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·24. März 2026
Sergen Yalcin zieht bei Besiktas durch: Drei Spieler aussortiert, Kökcü Herzstück – jetzt beginnt der echte Umbruch

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·24. März 2026

Bei Besiktas hat die konkrete Planung für die Saison 2026/27 längst begonnen. Trainer Sergen Yalcin arbeitet bereits intensiv an der neuen Kaderstruktur und hat in diesem Zusammenhang drei Personalien klar bewertet. Die Richtung ist eindeutig: Wer in den Planungen keine Rolle mehr spielt, soll frühzeitig Klarheit bekommen.
Nach Informationen von Sabah betrifft diese Entscheidung Mohamed Al-Musrati, Joao Mario und Jean Onana. Alle drei Namen kehren nach dem Ende ihrer jeweiligen Leihmodelle beziehungsweise Zwischenlösungen zu den Schwarz-Weißen zurück, gehören aber nicht zum Projekt für die kommende Spielzeit. Deshalb wurde ihren Managern die klare Botschaft übermittelt, neue Vereine für ihre Spieler zu finden.
Gerade diese frühe Festlegung zeigt, dass Sergen Yalcin die neue Saison nicht mit Unklarheiten beginnen will. In Istanbul geht es nicht darum, den Kader nur punktuell anzupassen. Vielmehr soll früh entschieden werden, welche Spieler tragende Rollen einnehmen und welche Personalien keinen Platz mehr im sportlichen Gerüst haben.
Mit Al-Musrati, Joao Mario und Jean Onana trifft es drei Spieler, die sportlich nicht den gewünschten Einfluss auf das Projekt genommen haben. Die Tür ist damit geöffnet – und zwar nicht nur symbolisch, sondern mit einer klaren Handlungsanweisung.
Während einige Spieler aussortiert werden, ist die Zukunft bei einem anderen Namen intern glasklar geregelt. Orkun Kökcü bleibt die wichtigste Figur des sportlichen Projekts. Der Mittelfeldspieler, der schon zu Saisonbeginn trotz Interesses vieler anderer Klubs bewusst Besiktas gewählt hatte, steht weiterhin im Zentrum aller Planungen.
Seine Leistungen haben erneut Aufmerksamkeit in Europa ausgelöst. Vor allem das anhaltende Interesse des FC Liverpool und Inter Mailand rückt den Nationalspieler wieder in den Fokus des internationalen Marktes. Dennoch ist die Richtung eindeutig: Kökcü will nicht weg. Sein großes Ziel ist es, mit dem Klub seiner Kindheitsliebe Meister zu werden.
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Vor allem die Verbindung zu Arne Slot verleiht der Geschichte zusätzliche Schärfe. Unter Slot wurde Feyenoord Rotterdam in der Saison 2022/23 Meister, Kökcü war einer der wichtigsten Spieler dieser Mannschaft und wurde damals in den Niederlanden sogar zum Spieler der Saison gewählt. Dass sein Name nun wieder mit einem Trainer aus dieser Erfolgsphase verbunden wird, ist deshalb kein Zufall.
Trotzdem bleibt Besiktas gelassen. Klub und Spieler ziehen in dieselbe Richtung. Der 25-Jährige absolvierte in dieser Saison 32 Spiele und verbuchte dabei sieben Tore und acht Assists. Genau um diesen Spieler herum soll das neue Team aufgebaut werden.
Auch bei Taylan Bulut ist die Entscheidung gefallen. Der Rechtsverteidiger war mit großen Erwartungen verpflichtet worden, konnte sich bei den Schwarz-Weißen aber nicht nachhaltig durchsetzen. Deshalb hat Sergen Yalcin auch in diesem Fall intern klar Stellung bezogen.
Der 20-Jährige war für sechs Millionen Euro gekommen und hatte einen Vertrag über fünf Jahre unterschrieben. Trotzdem endet das Kapitel offenbar schon im ersten Jahr. Nach Informationen von Milliyet hat die Vereinsführung dem Wunsch des Trainers zugestimmt und einem Abschied zugelassen. In dieser Saison kam Bulut, der mit Borussia Mönchengladbach in Verbindung gebracht wird, auf neun Spiele, 536 Minuten und ein Assist.
