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·2. Oktober 2026

Spaniens Lamine Yamal: Warum ihn nicht alle Spanier feiern

Artikelbild:Spaniens Lamine Yamal: Warum ihn nicht alle Spanier feiern

Lamine Yamal spielt eine Weltklassesaison und gilt als Favorit auf den Ballon d’Or, doch Berichten zufolge sehen längst nicht alle Spanier den Barça-Star mit ungeteilter Begeisterung. Spanische Sportjournalisten diskutierten zuletzt öffentlich, woran das liegen könnte.

Artikelbild:Spaniens Lamine Yamal: Warum ihn nicht alle Spanier feiern

Spaniens Offensivspieler Lamine Yamal zeigt im WM-Finale 2026 gegen Argentinien am 19. Juli 2026 im MetLife Stadium seine Emotionen. (Buda Mendes / Getty Images North America via Getty Images)


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Zahlen, die für sich sprechen

Nach neun Pflichtspielen in dieser Saison steht Lamine Yamal bereits bei zehn Toren und fünf Vorlagen für den FC Barcelona. Mit Spanien wurde der 19-Jährige 2024 Europameister und in diesem Sommer Weltmeister, eine Bilanz, die seinesgleichen sucht. Entsprechend euphorisch äußerten sich Journalisten in einer Radiorunde über den Flügelspieler: „Die spanische Nationalmannschaft hatte noch nie einen Fußballer wie Lamine Yamal“, hieß es dort, ergänzt um die Einschätzung, er sei „ein Weltstar auf dem Platz und auch auf medialer Ebene“. Ein anderer Journalist ging sogar so weit, ihm perspektivisch fünf Ballon d’Ors und sechs Champions-League-Titel zuzutrauen.

Der Kern des Problems

Berichten zufolge liegt die Skepsis mancher Spanier weniger an Yamals Leistungen als an seinem Verein. „Das Problem bei Lamine ist, dass er bei Barça spielt und nicht bei Real Madrid“, erklärte ein Journalist und richtete seine Worte direkt an Fans des Rekordmeisters. Die Rivalität zwischen dem FC Barcelona und Real Madrid ist historisch gewachsen und wird zusätzlich durch die politische Dimension aufgeladen, da die Katalanen traditionell mit den Unabhängigkeitsbestrebungen der Region verbunden werden. Dass ausgerechnet ein Spieler aus der Barça-Akademie La Masia zum Gesicht der spanischen Nationalmannschaft wird, sorgt demnach bei manchen Anhängern des Erzrivalen für Unbehagen.

Warum das Thema relevant bleibt

Für den FC Barcelona und die spanische Nationalmannschaft ist Yamals Ausnahmestellung sportlich ein Glücksfall, gesellschaftlich aber ein Spiegel alter Gräben. Je näher die Verleihung des Ballon d’Or rückt, desto mehr dürfte die Debatte um Vereinszugehörigkeit und Identität weiter befeuert werden. Für Spaniens Nationalmannschaft bleibt Yamal dennoch der zentrale Hoffnungsträger, unabhängig davon, wie die Diskussionen um ihn in den Vereinslagern geführt werden.

Die Fakten im Überblick:

  • Statistik: Zehn Tore und fünf Assists in neun Pflichtspielen dieser Saison
  • Titel 2026: Europameister 2024 und Weltmeister 2026 mit Spanien
  • Herkunft: Ausgebildet in der Barça-Akademie La Masia
  • Zitat: „Das Problem bei Lamine ist, dass er bei Barça spielt und nicht bei Real Madrid“
  • Prognose: Journalist traut ihm fünf Ballon d’Ors und sechs Champions-League-Titel zu

So geht es weiter: In wenigen Wochen wird der Ballon d’Or verliehen, bei dem Yamal zu den Favoriten zählt.

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