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·30. Juli 2026

Schwegler kündigt Rückkehr der U23 an: „Im besten Fall schon 2027“

Artikelbild:Schwegler kündigt Rückkehr der U23 an: „Im besten Fall schon 2027“

Der sportliche Neustart beim VfL Wolfsburg soll nicht nur auf dem Rasen stattfinden. Beim Fantreffen am Mittwoch in der Volkswagen Arena machte Cheftrainer Tobias Strobl deutlich, dass nach dem Bundesliga-Abstieg auch das Verhältnis zwischen Mannschaft und Fans neu wachsen soll. Rund 350 Anhänger nutzten die Gelegenheit, dem neuen Trainer und Sportdirektor Pirmin Schwegler ihre Fragen zu stellen.

Fast eineinhalb Stunden dauerte der Austausch auf der Gegengerade der Arena. Gesprochen wurde über den großen Umbruch, die Vorbereitung auf die Zweitliga-Saison und die Lehren aus den vergangenen Jahren. Vor allem aber ging es um Vertrauen.


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Strobl: “Die Vergangenheit ist auch eine Chance”

Der neue Cheftrainer weiß, dass viele Fans die Enttäuschungen der vergangenen Jahre noch nicht verarbeitet haben. Gleichzeitig sieht er genau darin eine Möglichkeit für einen Neuanfang: „Die Fans tragen den Abstieg und die vergangenen Jahre in sich. Viele Neuzugänge und auch ich haben diese Erlebnisse nicht selbst mitgemacht  – darin liegt auch eine Chance für einen Neuanfang.“

Strobl machte deutlich, dass Identifikation keine Einbahnstraße sei. Spieler müssten den Verein mit voller Überzeugung vertreten. Gleichzeitig wünsche er sich Offenheit und Unterstützung von den Rängen. Wörtlich sagte er: „Wir müssen uns mit euch identifizieren – zu hundert Prozent. Und gleichzeitig müsst ihr auch dazu bereit sein, uns offen gegenüber zu sein. Wir wollen hier nicht nur fußballerisch etwas aufbauen, sondern wieder eine Kultur des Miteinanders und des Füreinanders schaffen.“

Nicht nur Fußball soll sich verändern

Der 37-Jährige sprach bewusst nicht nur über Taktik oder Ergebnisse. Ihm geht es um mehr. Der VfL wolle wieder eine Mannschaft werden, mit der sich die Menschen identifizieren können. Das Ziel sei eine Kultur des Miteinanders, in der Spieler, Verein und Fans gemeinsam an einem Strang ziehen.

Gerade nach dem Komplettumbruch im Sommer ist das ein Thema, das viele Anhänger beschäftigt. Zahlreiche bekannte Gesichter haben den Verein verlassen, viele neue Spieler sind gekommen. Nun soll aus vielen Einzelteilen möglichst schnell wieder eine funktionierende Mannschaft entstehen.

Schwegler gibt Einblicke in die Zukunft

Auch Sportdirektor Pirmin Schwegler sprach über die Ausrichtung des Vereins. Er stellte klar, dass der VfL seinen Standort selbstbewusst vertreten wolle. „Wir werden nicht akzeptieren, wenn Menschen meinen, uns und unseren Standort schlecht zu reden. Vielleicht sind wir ein bisschen kleiner, aber das heißt nicht, dass wir nicht die gleiche Leidenschaft haben.“ 

Gleichzeitig kündigte er an, die Nachwuchsarbeit weiter stärken zu wollen: „Unser Ziel ist es, die U23 wieder einzuführen. Im besten Fall schon zur Saison 2027/2028.”

Auch zur zukünftigen Kaderplanung äußerte sich Schwegler: „Für uns ist entscheidend, auf Spieler zu setzen, die mit vollem Herzen dabei sind, sich klar zum Verein bekennen und für ihn einstehen wollen.“ 

Aufbruchsstimmung vor dem Zweitliga-Start

Nach dem Abstieg versucht der VfL Wolfsburg, sportlich und emotional einen Neustart einzuleiten. Das Fantreffen zeigte zumindest, dass der Dialog mit den Fans wieder einen deutlich höheren Stellenwert einnimmt.

Ob sich diese neue Energie auch auf dem Platz auszahlt, wird sich in den kommenden Wochen zeigen. Die Vorfreude scheint jedenfalls langsam zurückzukehren. Ein Fan brachte die Stimmung nach dem Austausch auf den Punkt: „Ich hatte lange nicht mehr so Bock auf die neue Saison wie derzeit.“

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