Ganz anders ist die Lage bei Ridvan Yilmaz. Der Linksverteidiger stand in den vergangenen Wochen zwar immer wieder im Blickpunkt, doch intern genießt er das volle Vertrauen seines Trainers. Sergen Yalcin reagierte sogar spürbar irritiert auf kritische Stimmen gegen den 23-Jährigen.
Wie Hürriyet berichtet, sagte der erfahrene Coach über seinen Außenverteidiger: „Ich bin überrascht über diejenigen, die Ridvan kritisieren. Ich bin sein Bürge.“ Noch deutlicher wurde er bei der sportlichen Einordnung: Ridvan erfülle genau das, was der Trainer von ihm erwarte, spiele in dieser Liga als Linksverteidiger mit sehr geringem Risiko und passe vollständig ins System.
Diese Rückendeckung kommt nicht aus dem Nichts. Yilmaz hat sich vor allem in der zweiten Saisonhälfte stabilisiert und in den vergangenen Wochen an Wirkung gewonnen. In Liga und Pokal sammelte er in dieser Saison 22 Einsätze und 1.735 Minuten, dazu kommen zwei Assists.
Gerade in der Defensive fiel er zuletzt mit kontrollierten und disziplinierten Auftritten auf. In einem Sommer, in dem auf mehreren Positionen Bewegung erwartet wird, ist das ein wichtiges Signal: Yilmaz gehört nicht zu den Problemfällen, sondern zu den Spielern, auf die der Trainer baut.
Auch Präsident Serdal Adali hat den Fahrplan für die nächsten Monate bereits skizziert. Während sich die Mannschaft sportlich auf das Derby gegen Fenerbahce vorbereitet, laufen im Hintergrund längst die Gespräche über die Transferstrategie. Dabei wird deutlich: Der Sommer soll gezielt, aber nicht inflationär genutzt werden.
Im Gespräch mit Sports Digitale erklärte Serdal Adali: „Wir werden an der Transferliste arbeiten, die unser Trainerteam haben möchte. Wir planen, im nächsten Jahr mindestens drei, höchstens sechs bis sieben Transfers vorzunehmen.“ Damit gibt es nun auch von oberster Stelle einen klaren Rahmen für die Kaderplanung.
Besonders wichtig wird nun das angekündigte Treffen zwischen Serdal Adali und dem Trainerteam am Mittwoch. Dort soll der Transferprozess weiter konkretisiert werden. Genau in diesem Austausch wird festgelegt, welche Profile Priorität haben, welche Abgänge beschleunigt werden und auf welchen Positionen sofort gehandelt werden muss.
Für Sergen Yalcin ist das eine entscheidende Unterstützung. Je klarer die finanziellen und sportlichen Leitplanken gezogen werden, desto gezielter kann der Klub in die Sommerphase gehen. Gerade nach den ersten Aussortierungen und mit einem Spieler wie Orkun Kökcü als Fixpunkt gewinnt diese Planung zusätzliche Schärfe.
Die aktuelle Lage bei den Schwarz-Weißen zeigt, dass der Umbruch keine theoretische Idee mehr ist. Sergen Yalcin hat bereits drei Namen aussortiert, die Zukunft von Taylan Bulut ist geklärt, Ridvan Yilmaz wird gestärkt und Orkun Kökcü bleibt die zentrale Figur des gesamten Projekts. Gleichzeitig definiert Serdal Adali den Transferrahmen für den Sommer.
Damit bekommt Besiktas Schritt für Schritt ein neues Gesicht. Die nächsten Wochen werden entscheiden, welche Spieler gehen, welche kommen und wie stark der Klub das Grundgerüst für die Saison 2026/27 schon vor dem Sommer zusammenziehen kann. Klar ist bereits jetzt: Die Richtung ist festgelegt – und Sergen Yalcin drückt dem Prozess sichtbar seinen Stempel auf.









































