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·25. August 2026

Shalas bittere Erkenntnis: "Uns fehlt die Vollstrecker-Mentalität"

Artikelbild:Shalas bittere Erkenntnis: "Uns fehlt die Vollstrecker-Mentalität"

Der SC Verl hat in der 1. Runde des DFB-Pokals abermals einen mutigen Auftritt abgeliefert. Doch auch gegen den Hamburger SV gab es am Ende eine deutliche 0:3-Niederlage, bei der Cheftrainer Orest Shala trotz Klassenunterschied einfach die Kaltschnäuzigkeit seines Teams fehlte. Grundsätzlich konnte sich der 34-Jährige aber schon längst mit seiner neuen Mannschaft identifizieren.

"Das geht uns weiterhin ab"

Im Landespokal beim sechstklassigen FC Kaunitz zeigte der SC Verl seine Abschlussstärke, als die Ostwestfalen sechs Buden für das Weiterkommen erzielten. Darüber hinaus fehlte der Shala-Elf in zwei Liga-Spielen sowie im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV jedoch das berüchtigte Quäntchen Glück – drei Tore stehen elf Gegentreffern gegenüber. Drei Mal schlug der HSV am Montagabend zu, was das Erstrunden-Aus für den SCV bedeutete. "Das war ein riesiges Fest. Das Stadion war toll, die Fans waren toll. Das hat richtig Spaß gemacht", fasste Cheftrainer Orest Shala zusammen. "Und ich hatte auch richtig Freude daran, meine Mannschaf spielen zu sehen."


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Denn Verl zeigte gegen den Bundesligisten durchaus ansprechende Ansätze. Der 34-jährige Übungsleiter setzte nicht auf das Abwehrbollwerk, sondern ließ mutig spielen. "Wir haben die Themen, die wir auch schon in den Ligaspielen umgesetzt haben, heute noch einmal auf höherem Niveau gesehen. Dass wir das auch gegen einen Bundesligisten schaffen können, dass man unsere DNA klar sieht, hat viel mit Ballbesitz, Aktivität und Dynamik zu tun", so Shala. Und doch fehlte am Ende das Entscheidende, nämlich der Torjubel. "Das geht uns weiterhin ab", räumte auch der Cheftrainer ein. "Du musst die Situationen, von denen wir genug hatten, dann auch nutzen. Besonders in der ersten Halbzeit."

"Müssen bei uns selber anfangen"

Stattdessen erzielte der HSV kurz vor dem Pausenpfiff die Führung, was den SCV in der Kabine hadern ließ. Schon in der Liga gab Verl gegen Aachen und Duisburg die Spiele aus der Hand. "Wir haben uns vorgenommen, es besser zu machen, weil immer, wenn so ein Misserfolg bei uns war, dann brechen wir ein bisschen auseinander. Das haben wir aber leider nicht geschafft", erklärte Shala, der das 0:2 mit Beginn der zweiten Hälfte hinnehmen musste. Einen Zusammenbruch sah der SCV-Coach dieses Mal zwar nicht, aber spätestens mit dem "blöden 0:3" war die Messe für Verl gelesen. "Wir hatten weiterhin unsere Dominanz, aber schaffen es nicht, ein Tor zu erzielen. Deswegen ist das Ergebnis zwar zu hoch, aber wir müssen bei uns selber anfangen."

Mit der grundsätzlichen Herangehensweise war Shala dennoch zufrieden, denn die Identifikation beim Sportclub ist nach einem großen Umbruch unverändert. "Egal, wer Trainer ist, egal, welche Spieler hier sind. Ich glaube, das ist diese DNA, die hier durchgezogen wird und deswegen glaube ich auch, dass der Verein wie jedes Jahr im ruhigen Umfeld erfolgreich sein wird", fügte Kapitän Niko Kijewski vor den "Sky"-Kameras hinzu. Dafür wird es Tore brauchen. "Uns fehlt diese Vollstrecker-Mentalität. Das unterscheidet heute zwischen der Bundesliga und der 3. Liga", so Shala, der nun das erste Erfolgserlebnis im Liga-Alltag forcieren wird. Im Heimspiel gegen Fortuna Köln soll am Samstag nun der erste Sieg her.

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