Frühes-Tor.de
·31. Mai 2026
Schon wieder gut geflunkert, Joshua Kimmich

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Joshua Kimmich ist Vorbild und Kapitän der deutschen Nationalmannschaft. Dennoch darf er gelegentlich die Wahrheit ein wenig beugen.
Joshua Kimmich ist ein ehrlicher und meinungsstarker Anführer, sowohl als Kapitän der deutschen Nationalmannschaft als auch als Vize-Kapitän des FC Bayern. Dennoch hat der 31-Jährige kürzlich zweimal die Wahrheit etwas gedehnt – allerdings aus guten Gründen.
Fall 1: Im Achtelfinale der Champions League trat der FC Bayern bei Atalanta Bergamo an. Da sich ein klarer Sieg abzeichnete (6:1), kassierte Joshua Kimmich in den letzten Minuten des Spiels zufällig eine kuriose Gelbe Karte. Er verzögerte die Ausführung eines Freistoßes so lange, bis ein Bergamo-Spieler verärgert reagierte. Daraufhin zeigte der Schiedsrichter Kimmich wegen Zeitspiels die Gelbe Karte. Dadurch war Kimmich für das nahezu bedeutungslose Rückspiel in München gesperrt, konnte aber unbelastet ins Viertelfinale gegen Real Madrid gehen.
Da einst Real-Star Sergio Ramos für seine Ehrlichkeit, aber auch für seine Unfairness von der UEFA nachträglich mit einer Spielsperre belegt wurde, konnte Kimmich nach dem Spiel gegen Bergamo nicht die volle Wahrheit sagen. So erklärte er in Interviews ohne mit der Wimper zu zucken: „Ich glaube, wenn der Gegenspieler nicht ausgerastet wäre, hätte es auch keine Gelbe Karte gegeben. Ich habe ziemlich lange gebraucht und wollte nicht ins Pressing spielen. Auf jeden Fall habe ich zu lange gebraucht. Ich glaube aber, wenn der nicht so auf mich zugestürmt wäre, hätte der Schiri vielleicht durchgehen lassen.“ Natürlich wolle er jedes Spiel bestreiten.
Fall 2: In dieser Woche geriet Kimmich erneut in eine heikle Situation – allerdings völlig unverschuldet. Der DFB drehte ein Video mit einigen Stars, darunter Kimmich. Sie sollten Antworten auf die meistgestellten Fragen bei Google Deutschland geben. Eine Frage an Kimmich lautete: „Was ist die Lieblingsposition von Joshua Kimmich?“ Der Nationalspieler antwortete prompt: „Rechtsverteidiger.“
Jeder Beobachter weiß natürlich, dass Joshua Kimmich am liebsten im zentralen Mittelfeld spielt. Dennoch ist er auch als Rechtsverteidiger sehr stark, und im DFB-Team benötigt ihn Bundestrainer Julian Nagelsmann eben auf dieser Position. Kimmich wollte in dem Video demnach kein großes Aufsehen erregen und gab deshalb die Antwort „Rechtsverteidiger“. Fazit: Schon wieder gut geflunkert, Joshua Kimmich – aber alles im grünen Bereich.







































