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·9. Juni 2026

So liefen die WM-Tests für Deutschlands Gruppengegner

Artikelbild:So liefen die WM-Tests für Deutschlands Gruppengegner

Achtung, DFB-Team? Auch die WM-Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft haben sich mit Testspielen auf das anstehende Turnier vorbereitet. Aber wie liefen die Generalproben von Curacao, der Elfenbeinküste und Ecuador?

Karibikinsel Curacao geht unter - und versenkt eine andere

1:4 gegen Schottland, 4:0 gegen Aruba


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Deutschlands erster Gruppengegner schnupperte gegen einen europäischen WM-Teilnehmer immerhin 45 Minuten lang an einer Sensation. Curacao traf im ersten Testspiel nach der Rückkehr von Trainer Dirk Advocaat auf Schottland. Beim vorletzten Härtetest vor dem Turnier in den USA, Kanada und Mexiko gab der Underdog lange Zeit eine gute Figur ab.

Ex-Bremer Tahith Chong brachte den Weltranglisten-82. nach einer Viertelstunde in Führung. Mittlerweile ist er für Sheffield United in der zweiten englischen Liga aktiv. Nach seinem Tor blieb Curacao weiterhin standhaft und konnte die Führung fast 30 Minuten lang verwalten. Bis der ehemalige Bochumer Jürgen Locadia kurz vor der Halbzeitpause glatt Rot sah.

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Curacao gegen Schottland lange auf Augenhöhe, dennoch ohne Chance. Foto: Getty Images

In Unterzahl ließ sich Curacao vorführen. Findlay Curtis glich vor dem Pausenpfiff zum 1:1 aus, anschließend war der WM-Neuling endgültig chancenlos. Schottland sorgte mit einem 4:1-Sieg noch für klare Verhältnisse. Immerhin veranstaltete Curacao bei der Generalprobe gegen die Auswahl der Karibikinsel Aruba ein Torfestival. Nach einer torlosen ersten Halbzeit stand es am Ende 4:0. Das Auftaktspiel gegen den Fußball-Zwerg sollte die deutsche Nationalmannschaft jedoch kein Hindernis darstellen.

Alle Achtung: Elfenbeinküste schlägt Topfavorit

2:1 gegen Frankreich

Es war eine handfeste Überraschung: Ausgerechnet Deutschlands zweiter WM-Gruppengegner, die Elfenbeinküste, stellte Frankreich ein Bein. Die Mannschaft um Leipzigs Shootingstar Yan Diomande besiegte überraschend den zweimaligen Weltmeister mit 2:1. Die Ivorer nehmen erstmals seit 2014 an einer WM-Endrunde teil – und wollen sich nicht verstecken. Mit einigen namhaften Spielern und viel Tempo im Kader wollen die Afrikaner eine Erfolgsgeschichte schreiben.

Der Sieg gegen den Titelanwärter Frankreich sorgte für Aufsehen. Die Elfenbeinküste ließ sich von einem frühen Rückstand nicht beirren und drehte die Partie in der zweiten Halbzeit. Auch wenn dieser Sieg nicht überbewertet werden darf – der französische Spielfluss wurde durch zahlreiche Wechsel gestört –, war er ein klares Signal an das DFB-Team. Die Elfenbeinküste bestach vor allem mit schnellem Vertikalspiel, erspielte sich mit wenigen Pässen Großchancen und nutzte diese gegen Frankreich gleich zweimal.

Ecuador auch ohne die großen Stars souverän

2:1 gegen Saudi-Arabien, 3:0 gegen Guatemala

Ecuador ist auf dem Papier wohl der schwerste Gruppengegner der deutschen Nationalmannschaft. Die Südamerikaner hatten in der WM-Qualifikation mit nur fünf Gegentoren in 18 Partien überzeugt. Zum Abschluss gelang sogar ein 1:0-Überraschungssieg gegen den amtierenden Weltmeister Argentinien. Bei den letzten Testspielen vor der WM setzte Nationaltrainer Sebastian Beccacece auf eine ungewöhnliche Herangehensweise.

Im ersten Test gegen Saudi-Arabien hatten die großen Stars Willian Pacho, Piero Hincapié und Moises Caicedo gefehlt. Deutschlands letzter Gruppengegner zeigte sich gegen den Weltranglisten-61. effizient: Jackson Porozo und Anthony Valencia nutzten zwei von drei Großchancen und brachten Ecuador mit 2:0 in Führung. Obwohl Saudi-Arabien deutlich mehr Ballbesitz hatte, gelang mit dem 1:2 in der 87. Minute lediglich Ergebniskosmetik. Ecuadors stabile Defensive, ein Standardtor und aggressives Pressing (ein erzwungener Fehler von Saudi-Arabien leitete das 2:0 ein) könnten der deutschen Mannschaft Probleme bereiten.

Doch auch im zweiten Test verzichtete Beccacece auf die großen Stars. Während die meisten Nationen die Generalproben nutzen, um ihre Stammelf einzuspielen, setzte Ecuadors Trainer auf Rotation. Gegen Guatemala ließ aber auch die B-Elf nichts anbrennen: Ecuador besiegte die Mittelamerikaner souverän mit 3:0. Anders als gegen Saudi-Arabien agierte die Beccaceces Mannschaft spielbestimmend und drängte Guatemala früh in die eigene Hälfte. In der zweiten Halbzeit ließ sie die Partie aber letztlich austrudeln. Der erste Test gegen Saudi-Arabien wird daher für das DFB-Team von größerer Bedeutung sein.

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Ecuador sorgte gegen Guatemala trotz B-Elf für klare Verhältnisse. Foto: Getty Images

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