Spannung pur im Nordderby: Mentale Ebene als HSV-Vorteil? | OneFootball

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·18. April 2026

Spannung pur im Nordderby: Mentale Ebene als HSV-Vorteil?

Artikelbild:Spannung pur im Nordderby: Mentale Ebene als HSV-Vorteil?

Am Samstagnachmittag findet in der Bundesliga das Nordderby statt. Der HSV ist zu Gast bei Werder Bremen und hat ein packendes Hinspiel zuhause gewonnen. In den letzten Wochen gab es für die Rothosen zwar nur zwei Punkte aus vier Spielen, dennoch sieht es mit dem Klassenerhalt nicht ganz so schlecht aus.

Denn die Konkurrenz spielt nun nicht gerade die Sterne vom Himmel. Und wenn man dem HSV etwas zugute halten möchte, dann ist es momentan zweiffellos die Tatsache, dass man in der Rückrunde bis auf wenige Ausnahmen defensiv recht stabil unterwegs war. 31 Punkte, da ist man sich einig, werden aber dennoch nicht reichen.


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Deswegen müssen noch Punkte her. Ein Sieg könnte schon reichen. Und einer im Nordderby wäre natürlich essenziell wichtig, zumal man damit auch einen Konkurrenten auf sechs Punkte distanzieren könnte. Und hier lauert auch die Gefahr: Gewinnt Werder, sind beide punktgleich.

Der HSV muss in die Werder-Köpfe

Es gibt natürlich einige interessante Komponenten, die dieses Spiel so besonders machen. Der HSV hat schon einmal den Vorteil, dass den Rothosen auch ein Remis ausreichen würde, um halbwegs zufrieden aus dem Spieltag gehen zu können. Für Werder hingegen ist ein Sieg schon deutlich eher verpflichtend. Und das sorgt natürlich für Druck. Der wurde natürlich auch nicht geringer, nachdem zahlreiche Werder-Fans die Mannschaft beim Abschlusstraining angepeitscht haben. Die Unterstützung ist den Grünweißen zweifellos sicher, aber das Team weiß auch, dass das ganze Stadion und die ganze Stadt jetzt auch Erwartungen hat.

Und das ist der Ansatz für den HSV. Man spielt auswärts, kann wie gesagt im Zweifel auch mit einem Remis leben und muss nicht von Beginn an die großen Akzente setzen. Die Rothosen können völlig damit zufrieden sein, wenn sie in den ersten Minuten kompakt stehen, die Null halten und dann sukzessive Nadelstiche setzen. Genau das sorgt dann für Raunen auf den Rängen, für Ungeduld. Nachdem Werder jetzt drei der letzten vier Spiele verloren hat, könnte genau das im Umkehrschluss auch die Mannschaft weiter verunsichern.

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Foto: IMAGO

Die Rothosen müssen versuchen, irgendwie in die Köpfe von Werder zu kommen. Eine Führung, auch schon einige gefährliche Abschlüsse und gewonnene Zweikämpfe, können genau dafür sorgen. Ein solches Nordderby mit dieser sportlichen Brisanz kann am Ende auch im Kopf entschieden werden. Die mentale Ebene ist essenziell wichtig und in schwierigen Situationen hat der HSV sich in dieser Saison oftmals sehr ordentlich präsentiert, auch wenn die Auswärtsbilanz nicht ideal ist.

Trotzdem kann diese mentale Ebene am Ende zum Vorteil für den HSV werden, wenn man die Karte gut spielt. Werder machte selbst in der Phase, in der man sich unter Daniel Thioune stabilisierte, nicht den Eindruck, dass sich dieses Team in einen Rausch spielen könnte. Hinzu kommt, dass den Bremern auch weiterhin wichtige Spieler fehlen und man Abstriche machen muss, was den Kader und die Optionen von der Bank angeht. Der HSV, das ist aber auch klar, braucht in diesem Derby aber auch eine klare Leistungssteigerung nach dem Spiel gegen den VfB Stuttgart.

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