DFB-Frauen
·12. März 2026
SGS-Siegtorschützin Ella Touon: "Unglaublich wichtig für die Moral"

In partnership with
Yahoo sportsDFB-Frauen
·12. März 2026

Mit dem 1:0 gegen Werder Bremen ist die SGS Essen ins Halbfinale um den DFB-Pokal der Frauen eingezogen und hat so auch Selbstvertrauen für den Kampf um den Klassenverbleib in der Google Pixel Frauen-Bundesliga getankt. Am Sonntag (ab 12 Uhr, live bei MagentaSport und DAZN) geht es dort zur TSG Hoffenheim. Im DFB.de-Interview spricht die 22 Jahre alte SGS-Siegtorschützin Ella Touon mit Mitarbeiter Peter Haidinger über Pokal und Liga.
DFB.de: Wie groß war die Freunde nach Ihrem Siegtreffer gegen den SV Werder und dem Einzug ins Pokalhalbfinale, Frau Touon?
Ella Touon: Wir haben uns riesig gefreut, zumal wir in der ersten Halbzeit einige schwierige Phasen überstehen mussten. Mein Tor ist genau zum richtigen Zeitpunkt gefallen, weil wir nicht wirklich am Drücker waren. (lacht) In der Kabine wurde gefeiert und gesungen. Anschließend haben wir uns die Auslosung für das Halbfinale angeschaut.
DFB.de: Dort muss die SGS zum Titelverteidiger FC Bayern München reisen. Wie sehr hat das die Freude getrübt?
Touon: Ich würde lügen, wenn ich jetzt behaupte, dass es unser Wunschlos war. (lacht) Wir wissen, dass es die schwierigste Aufgabe ist, die wir zugelost bekommen konnten. Ein Sieg in München ist fast ein Ding der Unmöglichkeit. Wir werden jedoch versuchen, das Unmögliche möglich zu machen.
DFB.de: Wie sehr würden Sie sich persönlich über die Teilnahme am Endspiel in Köln freuen, zumal Sie aktuell vom 1. FC Köln an die SGS ausgeliehen sind?
Touon: Ich wohne nach wie vor in Köln, habe aber noch nie im RheinEnergieSTADION gespielt. Von daher wäre es riesig, wenn wir es bis ins Finale schaffen sollten. Damit würde auch für mich ein Traum in Erfüllung gehen.
DFB.de: Was hat gegen Bremen den Ausschlag gegeben?
Touon: Es war gut, dass wir das DFB-Pokalspiel zu Hause vor unseren Fans an der Hafenstraße austragen durften. In der Meisterschaft spielen wir um den Klassenverbleib. Als Außenseiterinnen haben wir gegen den SV Werder in einem K.o.-Spiel keinen Druck verspürt. Wir haben alle zusammengehalten und gut füreinander gekämpft.
DFB.de: Wie hat SGS-Trainerin Heleen Jaques das Team eingestellt?
Touon: Wir wussten, dass Bremen größtenteils über die Zweikampfstärke kommt, für jeden Gegner eklig sein kann, aber auch verwundbar ist. Wir haben dagegengehalten, das Pokalspiel angenommen und uns in alles reingeworfen.
DFB.de: Wie haben Sie ihren Siegtreffer erlebt?
Touon: Ich habe von unserer Trainerin die Anweisung bekommen, mich auch als Abwehrspielerin mehr ins das Offensivspiel einzuschalten. Für ungefähr fünf Minuten hatte ich die Position mit Paula Flach getauscht. Das hat sich ausgezahlt. Ich bin sehr froh, dass wir die im Training einstudierten Dinge im Spiel umsetzen konnten. Ich freue mich über jedes "Törchen", weil das nicht unbedingt meine Kernaufgabe ist.
DFB.de: Gibt der Einzug ins Halbfinale noch mal einen zusätzlichen Schub für den Kampf um den Klassenverbleib in der Frauen-Bundesliga?
Touon: Auf jeden Fall. Der Sieg gegen Werder Bremen war für die Moral unglaublich wichtig. Wir hoffen, dass wir diesen Schwung mit in die Liga transportieren können. Wir sind seit vier Spielen unbesiegt, können Fußball spielen und jeder Mannschaft wehtun.
DFB.de: Aktuell rangiert die SGS Essen, die seit mehr als 20 Jahren erstklassig ist, dennoch auf einem Abstiegsplatz. Besitzt das Team die nötige Qualität, um erneut den Klassenverbleib zu schaffen?
Touon: Davon bin ich überzeugt, und alle im Team glauben ebenfalls daran. Die SGS Essen ist der einzige verbliebene Frauenverein in der Bundesliga. Ich habe schon in der U 17 für die SGS gespielt und später auch meine ersten Erfahrungen in der Bundesliga gesammelt. Der Verein wird sehr familiär geführt. Allen Mädels liegt es sehr am Herzen, dass wir den Klassenverbleib schaffen und damit etwas zurückgeben.
DFB.de: Wie bewerten Sie aktuell die Ausgangslage im unteren Tabellendrittel?
Touon: Ich gehe davon aus, dass es bis zum letzten Spieltag spannend bleibt. Man darf keine Mannschaft abschreiben, weil jedes Team in jedem Spiel punkten kann. Das macht die Liga insgesamt sehr interessant. Wir müssen weiter bei uns bleiben, alles andere können wir ohnehin nicht beeinflussen.
DFB.de: Nun steht die Partie bei der TSG Hoffenheim an. Wie wollen Sie die Begegnung angehen?
Touon: Wir müssen die Dinge, die uns ausmachen, wieder auf dem Platz bringen, dann können wir auch in Hoffenheim etwas holen. Dafür müssen wir kompakt stehen, die Zweikämpfe annehmen uns bei unseren Offensivaktionen möglichst effektiv sein.









































