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·31. Januar 2026

Schweinfurt zu harmlos: Jahn siegt trotz langer Unterzahl

Artikelbild:Schweinfurt zu harmlos: Jahn siegt trotz langer Unterzahl

Befreiungsschlag für den SSV Jahn Regensburg! Nach zwei Niederlagen zum Auftakt in die Rückrunde setzte sich der Zweitliga-Absteiger am späten Samstagnachmittag mit 1:0 bei Schlusslicht Schweinfurt durch. Dabei trotzte die Jahnelf einer 30-minütigen Unterzahl, nachdem Eichinger früh zur Führung getroffen hatte.

Jahn dominiert erste Hälfte

Schweinfurt-Coach Victor Kleinhenz nahm aufgrund der guten Leistung seiner Mannschaft bei der 1:2-Niederlage in Cottbus keine Veränderungen an seiner Startelf vor. Derweil tauschte Jahn-Trainer Michael Wimmer nach der 0:2-Pleite in Duisburg auf zwei Positionen und schickte Bauer sowie Karbstein für Kühlwetter und Seidel auf den Rasen.


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Das Spiel lief von Beginn an in nur eine Richtung, und zwar in die des Schweinfurter Kastens. Schon nach vier Minuten setzte Saller Stolze in Szene, doch dessen Schuss rauschte knapp am Tor vorbei. Der Jahn übte weiterhin viel Druck auf die heimische Verteidigung aus, wovon Eichinger schließlich profitierte. Dieser ließ seinen direkten Gegenspieler mit einem kurzen Haken hinter sich und vollendete zielgenau in die rechte Ecke (10.). Die Schnüdel schafften es aber auch nach dem frühen Rückstand nicht, sich Ballkontrolle zu erarbeiten und hatten dabei in der 16. Minute Glück, dass nicht das 0:2 fiel, weil Stolze den Ball nach einer Ecke aus vier Metern unbedrängt über die Querlatte drosch.

In der Folge veränderte sich zwar nicht viel am Spielgeschehen, doch der Jahn schloss seltener ab. Dafür kamen die Hausherren mal sporadisch vor den gegnerischen Kasten, in der 28. Minute zielte Shuranov jedoch weit am Kasten vorbei. Wenig später durfte sich auch Geis an einem Freistoß aus knapp 20 Metern probieren, der letztendlich in den Händen von Gebhardt landete (36.). Trotz der Torannäherungen verhinderte der SSV Jahn die großen Möglichkeiten, die zum Ausgleich führen könnten. Darüber hinaus fokussierten sich die Gäste vermehrt auf Tempo-Gegenstöße. Kurz vor der Halbzeit prüften die Regensburger erneut Weisbäcker, der im Duell mit Stolze abermals die Oberhand behielt und die Schweinfurter Hoffnung zur Pause wahrte (40.).

Strauss sieht Rot wegen losem Mundwerk

Aufgrund der offensiv schwachen Hälfte wechselten die Hausherren doppelt und brachten Neuzugang Osawe, der sein Debüt feierte, sowie Müller für Trslic und Bausenwein in die Partie. Der frische Wind machte sich direkt bemerkbar, und Celebi kam schnell zum Abschluss, wenn auch ohne Erfolg (47.). Dennoch setzten sich die Gastgeber folglich häufiger in der gegnerischen Zone fest, auch wenn sich die nötigen Lücken in der gegnerischen Defensive nicht aufmachten. In der 63. Minute machte sich der Jahn dann allerdings völlig ohne Not das Leben schwer, weil Strauss sich so vehement über seine gelbe Karte beschwerte, dass er folglich von Schiedsrichter Daniel Bartnitzki mit glatt Rot vom Platz gestellt wurde – offenbar wegen einer Beleidigung.

Durch die Unterzahl-Situation rutschte der Jahn noch tiefer in die eigene Hälfte, als vorher, was den in Grün gekleideten Männern einige Probleme bereitete, weil die Kreativität fehlte, um das Leder in den Sechzehner zu bringen. Erst in der 77. Minute prüfte der eingewechselte Latteier den Jahn-Keeper mit einem Weitschuss, allerdings ließ sich Gebhardt auch hier nicht überwinden. Weitere Möglichkeiten durch Wintzheimer (85.), sowie Müller (87.) stellten sich ebenfalls als zu harmlos heraus. Aber auch die Gäste nutzten ihre Kontermöglichkeiten nicht, wodurch die Partie bis zum Schlusspfiff spannend blieb. In der Nachspielzeit tauchte Wintzheimer zwar noch einmal frei vor dem Kasten auf, aber Gebhardt sicherte den Regensburgern mit einer Wahnsinns-Parade den Sieg (90.+5).

Durch den ersten Sieg des neuen Jahres baut der Jahn den Vorsprung auf die Abstiegsplätze auf fünf Zähler aus. Schweinfurt dagegen bleibt nach der 19. Niederlage im 22. Spiel weiterhin das abgeschlagene Schlusslicht. In der kommenden Woche treffen die Regensburger zuhause auf Viktoria Köln, während die Schnüdel nach Wiesbaden reisen müssen.

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