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·1. Oktober 2026

Spätberufener Janelt sieht erste DFB-Nominierung als „letzte Chance“

Artikelbild:Spätberufener Janelt sieht erste DFB-Nominierung als „letzte Chance“

Vitaly Janelt war einer von elf Neulingen, die Jürgen Klopp für seinen ersten XXL-Kader als Bundestrainer nominierte. Ist es für den mittlerweile 28-Jährigen die erste und letzte Chance beim DFB?

Janelt sieht unter Klopp „letzte Chance“ beim DFB

Wenn man deutsche Spieler sucht, die im Ausland Top-Leistungen gezeigt haben, aber nie eine Chance in der Nationalmannschaft bekamen, fällt Kennern schnell der Name Vitaly Janelt ein. Der Mittelfeldspieler steht seit 2020 beim FC Brentford unter Vertrag, seit fünf Jahren ist er in London unumstrittener Stammspieler.


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Weder Hansi Flick noch Julian Nagelsmann haben Janelt seitdem berücksichtigt. Umso passender, dass ausgerechnet der langjährige Premier-League-Trainer Jürgen Klopp ihn direkt nominiert hat. Während die anderen zehn Neulinge 25 Jahre oder jünger sind, bildet der gebürtige Hamburger eine Ausnahme.

„Ich bin sehr happy, dass ich jetzt hier dabei bin mit meinen 28 Jahren“, sagte Janelt am Dienstag in Herzogenaurach, ist sich aber auch bewusst: „Das ist mit die letzte Chance für mich, bei dem einen oder anderen großen Turnier dabei zu sein.“ Es stört ihn nicht, dass er sich erst jetzt beim DFB-Team präsentieren darf. Im Gegenteil: „Ich hatte irgendwann keine Lust mehr, in Interviews darüber zu reden“, erinnert sich der Neuling, nimmt die späte Nominierung aber gelassen: „Wenn der Trainer Bock hat auf mich, hat er Bock. Wenn nicht, dann nicht.“

Premier-League-Legionär macht „die Drecksarbeit“

Schließlich steht sein Klub Brentford in Deutschland selten im Fokus und ist „nicht Chelsea, Manchester United [oder] Manchester City. Da ist es nicht ganz so einfach. Aber ich bin niemandem böse oder sauer.“ Für Janelt war die Entwicklung abseits des großen Rampenlichts aber vielleicht genau richtig. „Ich habe die meisten Spiele gemacht in der Premier League für den Verein. Ich bin zweiter, dritter Kapitän, ich habe mir da was aufgebaut“, sagte er stolz.

Nach 166 Einsätzen in der höchsten englischen Spielklasse könnte Janelt heute Abend (20:45 Uhr) im Nations-League-Spiel gegen Serbien sein Debüt für Deutschland geben. Die Chance unter Jürgen Klopp will der 28-Jährige nutzen. Er bringt zudem ein durchaus interessantes Profil mit, das dem deutschen Team in dieser Form noch fehlt. „Ich mache die Drecksarbeit für die Jungs vor mir. Ich versuche, ihnen den Weg freizuschaffen“, beschreibt der robuste Mittelfeldspieler seinen Spielstil.

Unter Klopp, bekannt für intensiven Fußball, ist das die perfekte Voraussetzung. Es wäre ein fast kitschiges Ende der langen Wartezeit auf sein DFB-Debüt – für einen Spieler, der 2024 eigentlich schon einem anderen Verband sein Ja-Wort gegeben hatte: Bosnien.

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