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·5. Juni 2026
Spanien stolpert im Härtetest: WM-Favorit lässt gegen Irak viele Fragen offen

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Ohne Lamine Yamal und mehrere Führungsspieler hat Spanien seine Generalprobe fast schon leichtfertig aus der Hand gegeben. Gegen den Irak reichte es nur zu einem 1:1 – und der Auftritt weckt Zweifel vor dem WM-Start.
Frühe Führung, dann der Bruch im Spiel
Im vorletzten WM-Test in La Coruña trat Spanien mit Alejandro Grimaldo von Bayer Leverkusen in der Startelf zunächst wie erwartet dominant auf. Die Mannschaft von Luis de la Fuente kontrollierte Ball und Tempo und schlug nach einem irakischen Vorstoß eiskalt zurück: Ferran Torres vollendete einen Konter zur 1:0-Führung.
Statt Sicherheit brachte das Tor jedoch Unruhe. Der Irak nutzte seinen ersten ernsthaften Abschluss zum Ausgleich: Merchas Doski traf zum 1:1, wobei Torhüter Joan Garcia keine gute Figur machte. Kurz vor der Pause hätte Ferran Torres mit einem Lattenkracher beinahe die erneute Führung besorgt, doch Spanien ließ weitere klare Chancen liegen und wirkte defensiv anfällig.
Nach dem Seitenwechsel wurde deutlich, wie sehr Spanien auf seine Stars angewiesen ist. Ohne Lamine Yamal, Pedri, Rodri und Nico Williams fehlte im letzten Drittel die Kreativität, gleichzeitig nahm die defensive Stabilität weiter ab. Luis de la Fuente nutzte den Test für eine große Personal-Rochade: In der zweiten Halbzeit wurde praktisch einmal komplett durchgewechselt.
Die Konsequenz: Der Spielfluss brach zusammen. Kombinationen blieben Stückwerk, Automatismen waren kaum zu erkennen, und der Irak verteidigte das Remis mit zunehmendem Selbstbewusstsein. Spanien fand trotz hoher Ballbesitzwerte keine Lösungen mehr, um den Testspielsieg zu erzwingen.
Die Chance zur schnellen Korrektur bietet der letzte Test gegen Peru im Estadio Cuauhtémoc in Puebla. Dort soll Spanien noch einmal Selbstvertrauen tanken, bevor es am 15. Juni in Atlanta gegen Außenseiter Kap Verde ernst wird. Bis dahin hofft der Europameister, dass Lamine Yamal nach seiner Oberschenkelverletzung wieder einsatzbereit ist, ebenso weitere Schlüsselspieler, die gegen den Irak geschont wurden.
In Gruppe H warten nach Kap Verde noch Saudi-Arabien und Uruguay – Gegner, die Spanien in Topform schlagen kann, für die es aber deutlich mehr Konsequenz als im Irak-Spiel braucht. Der Irak wiederum reist nach dem Achtungserfolg mit Rückenwind in seine zweite WM-Teilnahme nach 1986 und testet in Illinois noch gegen Venezuela, bevor es in der schweren Gruppe I gegen Norwegen, Frankreich und Senegal geht.







































