichelis die Bedeutung des HSV-Spiels nach den beiden Pleiten hervorgehoben. „Wir hatten zwei Niederlagen, bei denen wir viel zu analysieren hatten. Wir haben mit den Spielern gesprochen. Heute haben wir die Möglichkeit, zu reagieren – gegen eine Mannschaft, die genauso heiß ist wie wir. Wir brauchen ganz große Konzentration.“
Auch die zuvor kassierten einfachen Gegentreffer hatten bei RB intern für Gesprächsbedarf gesorgt. „Uns ärgert das absolut. Es gibt viele Dinge zu besprechen, zu zeigen oder zu trainieren. Wenn wir so einfache Gegentore bekommen, bin ich der Meinung, dass es einfacher ist, diese Dinge zu korrigieren. Deswegen haben wir viel mit der Mannschaft gesprochen.“
Nusa prägte den 5:0-Erfolg mit seinem Tor sowie zwei Assists. Der Offensivspieler wertete den Auftritt als wichtiges Signal nach einer schwierigen Phase. „Fußball ist verrückt. Wir hatten zwei schwierige Spiele und es gab viel Druck auf uns. Aber heute mussten wir es einfach auf dem Platz zeigen. Dieser große Sieg zeigt: Wir sind noch da, wir wollen kämpfen und uns weiter verbessern. Ich bin sehr glücklich für die Mannschaft und für alle, dass wir diesen Sonntag genießen können.“
Der Norweger sieht dennoch Luft nach oben. „Ich glaube, da geht noch mehr. Wir können es noch besser machen. Aber es ist ein guter Anfang, wieder ein gutes Gefühl zu bekommen. Das ist nach zwei schwierigen Spielen wichtig.“
Seinen persönlichen Beitrag ordnete Nusa klar ein. „Als Offensivspieler versuche ich, der Mannschaft mit Toren und Assists zu helfen. Das erste Tor war vielleicht ein bisschen glücklich, aber Tor ist Tor. Und ich freue mich, dass ich auch Christo und Willi die Bälle zu ihren Toren geben konnte.“
Orban warnte trotz des deutlichen Ergebnisses davor, den Spielverlauf zu einfach zu bewerten. „Unterm Strich ist das 5:0 ein bisschen deutlicher, als das Spiel war. Gerade bis zum 3:0 war es relativ eng. Aber ich bin hochzufrieden. Druck war drauf, aber ein bisschen Druck ist immer da. Wir wollten nach der Woche mit zwei schlechten Spielen beweisen, dass wir eine gute Leistung zeigen können – gerade hier zu Hause vor unseren Fans. Das ist uns gut gelungen.“
Der Kapitän verwies zudem auf die Qualität des Leipziger Kaders, betonte aber den noch bestehenden Abstimmungsbedarf nach den späten Veränderungen im Aufgebot. „Wenn wir unsere Stammelf auf dem Platz haben, sind wir schon eine brutale Mannschaft. Klar, die Abläufe sind noch nicht zu 100 Prozent da. Wir haben am Ende noch ein paar Transfers gemacht und müssen an der einen oder anderen Sache schrauben. Aber wir haben viel Potenzial. Wir müssen schauen, dass wir es konstant abrufen. Heute können wir stolz auf alle sein.“
Antonio Nusa bejubelt am 13. September 2026 in der Red Bull Arena das 2:0 von RB Leipzig gegen den Hamburger SV. Der Norweger traf am 3. Spieltag der Bundesliga 2026/27 in der 28. Minute. (Stuart Franklin / Getty Images Europe via Getty Images)
Sport-Geschäftsführer Marcel Schäfer hatte sich schon vor dem Anpfiff zum öffentlichen Statement des Klubs nach den beiden Niederlagen geäußert. Er verwies auf die umfassende Neuausrichtung seit der Vorbereitung, die neben dem Wechsel auf der Trainerposition und Veränderungen im Staff auch mehr als 30 Transferbewegungen umfasst habe.
„Den Zeitpunkt haben wir intern besprochen, auch was wir sagen und warum wir das tun. Das ging in der Vorbereitung schon los. Man darf nicht vergessen, dass wir viele Veränderungen vorgenommen haben: auf der Trainerposition, im Staff und über 30 Transferbewegungen. Wir sind ordentlich in die Saison gestartet. Gegen Bremen haben wir es nicht geschafft, gegen einen sehr tiefstehenden Gegner Lösungen im letzten Drittel zu finden. In Como haben wir aufgezeigt bekommen, warum sie eine so tolle Entwicklung gemacht haben und berechtigt in der Champions League spielen. Das sind zwei Spiele, die ordnen wir richtig ein. Wir waren schon überrascht, wie viel Negativität von außen an uns herangetragen wurde. Deshalb haben wir das auch einmal kommentiert. Man muss nicht immer alles unkommentiert lassen und alles über sich ergehen lassen, was von außen an einen herangetragen wird.“
Schäfer räumte ein, dass die vielen Veränderungen Zeit benötigten, wollte dies aber nicht als Erklärung für die beiden zuvor gezeigten Leistungen verstanden wissen. Zudem seien nach dem ersten Saisonspiel bereits drei Stammspieler ausgefallen. „Wir stehen am Anfang der Saison. Wenn man so viele Veränderungen vornimmt, dauert es – wie in jedem anderen Beruf auch – vielleicht ein bisschen Zeit. Wünschenswert wäre es gewesen, dass es sofort flutscht. Ich möchte das nicht als Alibi nehmen, denn das ist nicht der Grund für die beiden Leistungen. Aber wenn nach dem ersten Spiel drei Stammspieler ausfallen, muss man sagen, dass wir das im Moment vielleicht noch nicht komplett auffangen können.“
Demichelis stellte Schäfer trotz der Rückschläge ein positives Zeugnis aus. „Man lernt sich wirklich erst richtig kennen mit Erfahrungen und Rückschlägen und damit, wie man gemeinsam wieder herauskommt. Da sind wir gerade dabei. Wir haben zwei Spiele verloren. Martin macht einen sehr klaren Eindruck davon, was fehlt und was wir der Mannschaft mit auf den Weg geben müssen – auf dem Trainingsplatz und heute gegen den HSV.“







































