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·24. Juni 2026
Schweiz-Pressekonferenz vor Kanada-Kracher bei der WM 2026: Yakin und Akanji warnen vor Gastgeber

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Die Schweiz steht vor ihrem letzten Gruppenspiel bei der WM 2026. Am Mittwochabend (21:00 Uhr MESZ) trifft das Team von Nationaltrainer Murat Yakin im BC Place von Vancouver auf Gastgeber Kanada. Vor dem entscheidenden Duell der Gruppe B äußerten sich Yakin und Abwehrchef Manuel Akanji zur Ausgangslage, zu möglichen Personalentscheidungen und zu den Stärken des kommenden Gegners.

VANCOUVER, BRITISH COLUMBIA – 23. Juni: Manuel Akanji (#5) und Schweiz-Trainer Murat Yakin sprechen während einer Pressekonferenz einen Tag vor dem FIFA-Weltmeisterschafts-Gruppenspiel der Gruppe B zwischen der Schweiz und Kanada im BC Place Vancouver am 23. Juni 2026 in Vancouver, British Columbia, mit den Medien. (Foto: Elizabeth Ruiz Ruiz/Getty Images)
Schweiz – KanadaB
Mi 24.06. · 21:00 Uhr · ARD
Die Ausgangslage vor dem dritten Gruppenspiel ist klar: Mit einem Sieg könnte sich die Schweiz den ersten Platz in Gruppe B sichern. Yakin betonte auf der Pressekonferenz, dass seine Mannschaft ausschließlich auf einen Erfolg spielen werde.
Der Nationaltrainer verwies darauf, dass der Gruppensieg nicht nur sportlich wertvoll wäre. Der Tabellenführer hätte vor der K.o.-Phase mehrere zusätzliche Tage zur Regeneration. Dennoch wolle sich die Mannschaft nicht mit Rechenspielen beschäftigen. Das Ziel sei, gegen Kanada mutig aufzutreten und das Spiel zu gewinnen.
Eine der häufigsten Fragen der Journalisten betraf die Aufstellung. Besonders Nachwuchshoffnung Johan Manzambi rückte nach seinem starken Auftritt zuletzt in den Fokus.
Yakin erklärte, dass Manzambi sowohl als Startspieler als auch als Joker eine wichtige Option sei. Die endgültige Entscheidung über die Anfangsformation werde die Mannschaft allerdings erst am Spieltag erfahren.
Der Schweizer Coach verwies darauf, dass verschiedene Spielverläufe unterschiedliche Lösungen erfordern könnten. Gerade in einem Turnier sei es wichtig, mehrere taktische Möglichkeiten zur Verfügung zu haben.
Auch die Situation von Noa Okafor wurde thematisiert. Der Angreifer hatte zuletzt mit körperlichen Problemen zu kämpfen und kam bislang nur zu einem Kurzeinsatz.
Yakin erklärte, dass Okafor nach mehreren Verletzungsrückschlägen noch nicht vollständig im Rhythmus sei. Der Offensivspieler habe jedoch gut trainiert und könne im Laufe der Partie eine Rolle spielen. Ob und wann Okafor eingesetzt wird, wolle der Trainer vom Spielverlauf abhängig machen.
Gleichzeitig machte Yakin deutlich, dass Okafor trotz seiner schwierigen Monate weiterhin ein wichtiger Bestandteil des Kaders sei und seine Chance noch erhalten werde.
Akanji erwartet gegen den Gastgeber eine völlig andere Herausforderung als in den ersten beiden Gruppenspielen. Kanada zeichne sich vor allem durch sein intensives Pressing und schnelles Umschaltspiel aus.
Der Innenverteidiger von Manchester City erklärte, dass die Nordamerikaner sehr aggressiv gegen den Ball arbeiten und ihre Angriffe häufig direkt vortragen. Daraus ergäben sich sowohl Risiken als auch Chancen für die Schweiz.
Gelinge es der Nati, das kanadische Pressing zu überspielen, würden sich große Räume öffnen. Gleichzeitig könne Kanada nach Ballverlusten schnell gefährlich werden. Deshalb müsse die Schweiz über die gesamte Spielzeit konzentriert auftreten.

