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·27. Mai 2026
So überzeugte René Wagner Thomas Kessler und das Gremium

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Simon Bartsch
27 Mai, 2026
Nein, die Bilanz sprach nicht wirklich für den Trainer, die Leistung gerade in den letzten beiden Saisonspielen sicherlich auch nicht. Und doch wurde René Wagner am Ende des Tages zum Cheftrainer befördert. Das warf bei vielen Anhängern in den Sozialen Medien Fragen auf. Und die Antwort versuchten Coach und Geschäftsführer am Dienstag zu geben.
René Wagner und Thomas Kessler sprachen am Dienstag über die kommende Saison
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Die Kritik bei Instagram und Co. war schon heftig. René Wagner spürte als Trainer unter den Kölner Anhängern mächtig Gegenwind, aber auch Thomas Kessler musste einige verbale Spitzen einstecken. Mit nur sechs Punkten aus den sieben Spielen seiner Amtszeit blieb Wagner im Punkteschnitt unter dem von Lukas Kwasniok und gerade die Leistungen gegen die Mannschaften auf Augenhöhe wie Heidenheim und St. Pauli waren alles andere als ein starkes Bewerbungsschreiben. Seit vergangener Woche ist aber klar, dass René Wagner das Rennen gemacht hat und den FC in die kommende Saison führen wird. „Wir haben uns natürlich lange damit auseinandergesetzt. Am Ende ist die Wahl auf René gefallen, weil wir eine Vorstellung vom dem hatten, was im vergangenen Jahr passiert ist und Dinge gesehen haben, die nicht funktioniert haben und Dinge, die gut waren“, fasste Thomas Kessler die Analyse der vergangenen Tage zusammen.
Unter Dinge, die gut gelaufen und nicht so gut gelaufen sind, dürften auch Entscheidungen des Vorgängers gefallen sein. Mit dem war man am Ende nicht zufrieden. Nun aber hat der 37-Jährige offenbar das richtige Gehör beim Kölner Gremium, das über die Zukunft entschied, gefunden. „René hat ganz klar erklärt, wie er sich die Dinge vorstellt und zwar mit einer ordentlichen Vorbereitung und mit einer Kaderkonstellation, die wir dann versuchen umzusetzen“, sagte Kessler. Tatsächlich hatte der gebürtige Dresdner nicht so wirklich viel Eingewöhnungszeit, konnte nicht mehr viel an Stellschrauben drehen, hatte einen Kader vor der Brust, an dessen Gestaltung er nicht mitarbeiten konnte. Das soll nun anders laufen. Wagner wird in die Planung des Kaders mit eingebunden, wird seine Vorstellungen äußern. „Er hatte die Möglichkeit vorzustellen, wie er die Arbeit sieht, um den FC ein Stück nach vorne zu bringen“, so Kessler.
Der Geschäftsführer macht aber keinen Hehl daraus, dass er sich durchaus auch mit anderen Trainern beschäftigt, Gespräche geführt hat. Am Ende „hat René die Mitarbeiter und das Gremium überzeugt“, so Kessler weiter. Sicherlich werden aber auch andere Kandidaten gute Ideen präsentiert haben. „Für René hat natürlich gesprochen, dass er den Club und das Umfeld kennt. Er kennt die Gegebenheiten. Er kennt die Spieler sehr gut und hat uns skizziert, mit welchen Schritten er den Club nach vorne bringen will. Wir haben sehr tief analysiert, mit welchem Fußball wir die vergangenen Jahre gespielt haben. Das was René analysiert hat, war extrem deckungsgleich.“ Kessler galt allerdings in den vergangenen Wochen ohnehin als Befürworter des Trainers. Eine Entscheidung war zwar zum Finale der Saison noch nicht gefallen, Tendenzen gab es aber wie berichtet durchaus.
Wagner scheint daran gelegen, ein nun anderes Bild als in den vergangenen Wochen zu präsentieren. Nicht nur vom Fußball, auch von sich selbst. „Jetzt geht es auch darum, dass ich mich als Person zeige. Das habe ich in den vergangenen Wochen nach hinten geschoben“, sagte der Chefcoach, der aber die kommenden Wochen erst einmal in Urlaub fahren wird. Einen sportlichen Matchplan gab er aber schon einmal mit. „Ich will vor allem zu Hause immer ein aktives Bild zeigen. Wir wollen nach vorne spielen, Mannschaften unter Druck setzen, Spiele gewinnen. Unser Anspruch muss es sein, ein Bild wie gegen Leverkusen zu Hause häufiger zu zeigen“, so Wagner. „Wir wollen schauen, dass sich der Verein kontinuierlich entwickeln kann. Wir wissen, dass das ganz schwer wird.“ Über allem – und da waren sich Trainer und Geschäftsführer einig – steht am Ende ohnehin nur der Klassenerhalt.







































