Sepp Piontek tot: Ex-Türkei-Trainer und Bursaspor-Coach stirbt mit 85 – Schweigeminuten vor allen Profiliga-Spielen | OneFootball

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·20. Februar 2026

Sepp Piontek tot: Ex-Türkei-Trainer und Bursaspor-Coach stirbt mit 85 – Schweigeminuten vor allen Profiliga-Spielen

Artikelbild:Sepp Piontek tot: Ex-Türkei-Trainer und Bursaspor-Coach stirbt mit 85 – Schweigeminuten vor allen Profiliga-Spielen

Ein Trainer, der in mehreren Ländern Spuren hinterließ

Sepp Piontek, früherer Trainer der türkischen Nationalmannschaft und von Bursaspor, ist im Alter von 85 Jahren verstorben. Der deutsche Coach stand zwischen 1990 und 1993 drei Jahre lang an der Spitze der Türkei und investierte in dieser Zeit viel Arbeit, um die ersten Schritte für eine stärkere internationale Präsenz zu setzen. Seine Laufbahn war nie auf ein Land begrenzt: Piontek prägte Vereine und Nationalteams in Europa und darüber hinaus und galt als Coach, der Strukturen aufbaute, statt nur kurzfristig zu reagieren.

Spielerkarriere: Titel mit Werder Bremen und sechs Länderspiele

Als Profi spielte Piontek von 1958 bis 1972 unter anderem für Germania Leer und Werder Bremen. In dieser Zeit gewann er 1961 den Föderationspokal und holte 1965 die Bundesliga. Für die westdeutsche Nationalmannschaft absolvierte er sechs Spiele, bevor er später den Weg an die Seitenlinie einschlug und sich über mehrere Stationen als Trainer etablierte.


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Trainerweg: Von Werder über Haiti bis zur langen Dänemark-Ära

Nach dem Karriereende begann Piontek seine Trainerlaufbahn über Jahre hinweg als Cheftrainer bei Werder Bremen. Danach arbeitete er für Fortuna Düsseldorf, Haiti und St. Pauli, ehe er 1979 eine prägende Aufgabe übernahm und Nationaltrainer von Dänemark wurde. In seiner Amtszeit erreichte Dänemark bei der Europameisterschaft 1984 erstmals das Halbfinale, bei der Europameisterschaft 1988 folgte das Aus in der Gruppenphase. Besonders bleibt, dass Piontek in dieser Zeit als einer der ersten Trainer in Europa konsequent mit der 3-5-2-Grundordnung arbeitete und damit eine taktische Idee etablierte, die später in vielen Ligen zum Standard wurde.

Türkei und Bursaspor: 27 Spiele als Nationaltrainer

Nach dem Ende seiner Dänemark-Station übernahm Piontek 1990 die türkische Nationalmannschaft und führte die „Milli Takim“ in insgesamt 27 Spielen. Die Bilanz lautet vier Siege, acht Unentschieden und 15 Niederlagen. Im Anschluss arbeitete er von 1993 bis 1995 bei Bursaspor und war später auch in Dänemark bei Aalborg und Silkeborg tätig, bevor er am Ende seiner Laufbahn sogar die Nationalmannschaft von Grönland betreute.

Respekt vor dem Anpfiff: Schweigeminuten in den Profiligen

Im Zuge der Trauer wird vor den Profi-Liga-Wettbewerben eine Schweigeminute vom 20. bis 23. Februar angekündigt. Vereine, die dies wünschen, können zudem mit einer schwarzen Armbinde auflaufen. Damit erhält Piontek noch einmal jene öffentliche Würdigung, die seinem jahrzehntelangen Beitrag als Trainer und Entwickler im Fußball gerecht werden soll.

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