1. FSV Mainz 05
·10. Mai 2026
Späte Nackenschläge: FSV unterliegt Union

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·10. Mai 2026

FSV rennt an & wird spät bestraft
Durchgang zwei begann ganz anders als Hälfte eins. Der unveränderte FSV war voll da und brauchte keine 180 Sekunden, um auszugleichen. Paul Nebel hatte auf rechts viel Zeit und Raum für eine präzise Flanke ins Zentrum, die Becker erreichte, der aus acht Metern per Direktabnahme das 1:1 gegen seinen Ex-Klub besorgte (48.). Es war eine Phase, in der ein Doppelschlag in der Luft lag. Vier MInuten nach dem Tor war es wieder Potulski, der an seinem ersten Bundesliga-Treffer in der MEWA ARENA schnuppern durfte, als nach einem Amiri-Freistoß aus dem Halbfeld völlig blank im Strafraum auftauchte, doch Claus reagierte gegen den Kopfball aus kurzer Distanz glänzend (52.). Extase pur sollte dennoch nicht viel später folgen: Die 05ER hatten Union rund um den eigenen Strafraum eingeschnürt, Kohr letztlich butterweich auf den zweiten Pfosten flankte, wo Tietz artistisch zur vermeintlichen Führung vollendete. So schön dieses Tor gewesen war, so knapp hatte der Angreifer zuvor im Abseits gestanden, so dass es beim Remis blieb. Dem Dauerdruck der ersten 15 Minuten nach Wiederbeginn konnten sich die Berliner danach dann etwas entziehen, machten aber kaum noch was nach vorne.
Nach 69 Minuten reagierte Urs Fischer erstmals und brachte Jae-sung Lee für Nebel sowie Niki Veratschnig für Caci in die Begegnung. Nebel hatte kurz zuvor noch Treffer Nummer zwei auf dem Fuß gehabt, als ein Kopfball nach Becker-Flanke das Gehäuse haarscharf verfehlte. Nebel per Kopf knapp drüber nach Becker-Flanke (70.). Zwar hatten die Mainzer weiter mehr vom Spiel, kamen aber in der Schlussphase nur noch selten zu Abschlüssen. Ganz anders Union, die noch einmal aufdrehen sollten und sich die ihnen bietenden Räume zu nutzen wussten. In der 84. Minute konterten die Berliner über Ilic, der aus 16 Metern noch am Querbalken scheiterte. Besser machte es Burke, der zwei Minuten vor Ablauf der regulären Spielzeit im Zentrum von Ilic bedient wurde, den Ball eigentlich schon vertändelt hatte, letztlich aber doch humorlos die erneute Führung besorgte (88.). In der Nachspielzeit folgte gegen weit aufgerückte Mainzer dann die endgültige Entscheidung. Tim Skarke war auf und davon, umkurvte Zentner und sah den mitgelaufenen Jovanovic, der nur noch einschieben musste. Die Schlussphase hatte den Verlauf der zweiten Halbzeit ein Stück weit auf den Kopf gestellt, aufgrund der ersten Halbzeit war der Berliner Erfolg unter dem Strich aber wohl auch nicht völlig unverdient.
Trotz der Niederlage belegen die 05ER auch nach 33 Spieltagen Rang zehn und sind am kommenden Samstagnachmittag (15.30 Uhr) beim 1. FC Heidenheim gefordert, für die es im Kampf um den Klassenerhalt noch um alles geht.
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