Der Schweizer Innenverteidiger Manuel Akanji fuehrt im Test-Laenderspiel gegen Australien den Ball. Die Partie fand am 6. Juni 2026 im Snapdragon Stadium von San Diego statt. Mike Nowak / Getty Images
Auf die Frage nach dem Erfolgsgeheimnis der Schweiz bei Weltmeisterschaften verwies Akanji auf die Geschlossenheit der Mannschaft.
Im Gegensatz zu einigen Top-Nationen verfüge die Schweiz nicht über mehrere Weltstars in den absoluten Spitzenrängen des Weltfußballs. Der Erfolg basiere deshalb vor allem auf mannschaftlicher Geschlossenheit, Disziplin und klaren Abläufen.
Seit Jahren arbeite die Nationalmannschaft nach diesem Prinzip. Die Konstanz bei großen Turnieren sei das Ergebnis gemeinsamer Arbeit und kontinuierlicher Weiterentwicklung.
Natürlich spielte auf der Pressekonferenz auch Kanadas Superstar Alphonso Davies eine wichtige Rolle. Akanji bezeichnete den Bayern-Profi als einen der schnellsten Spieler der Welt.
Um Davies zu stoppen, müsse die Schweiz vor allem verhindern, dass der Außenbahnspieler ins Tempo komme. Gleichzeitig sei dies keine Aufgabe für einen einzelnen Verteidiger. Vielmehr müsse die gesamte Mannschaft defensiv geschlossen agieren.
Akanji betonte zudem, dass die taktische Ausrichtung Kanadas auch davon abhänge, auf welcher Position Davies letztlich eingesetzt werde.

Die Spieler Kanadas stehen vor dem WM-2026-Gruppenspiel der Gruppe B gegen Bosnien-Herzegowina im Toronto Stadium am 12. Juni 2026 in Toronto, Ontario, für die Nationalhymne aufgereiht. (Francois Nel / Getty Images North America via Getty Images)
Die Schweizer verfolgen die Entwicklung des kanadischen Fußballs mit Respekt. Akanji sieht deutliche Fortschritte gegenüber der WM 2022 in Katar.
Immer mehr kanadische Nationalspieler seien inzwischen in europäischen Topligen aktiv. Diese Entwicklung spiegele sich auch in den Leistungen bei der WM 2026 wider. Besonders der überzeugende Sieg gegen Katar habe gezeigt, wie viel Qualität mittlerweile im kanadischen Kader steckt.
Yakin erwartet deshalb keinen Gegner, der aufgrund seiner bereits gesicherten Qualifikation vorsichtig agieren wird. Vor heimischem Publikum werde Kanada seiner Spielphilosophie treu bleiben und mutig nach vorne spielen.
Obwohl bereits mögliche Gegner in der K.o.-Runde diskutiert werden, will die Schweiz davon nichts wissen. Auch eine mögliche Neuauflage des WM-Duells gegen Portugal beschäftigt die Mannschaft aktuell nicht.
Akanji stellte klar, dass alle Gedanken ausschließlich dem Spiel gegen Kanada gelten. Erst wenn die nächste Runde erreicht sei, werde man sich mit weiteren Gegnern beschäftigen.
Zum Abschluss der Pressekonferenz wurde Akanji gefragt, ob die Schweiz angesichts der bereits sicheren Qualifikation auch mit einem Unentschieden leben könne. Seine Antwort fiel knapp und eindeutig aus: Die Mannschaft wolle gewinnen und gehe nicht mit dem Gedanken an einen Punktgewinn in die Partie.
Damit ist die Marschrichtung für das Gruppenfinale in Vancouver klar: Die Schweiz will gegen den Gastgeber den Gruppensieg perfekt machen und mit zusätzlichem Selbstvertrauen in die K.o.-Phase der WM 2026 einziehen.
Wer den Ton, die Stimmung und die Antworten im Zusammenhang hören möchte, findet hier die komplette Pressekonferenz vor Schweiz gegen Kanada.







































