Borussia Dortmund
·29. Mai 2026
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AusgangslageEine Woche lang hatten die Borussinnen Zeit, um sich auf das dritte und letzte Finalspiel vorzubereiten. „Natürlich waren alle zunächst frustriert, die Enttäuschung steckte tief. Aber dann haben wir nach vorn geschaut, die verschiedenen Taktiken trainiert, sind dabei auch mehr in die Tiefe gegangen“, zeigt sich Chefcoach Henk Groener zuversichtlich. Ob das Momentum nach dem knappen Heimsieg aufseiten Blombergs ist, bleibt fraglich. Andreas Kuno, stellvertretender Abteilungsleiter, sieht das nicht so: „Jetzt müssen wir unser starkes Spiel, was wir 45 Minuten lang gezeigt haben, nur noch über die Ziellinie bringen. Wir müssen unsere gute Abwehrarbeit besser nutzen, daraus mehr Tempospiel herleiten. Wir haben ab der 15. Minute wirklich stark gearbeitet, aber nur einen Gegenstoß erfolgreich abgeschlossen. Und wenn Blomberg wieder taktische Veränderungen vornimmt, wie im Rückspiel, müssen wir Ruhe bewahren, aber nicht zu passiv werden.“
Auffällig am vergangenen Sonntag war, dass Guro Nestaker und Alieke van Maurik seltener als gewohnt zum Torerfolg kamen. „Guro war selbst unglaublich enttäuscht. Aber es war klar, dass die HSG sich nach ihrem starken Auftritt im ersten Spiel besser auf Guro einstellt. Dafür waren auf unserer Seite Dana Bleckmann und Deborah Lassource sehr stark. Ich bin sicher: Am Sonntag wird es wieder ein ganz anderes Spiel geben“, erklärt Groener. Auch Alieke van Maurik dürfte wieder näher an ihrem Topniveau sein, nachdem sie sich in der vergangenen Woche einen Finger ausgekugelt hatte.
PersonalAuch vor dem letzten Spiel der Saison 2025/26 gibt es keinerlei Veränderung auf der Verletztenliste. Lois Abbingh und Lena Hausherr fehlen weiterhin. Eher unwahrscheinlich ist auch der Einsatz von Alicia Langer.
GegnerWas die HSG Blomberg-Lippe auszeichnet, wurde am vergangenen Sonntag bei der 27:28-Niederlage deutlich: Die Mannschaft gibt nicht auf, egal, wie der Spielstand ist. In der 42. Minute führte der BVB zwischenzeitlich mit vier Toren Vorsprung, doch mit Kampf und Einsatz – und einer nur schwer zu stoppenden Nieke Kühne kam Blomberg zurück. Im zweiten Finalspiel zeigte die erst 21 Jahre alte Rückraumspielerin erneut eine Glanzleistung, war Dreh- und Angelpunkt und mit acht Treffern auch Haupttorschützin der HSG. Angesprochen auf die Heimstärke der Blombergerinnen, die in dieser Spielzeit noch ohne Niederlage vor eigener Kulisse sind, antwortete Kühne: „Wir verlieren hier nicht. Und ich glaube, das heißt, dass wir Deutscher Meister werden.“ Kühne, die bislang auf 155 Tore kommt, wurde in dieser Woche zur Spielerin der Saison 2025/26 gewählt.
Als sichere Siebenmeterschützin agierte auch die spanische Linksaußen Ona Vegue i Pena, die viermal verwandelte. Die Spanierin spielt in der kommenden Saison für den BVB. Das Duell der Torhüterinnen war dagegen ausgeglichen. Blombergs Melanie Veith parierte zehnmal, Borussias Melinda Szikora kam auf neun Paraden, Sarah Wachter auf drei.
Dana Bleckmann ist zuversichtlich„Wir haben uns gut erholt, haben die Niederlage vom vergangenen Sonntag verdaut und diesen Dämpfer abgehakt. Jetzt wollen wir uns darauf fokussieren, was gut lief. Und das war eine ganze Menge. Wir haben mit vier Toren geführt, haben ein Superspiel gemacht, hatten lange alles unter Kontrolle. Das macht mich zuversichtlich, dass wir das dritte Spiel gewinnen und Deutscher Meister werden“, so Dana Bleckmann, die den Titel nach 2021 zum zweiten Mal mit dem BVB gewinnen will. Auch Alina Grijseels und Kelly Vollebregt gehörten schon 2021 zur Meistermannschaft des BVB.







































