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·12. September 2026

Schrecksekunde in Istanbul: Entwarnung bei Roms Mittelfeld-Motor Manu Koné

Artikelbild:Schrecksekunde in Istanbul: Entwarnung bei Roms Mittelfeld-Motor Manu Koné

Es lief die 53. Spielminute im Hexenkessel des Şükrü Saracoğlu Stadions, als den Tifosi der AS Rom der Atem stockte: Beim Champions-League-Auftakt gegen Fenerbahçe (1:1) am Donnerstagabend sank Manu Koné ohne direkte Fremdeinwirkung zu Boden. Der französische Nationalspieler fasste sich mit schmerzverzerrtem Gesicht an den Oberschenkel und signalisierte umgehend, dass es nicht weitergeht. Nach bayerischer Schule und seinem Wechsel von Borussia Mönchengladbach in die Ewige Stadt hat sich der 25-Jährige zum unverzichtbaren Taktgeber im System von Gian Piero Gasperini entwickelt – umso größer war die Sorge vor einer schweren strukturellen Verletzung.

Die Diagnose: Keine Läsion, aber Vorsicht im Ligabetrieb

Gasperini bestätigte auf der Pressekonferenz nach Abpfiff ein unangenehmes Ziehen im Muskel, das den sofortigen Wechsel gegen Eigengewächs Niccolò Pisilli erzwang. Doch am Freitagabend folgte das kollektive Aufatmen: Laut übereinstimmenden Berichten von Transferexperte Gianluca Di Marzio und dem


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Corriere dello Sport

ergaben die eingehenden Untersuchungen im Trainingszentrum Trigoria Entwarnung:

  1. Befund: Keine strukturelle Muskelverletzung oder Sehnenläsion im Oberschenkel; die Schmerzen sind bereits weitgehend abgeklungen.
  2. Diagnose: Eine akute Überlastungsreaktion infolge des engen Terminplans zwischen Länderspielen und Europapokal.
  3. Trainingssteuerung: Der Franzose absolviert derzeit ein individuelles Regenerationsprogramm und wird von Tag zu Tag neu bewertet.

Taktischer Fixpunkt: Konés Profil als Bindeglied

Wie schwer ein längerer Ausfall gewogen hätte, belegen die Zahlen der laufenden Saison. Koné stand in allen bisherigen Pflichtspielen der Giallorossi in der Startelf. Neben Routinier Bryan Cristante bildet er das funktionale Herzstück im römischen Umschaltspiel:

  • Pressingresistenz: Mit einer Passquote von 97,8 % (45 von 46 Pässen angekommen) gegen Fenerbahçe sicherte er das Zentrum gegen das aggressive Mittelfeldpressing der Türken verlässlich ab.
  • Physische Zweikampfführung: Vor seiner verletzungsbedingten Auswechslung gewann er sämtliche direkte Bodenduelle und stabilisierte die Restverteidigung bei gegnerischen Kontern.
  • Raumüberbrückung: Koné verbindet das vertikale Anlaufen mit dynamischen Tiefenläufen in die Halbräume, wodurch die Außenbahnen situativ isoliert und überladen werden können.

Das Comeback-Szenario: Schonkost für den Inter-Gipfel

Trotz der medizinischen Entwarnung wird Gasperini bei seinem Mittelfeldchef kein unnötiges Risiko eingehen. Für das anstehende Auswärtsspiel beim defensivstarken FC Turin am Montagabend um 18:30 Uhr gilt ein Einsatz von Koné als nahezu ausgeschlossen. Alles deutet darauf hin, dass Pisilli an der Seite von Cristante auflaufen wird, während Neuzugang Marten de Roon als erfahrene Absicherung auf der Bank bereitsteht.

Das klare Ziel der Roma-Ärzte: Koné soll geschont werden, um für das Topspiel der Serie A am kommenden Samstag gegen Inter Mailand im Stadio Olimpico bei hundert Prozent zu sein. Für die Ambitionen der Hauptstädter ist seine rechtzeitige Rückkehr gegen den amtierenden Meister von elementarer Bedeutung.

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