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·17. Mai 2026
#SGEVFB – 105 Tage albern mit Albert sind genug

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·17. Mai 2026

Es kam der Wiederanpfiff zur zweiten Halbzeit und Arnaud Kalimuendo musste verletzt passen. Und der Trainer der Frankfurter Eintracht nimmt tatsächlich den einzigen Stürmer vom Platz und wechselt mit Chaibi einen offensiven Mittelfeldspieler ein. Fassungslosigkeit im Stadion und quer durch die Republik. Wie nachtragend und kleingeistig muss man sein um den einzigen Stürmer, der zwar auf der Bank sitzt, mit dem man aber Stress hatte, nicht einzuwechseln?
Denn schließlich stand es nach einer eher durchwachsenen ersten Hälfte bereits 0:2 nach Toren von Chema (10.) und Nartey (45.+4), man brauchte also durchaus offensive Impulse. Es brauchte dann noch einmal 15 Minuten, bis der Trainer mit Burkardt für Uzun und Dahoud für Mario Götze diese Impulse setzte, was am Ende dann noch zum Ausgleich durch die zwei Elfmeter von Burkardt führte. Natürlich hatten die Stuttgarter keinen Druck mehr, da nach den Ergebnissen von den anderen Plätzen klar war, dass ihnen der Platz in der Champions-League nicht mehr zu nehmen ist.
Und damit ist es auch genug. Genug von diesem Spiel, das leider wieder wie ein Spiegelbild für diese Saison stand. Genug von dieser Saison, in der eigentlich seit dem 4. Spieltag und der fast schon kuriosen Heimniederlage gegen Union Berlin eigentlich nur noch ganz wenig gepasst hat. Genug auch von einem Trainer, der diese Saison mehr schlecht als recht zu Ende gebracht hat und im letzten Spiel mit seinem Starrsinn und seinem sinnfreien In-Game-Coaching fast noch eine Niederlage zum Abschluss mit verursacht hätte. Einem Trainer, der nicht zur Mannschaft gepasst hat und der sich von außen betrachtet auch nicht einen Deut auf die Mannschaft und die Fans zubewegt hat.
Die Äußerungen von Jonathan Burkardt nach dem Spiel waren angenehm (selbst)kritisch, er sprach alle Punkte an, die sich ändern müssen, im Team, um das Team. Jetzt ist es Zeit, die Wunden zu lecken und mit der notwendigen Neuausrichtung zu beginnen. Es braucht schnell einen neuen Trainer, der die Richtung vorgibt. Man muss eine Bilanz ziehen, sich darüber klar werden, auf welche Spieler man sich verlassen kann, wer die Führung dieser im Kern immer noch jungen Mannschaft übernehmen kann.
Hier bei habe ich übrigens in den letzten Wochen ganz klar die Stimme unseres Kapitäns Robin Koch vermisst, der eigentlich derjenige gewesen wäre, der die Situation mit zu gestalten und nach außen zu vertreten hatte. Da kam aber meiner Wahrnehmung nach nichts.
Und das war zu wenig. Wie halt von allem in dieser Saison.
Titelbild: Alex Grimm/Getty Images







































