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·12. März 2026

#SGE – Markus Krösche und die aufgeblasene Socke

Artikelbild:#SGE – Markus Krösche und die aufgeblasene Socke

Am Montag war es mal wieder so weit. Abseits des üblichen Spieltagsgeschehens wurde mal wieder eine neue Sau durchs Dorf getrieben. Das Medium mit den großen Buchstaben titelte “Krösche denkt an Frankfurt-Abschied”. Der Sportvorstand mache seinen Verbleib von der zukünftigen Ausrichtung der Eintracht abhängig, er wolle nicht immer nur verkaufen und Überschüsse erzielen und außerdem sei er sauer auf Axel Hellmann, da der ihn auf der Mitgliederversammlung kritisiert habe. Und was machen alle anderen Medien? Gehen fleißig darauf ein, erzählen mal mit mal ohne Nennung der Quelle die gleiche Geschichte.

Stop.


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Die Tatsachen sind doch ganz klar. Jeder, der die Karriere von Markus Krösche verfolgt hat, weiß, dass dahinter durchaus Strategie und Geschick stecken. Sein Weg nach dem Ende seiner Spielerkarriere beim SC Paderborn ist logisch und stringent: Zuerst war er Trainer der zweiten Mannschaft von Paderborn und wurde dann Co-Trainer bei Bayer Leverkusen. Dann kam der Wechsel ins Management und er wurde Geschäftsführer Sport beim SC Paderborn. Nach zwei Jahren wurde er Sportdirektor bei RB Leipzig und weitere zwei Jahre später, jetzt vor fast fünf Jahren, wechselte er als Sportvorstand zur Eintracht, bei der sein Vertrag noch bis 2028 läuft.

Soweit so klar. Und dieser Manager soll seinen Verbleib davon abhängig machen, wie die zukünftige Perspektive aussehen soll, die der Aufsichtsrat und der Vorstand der Eintracht vorgeben bzw. beschließen? Ja natürlich, was denn sonst? Ein Manager, der seine Karriere vorantreibt muss doch genau das tun. Und wenn er für sich feststellt, dass seine Ambitionen größer sind als die der Führung der Eintracht, dann sucht er das Gespräch und gegebenenfalls eine neue Herausforderung. Das ist doch ganz normal. Und dann gilt halt das, was man immer zu Spielern sagt, sie seien schneller als der Verein gewachsen, mal für den Manager.

Und dafür werden viele hundert Worte geschrieben? Erstaunlich.

Und die Sache mit der angeblichen Unzufriedenheit über die Aussagen von Axel Hellmann auf der Hauptversammlung? Hellmann sagte: „Ich glaube, wir haben an der einen oder anderen Stelle und Position den Kader falsch eingeschätzt, und wir müssen feststellen: Die eine oder andere Personalie hat schlichtweg nicht funktioniert.“ Mal ganz im Ernst, das ist doch nichts als die Wahrheit. Und das sieht Markus Krösche mit Sicherheit ganz genauso. Und glaubt eigentlich irgendjemand, dass der Vorstand Axel Hellmann so etwas sagt, ohne es vorher mit seinen Vorstandskollegen abzustimmen? Bei der Mitgliederversammlung? Eher nicht, oder?

Also, was bleibt? Ein Sturm im Wasserglas oder eine aufgeblasene Socke. Lasst uns wieder über wichtigeres reden. Zum Beispiel über die Pflichtsiege gegen Heidenheim, Mainz, Köln und Wolfsburg. Um nur mal die ersten vier zu nennen.

Titelbild: Christof Koepsel/Getty Images

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