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·8. Mai 2026
SCP07 nach "Kackhalbzeit" unbeirrt: "Nicht davon leiten lassen"

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Drei sieglose Partien sorgten dafür, dass der SC Paderborn 07 den zweiten Platz in der Tabelle vorerst verspielt hat. Die Mannschaft von Ralf Kettemann muss nun die Aufholjagd in der Verfolgerrolle starten, um sich im Saisonfinale für eine herausragende Spielzeit zu belohnen. Am Freitagabend (18:30 Uhr) steht das Heimspiel unter Flutlicht gegen den Karlsruher SC an.
Die direkten Konkurrenten haben Paderborn aus dem Rennen genommen. Ein Unentschieden gegen Hannover sowie Niederlagen gegen Schalke und Elversberg sorgten für gedrückte Stimmung beim SCP07. "Die kurze Woche hat uns extrem geholfen, dass wir da sehr wenig darüber nachgedacht haben", versicherte Innenverteidiger Tjark Scheller in der Spieltags-Pressekonferenz. Gerade die 1:5-Klatsche an der Kaiserlinde wurde schnell aufgearbeitet. "Wir haben nicht viel Zeit, um über Vergangenes zu sprechen. Wir freuen uns jetzt auf dieses Spiel", so Scheller.
Am Freitagabend empfängt Paderborn den Karlsruher SC. Cheftrainer Ralf Kettemann ließ sich von den aktuellen Umständen nicht nervös machen. "Wenn man jetzt den Zeitraum von zwölf Spielen nimmt, dann haben wir innerhalb dieser zwölf Spiele schon sechs Siege, vier Unentschieden und zwei Niederlagen. Klar, die zwei Pleiten waren jetzt am Stück, aber die Spieler, die auf dem Platz waren, haben absolut geliefert", stärkte der 39-Jährige sein Teams, dass Niederlagen wie in Elversberg dazu gehören. "Es wird deshalb auch keine sieben Wechsel geben", so Kettemann vor Karlsruhe bezüglich der Startformation.
Eine gewisse Anspannung war den Paderbornern dennoch anzumerken. "Es geht jetzt nicht so sehr um den KSC, sondern echt viel um uns", erläuterte Kettemann. "Wir müssen jetzt auch nicht hoffen, dass wir irgendetwas zeigen, was wir noch nie gezeigt haben. Wir sind am 33. Spieltag und haben uns schon sehr oft sehr gut präsentiert." Die Punktausbeute sprach für den SCP07, der Teamgeist und die Leidenschaft im Spiel sowieso. "Wir haben jetzt eine Kackhalbzeit gespielt, aber sich davon leiten zu lassen, würde dem großen Ganzen, was wir bisher gemacht haben, nicht gerecht werden", fand der Cheftrainer. Getreu dem Motto, Mund abwischen und weitermachen, wollte Kettemann die verbleibenden Partien angehen.
"Die Spieler dürfen sich an sehr, sehr viele gute Momente erinnern, wo wir Mannschaften geärgert haben, die tendenziell mehr vorhatten als wird", so Kettemann. Von seiner Herangehensweise wird der SCP07-Coach daher auch nichts verändern. "Wir werden jetzt nicht sagen, dass wir erst einmal die Null halten und dann schauen, dass wir in der 81. Spielminute einen über die Linie drücken." Die Spielweise bleibt die gleiche, die Ausbeute muss für den großen Wurf wieder aufgestockt werden. Und wenn es nicht klappt? "Ich will gar nicht sagen, dass wir dann alle traurig wären, aber wir müssten uns auch nicht vergraben gehen. Dafür war die Saison bisher einfach zu gut", so Scheller, der aber die Chance auf die Bundesliga-Rückkehr selbstverständlich nutzen will.







































