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·3. März 2026
Sechs Ausfälle: FCS mit Personalsorgen gegen Wiesbaden

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Nach dem enttäuschenden 2:2 bei Schlusslicht Schweinfurt ist der 1. FC Saarbrücken am Mittwochabend gegen den SV Wehen Wiesbaden gefordert, muss dabei aber auf gleich mehrere Spieler verzichten.
Es waren skurrile Szenen, die sich am Sonntagabend nach Schlusspfiff der Partie in Schweinfurt abspielten. Denn als die Spieler zu den mitgereisten Anhängern kamen, drehte diese ihnen im wahrsten Sinne des Wortes den Rücken zu und verließen den Block – ohne Pfiffe oder andere Unmutsäußerungen gegenüber der Mannschaft. Ein klares Signal, das auch beim Team angekommen ist. "Ich verstehe die Fans", sagte Tim Civeja bei der Spieltags-Pressekonferenz am Dienstag.
"Sie haben einfach mehr erwartet, und es ist auch unserer Anspruch, eine bessere Leistung zu zeigen." Entsprechend sei der Mannschaft den Anhängern nicht böse. "Ich hoffe einfach, dass wir ihnen mit einem Sieg gegen Wiesbaden etwas zurückgeben können. Wir müssen den Funken entfachen. Wenn wir die Fans durch Energie auf dem Platz mitziehen können, dann ist das wie so ein Pendel, das in die andere Richtung schlägt."
Einfach wird die Aufgabe gegen die Hessen allerdings nicht, konnten diese doch zehn der letzten 19 Partien für sich entscheiden, während der FCS in diesem Zeitraum gerade mal ein Spiel gewinnen konnte. Neben der starken Form der Wiesbadener sprechen auch die Personalsorgen beim FCS gegen einen Heimsieg.
Neben den Langzeitverletzten Abdoulaye Kamara (Wadenverletzung) und Amine Naïfi (Trainingsrückstand nach Kreuzbandriss) fallen auch Patrick Schmidt (Handverletzung), Manuel Zeitz (Zahn-OP), Kai Brünker (Magen-Darm-Erkrankung) und Sebastian Vasiliadis (Bakterieninfektion) allesamt aus. Der Sturm stellt sich mit Dominic Baumann und Luca Wollschläger damit von allein auf. "Die Situation ist, wie sie ist. Wir dürfen nicht hadern", sagte Trainer Argirios Giannikis.
Trotz der Ausfälle zeigte sich der 45-Jährige zuversichtlich, etwas holen zu können. "Die Mannschaft macht kleine Schritte und lebt – auch wenn Rückschläge dazugehören." In Schweinfurt müsse man dem Team den Mut in der zweiten Halbzeit zugutehalten. Denn ansonsten hätte es 0:4 verloren, meinte Giannikis. Nun seien alle in der Pflicht, Punkte zu holen und den Vorsprung von derzeit fünf Zählern auf die Abstiegsplätze "mit aller Macht zu verteidigen".
Kritik, dass er immer dieselben Spieler aufstellen würde, wies Giannikis ab und betonte, dass die Tür für keinen Spieler zu sei. Auch Civeja stellte sich schützend vor seine Mannschaft: "Für mich ist es kein Argument zu sagen, dass einzelne Spieler immer die gleichen Fehler machen und dafür bestraft werden sollten. Wir versuchen alle, die Spiele zu gewinnen." Das ist auch das klare Ziel für Mittwochabend, um den verspielten Kredit bei den Fans zurückzugewinnen.
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